Frauen Union Frankfurt fordert am Int. Frauentag mehr Unterstützung für Frauenhäuser und Wohnangebote für wohnungslose Frauen!

08.03.2022, 23:59 Uhr

Frankfurt, 8. März 2022 „Die Stadtregierung muss mehr für die Frauen in bedrohlichen Situationen tun“, sagt die Vorsitzenden der Frauen Union (FU) Sara Steinhardt. Am heutigen Internationalen Frauentag waren die Vorsitzende Sara Steinhardt und die Stellvertretende Vorsitzende Ann-Kristin Müller bei „Hannah-Wohnen für Frauen“, einer Einrichtung mit Apartments und Einzelzimmern für wohnungslose Frauen des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach. Sie überreichten als Zeichen der Solidarität ein Paket für jede Frau mit u.a. Masken, Desinfektionsmittel, und Schokolade.

Die Frankfurter Frauen Union beschäftigt sich seit längerem intensiv mit dem Thema Gewalt gegen Frauen. In verschiedene Online-Veranstaltungen waren Referenten zu Gast und die Veranstaltungsreihe wird weiter fortgesetzt. So berichtete zum Auftakt Frau Dr. Christine Meltzer von der Universität Mainz über die mediale Berichterstattung über die Gewalt an Frauen. Sie untersuchte Zeitungsartikel und wertete diese aus; das Ergebnis wirft ein kritisches Licht auf die Art und Weise der medialen Berichterstattung. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass wir dem Thema zu wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen. Dabei sind die Zahlen sehr besorgniserregend“, schildert Steinhardt. Im Jahr 2020 wurden hessenweit insgesamt 10.013 Fälle von Häuslicher Gewalt erfasst, und die Tendenz ist seit 2019 steigend. 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen gewesen. Die Frauenhäuser in Frankfurt sind fast vollständig ausgelastet und die Geschichten, die man dort hört, sind herzzerreißend. „Wir fordern, dass Frauenhäuser besser unterstützt werden, zum Beispiel durch Psychologische Betreuung oder auch Angebote für die Kinder“, fordert daher die Vorsitzende der FU Sara Steinhardt. 

Die Frauen Union wird weiterhin einen Fokus auf dieses Thema legen. So wird es am 10.03.2022 online eine Veranstaltung mit Frau Nele Lange, Koordinatorin Beziehungsgewalt und Stalking beim Polizeipräsidium Frankfurt, geben. Sie wird zunächst die polizeiliche Arbeit vorstellen und danach gibt es Zeit für einen Austausch. Eine Teilnahme ist noch möglich, Details sind zu finden auf der Homepage der FU Frankfurt (www.frauen- union-ffm.de) oder bei Facebook. Am 25. April ist dann die nächste Online- Veranstaltung geplant, bei dem sich mit der Leiterin eines Frauenhauses ausgetauscht werden soll, die Teilnahme ist auch hier nach Anmeldung möglich.

„Das Thema Gewalt gegen Frauen, wird in der Öffentlichkeit und unserer Gesellschaft viel zu oft verschwiegen“ sagte die stellvertretende Vorsitzende Ann-Kristin Müller. „Deswegen haben wir uns dafür entschieden, dass wir uns am heutigen Tag den Frauen zu widmen, die in einer solchen Situation sind. Sie sind nicht alleine“, so Steinhardt abschließend.