Veranstaltungen
21.04.2016 - 27.04.2018

 

Vorstand

22.04.2016 - 27.04.2018

 

Rechenschaftsbericht 2016-2018

 

 


 

 

24.04.2018

Politischer Frauenstammtisch

Als Gast für unseren politischen Frauenstammtisch am 24.04.2018 war die Stadtverordnete, Frau Dr. Nina Teufel, geladen. Sie ist Vorsitzende des Kultur- und Freizeitausschusses der Stadtverordnetenversammlung sowie Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Frauen. Leider hatte sie ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt und auf einen neuen Termin verschoben.

Die anwesenden Damen bedauerten dies, hatten aber so die Möglichkeit, über sämtliche Themen ins Gespräch zu kommen und über die aktuelle Politik und die diesbezügliche Berichterstattung zu diskutieren. Für die nächsten Stammtische ist geplant, mit den „neuen“ Landtagsabgeordneten der Frankfurter Wahlkreise ins Gespräch zu kommen.

 

 


11.04.2018

Frauen-Union informiert sich über die Arbeit des Frauenhauses „Die Kanne

Am 11.04.2018 trafen sich interessierte Damen der Frankfurter Frauen-Union mit der Leiterin des Frauenhauses „Die Kanne“, Frau Ilka Purkert, um sich über die Arbeit des Frauenhauses sowie die täglichen Herausforderungen zu informieren.

Das Frauenhaus existiert seit 40 Jahren und ist ein Angebot des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten e.V.. Die Notunterkunft ist für Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Im Frauenhaus bekommen die Frauen (und ihre Kinder) Schutz und Unterstützung, bis Sie sich in Ihrer neuen Lebenssituation stabilisiert haben. „Die Kanne“ nimmt Frauen aus Frankfurt und dem Bundesland Hessen auf. Jederzeit – auch nachts und am Wochenende. Sollte es keinen freien Platz geben, unterstützen die Mitarbeiterinnen die Frauen bei der Suche nach einer Unterkunft in einem anderen Frauenhaus oder in einer anderen Notunterkunft.

Das Frauenhaus „die Kanne“ ist eine anonyme Schutzunterkunft mit Regeln mit 68 Plätze. Es wird betreut von vier Vollzeit-Sozialarbeiterinnen und war im Jahr 2017 voll belegt. Auch die 12 Übergangs-Appartements für Frauen und Kinder waren voll belegt. Insgesamt erreicht das Frauenhaus jährlich rund 1.000 Anfragen nach einer Aufnahme in das Haus, wobei 40% von betroffenen Frauen sind und 60% von Dritten wie Verwandten und Freunden. Meist geht es um eine akute Notlage in Verbindung mit häuslicher Gewalt. Aufgenommen werden nur Frauen, die von sich nach einer Aufnahme ins Frauenhaus fragen.
Im Frauenhaus muss jede Frau sich und ihr Kind selbst versorgen. Dies dient dazu, sie auf das Leben nach dem Frauenhaus zu stärken. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 6 Monate. 75 % der im Frauenhaus lebenden Frauen sind aus Frankfurt und 25% aus Hessen. Im Jahr 2017 waren rund 73 % der Frauen Migrantinnen, davon viele
aus afrikanischen Staaten. Sie werden motiviert, Sprachkurse zu besuchen, um das Leben in diesem Land auch nach dem Frauenhaus ohne Unterstützung bewältigen zu können.

Gemäß einer Statistik ist jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von Gewalt betroffen. Bei häuslicher Gewalt regelt das Gewaltschutzgesetz den Verbleib in der Wohnung gemäß dem Motto „Wer schlägt, der geht“, andere kommen bei Verwandten und Freunden unter. Ein geringer Teil wendet sich an das Frauenhaus.
Im Jahr 2017 sind 16% der vom Frauenhaus betreuten Frauen in ihre ursprüngliche häusliche Situation zurückgekehrt – in den 80er-Jahren waren dies noch 47%.

Die Leiterin des Frauenhauses erläuterte, dass es einen hohen Bedarf an Übergangsplätzen gibt. Die 12 Appartements, davon 8 für Geflüchtete reichen für die Nachfrage nicht aus. Ziel des Vereins ist die Vermittlung in eigene Wohnungen, doch auch dies ist in einer Großstadt Frankfurt schwierig, wo viele auf der Suche nach bezahlbaren Wohnungen sind.

Für die anwesenden Damen war es ein sehr informativer Abend. Die Zeit reichte kaum, um die vielen Fragen zu beantworten.

 


27.03.2018

Politischer Frauenstammtisch

Auch im März trafen sich wieder interessierte Damen beim politischen Frauenstammtisch in der Weinstube am Frankfurter Römer, um in gemütlicher Runde über die große und kleine Politik, allgemeine Themen und das Leben in und um Frankfurt ins Gespräch zu kommen. Auch Neuigkeiten aus dem Stadtgeschehen und den Stadtteilen wurden eifrig ausgetauscht.

 

 

 

 

 


09.03.2018

Frauen-Union erneut auf dem städtischen Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages vertreten

Auch im Jahr 2018 nahmen erneut zahlreiche Damen der Frankfurter Frauen-Union die Einladung der Stadt Frankfurt zum städtischen Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages an und erlebten einen interessanten Abend.

Aber zunächst trafen sich die Damen der Frankfurter Frauen-Union mit unserer Oberbürgermeister-Kandidatin Dr. Bernadette Weyland, um auf dem Römerberg Rosen anlässlich des Internationalen Frauentages zu verteilen. Trotz des widrigen Wetters schafften es die Damen innerhalb einer Stunde, sämtliche Rosen an vorbeikommende Frauen zu verteilen und auf die bevorstehende Oberbürgermeisterinnen-Wahl hinzuweisen.

Dann ging es ins Trockene und die FU-Damen trafen sich mit Vertreterinnen anderer Frauenvereinigungen und -verbänden im Frankfurter Kaisersaal.

Das Jahr 2018 hat das Frauenreferat der Stadt Frankfurt a.M. unter das Motto „Frauen.Macht.Politik“ gesetzt und anlässlich des Frauentages sowie des Jubiläums 100 Jahre Frauenwahlrecht die 48 lebensgroßen Porträts der Kaiser und Könige im Kaisersaal für den gesamten März durch Porträts von Protagonistinnen der ersten Frauenbewegung verhüllen lassen, die sich unermüdlich für die Rechte von Frauen eingesetzt haben. Sie sollen zeigen, dass Frauen Geschichte geschrieben haben – Frauen, die sich besonders für Demokratie und Gleichberechtigung eingesetzt haben und damit Frankfurt und Deutschland prägten. Diese erste „Frauengalerie“ im Kaisersaal ist ein historisch bedeutsamer Moment, so die Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Viele Errungenschaften von damals prägen noch immer unsere Gegenwart und viele der Themen haben nicht an Aktualität verloren (Gender Pay Gap, Quoten, §§ 218, 219 a, #MeToo, etc.). Gleichberechtigung ist noch lange nicht erreicht. Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen müssen sich ändern, hin zu einer wirklichen Chancengleichheit.

Die neue Kampagne des Frauenreferates „Frauen.Macht.Politik.“ rückt die Stärkung von Frauenrechten und die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt. Sie ist als Aufforderung zu verstehen, selbst aktiv zu werden. Zugleich thematisiert sie Bereiche, in denen Frauen immer noch nicht gleichberechtigt arbeiten.

Im Anschluss an die Reden der Frauendezernentin sowie der Leiterin des Frauenreferates der Stadt Frankfurt gab es zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen Frauen aus anderen Frauenorganisationen ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

 


27.02.2018

Politischer Frauen-Stammtisch mit der Stadtverordneten Verena David

Verena David, stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union und langjährige Stadtverordnete, brachte zum Stammtisch am 27. Februar vom Bundesparteitag der Union in Berlin viele gute Nachrichten mit. Aber unser Hauptanliegen an diesem Tag war die OB-Wahl am 11.03.2018, die uns intensiv beschäftigte. So wurde beraten, was zu tun sei und wie man unsere Kandidatin nachhaltig unterstützen könne.

*Verena David hatte dafür in Berlin eine Reihe an Video-Statements aufgenommen von namhaften Politikerinnen und Politikern, wie dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der neuen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Günther, der neuen Bildungsministerin, dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschek und fünf weiteren Spitzenpolitikern, die die Wahl von Bernadette Weyland sehr unterstützen und erklärten, wie wichtig es sei, dass Frankfurt von einer engagierten Oberbürgermeisterin regiert wird.

Dass es einer fleißigen und sich kümmernden Stadtchefin bedarf, war allen völlig klar. Allein schon das Desaster in der Schulpolitik. Gibt es doch kaum eine Schule in einem ordentlichen Gebäude. Container prägen das Bild der Frankfurter Schulen, fehlende Fachräume, schlechte Ausstattung, unhygienische Toilettenanlagen, weil das für die Sanierung bereitgestellte Geld nicht ausreichte. Betreuungsangebote für Kinder sind gleichsam eine Fehlanzeige, genauso fehlende Turnhallen und Sportplätze. Mit anderen Worten im Schulwesen passt kein Stein mehr auf den anderen. Weyland, Mutter von vier Kindern, wäre hier die richtige Rathauschefin, die Ordnung, Sanierung und eine Weiterentwicklung im Schulbereich schaffen würde. Deshalb wählen wir, die Frauen der CDU-Frauen Union, am 11.3. Weyland.

Auch für alte Menschen setzt sich Weytand hilfreich ein: durch aufsuchende Hilfen, Bereitstellung von verschiedenen Wohnformen, wie Mehrgenerationshäuser, Seniorenanlagen für Wohnen mit Betreuungsangeboten, Nachbarschaftsaktivitäten. Über manche alte Frau und manchen alten Mann ist die Zeit einfach hinweggegangen. Sie haben sich zurückgezogen, haben den Anschluss an die Gesellschaft verpasst und leben einsam und abgehängt in unzulänglicher Situation und finden den Weg zur Hilfe nicht. Über die Nachbarn, die erkennen, dass die Nachbarin oder der Nachbar nicht mehr ausreichend für sich sorgen kann, den Hausarzt oder den örtlichen Sozialbezirksvorsteher müssen Hilfen eingeleitet werden. Weylands Devise: „ Raus aus der Einsamkeit! Raus aus der Isolation!" Weyland will auch hier Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten schaffen und will hier unterstützend eingreifen. Deshalb wählen wir, die CDU-Frauen, am 11.3. Weyland.

Ganz klar würde die Wohnraumpolitik unter einer OB Weyland Chefsache. Dabei gehe es nicht gleich um die Ausweisung riesiger Baugebiete. Für Weyland seien erst einmal innerstädtische Baugebiete zu bebauen, weil man damit schneller zu dem benötigten Wohnraum komme und man danach auch besser abschätzen könne, wie viele Wohnungen überhaupt noch gebraucht würden; denn Vernetzung verlagere auch Arbeitsplätze. Keiner könne heute abschätzen, wie viele Menschen in ein paar Jahren ihren Firmenarbeitsplatz zu Hause hätten. Eine nachhaltige Planung findet die Zustimmung aller in der Gesellschaft. Wir CDU-Frauen wählen deshalb am 11.3. Weyland.

Auch Sauberkeit und Sicherheit würden unter einer OB Weyland wieder ihren gemäßen Standort finden. Die Zeil müsse wieder ein sicherer Ort für das Einkaufen in erholsamer Atmosphäre sein. Frauen müssen sich auch abends wieder sicher in der Stadt fühlen können. Das ist die Kernaussage für ein sicheres Leben in der Stadt. Dafür wählen wir Weyland, eine OB mit Herz für Jung und Alt! (Bericht: Monika Intrau)

 


03.02.2018

Neujahrs-Empfang der CDU-Frauen Union

Im sehr schön dekorierten Raum der Aidshilfe, die diesen uns freundlicherweise zur Verfügung stellte, fand unser Neujahrsempfang statt - eigentlich wie jedes Jahr. Es war für alles gesorgt: Kreppel, Kuchen, Salzgebäck, Tee, Kaffee und natürlich auch Sekt. Es waren viele gekommen. Frau Hornung, Vorsitzende der Frauen-Union, begrüßte alle sehr herzlich, insbesondere die Neumitglieder und die Mandatsträgerinnen, wie Frau Wiesmann als Mitglied des Bundestages, Frau David, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Römerfraktion und stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union, Frau Meister, ebenfalls Mitglied der CDU-Stadtverordnetenversammlung und dort im Frauen- und Wirtschaftsausschuss, Frau Stadtverordnete Burkert, Frau Baecker, Mitglied im Ortsbeirat 5 und in der Jungen Union, Frau Steinhardt, Mitglied im Ortsbeirat 1 und Vorsitzende im CDU-Ausschuss Bildung, Frau Friedrich, Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 12, Frau Fabricius und Frau Grzimek, beide im Ortsbeirat 3.

Frau Hornung dankte allen für ihr Engagement und vielen für ihre Bereitschaft für politische Funktionen in Stadt und Land zu kandidieren. Noch immer ist die Mehrheit aller Mandatsträger der CDU männlich, das müsse sich ändern. Besonders zu unterstützen sei der OB-Wahlkampf von Dr. Bernadette Weyland. Jede Stimme werde jetzt gebraucht. Sie zeigte sich enttäuscht, dass im Kreisvorstand die CDU Kandidatinnen nicht die notwendige Unterstützung erhielten. Dennoch sind viele in den bisweilen ungleichen Kampf gezogen. Leider tritt die CDU nun mit sechs Landtagskandidaten zur Wahl im Herbst an. Selbst der einzige mögliche Wahlkreis, aus dem Frau Wiesmann kam, geht an einen Mann. Von den sechs Frankfurter Wahlkreisen wurden in drei davon Frauen als Stellvertreterinnen gewählt, nämlich Frau Grzimek, Frau Rieser und Frau Schäfer.

Frau MdB Bettina Wiesmann berichtete aus ihren ersten 100 Tagen im Bundestag. Sie habe das Büro von Frau Steinbach übernommen, das günstig zum Plenarsaal liege, sie sei nun eine der 709 Abgeordneten. Auch wenn die Regierung noch nicht stehe, so seien Parlamentsausschüsse bereits gebildet. Bettina Wiesmann wünschte sich den Familienausschuss und hatte Glück, in ihn zu kommen, ferner ist sie Mitglied im Verteidigungsausschuss und Stellvertreterin im Finanzausschuss. Parlamentserfahrung bringt sie aus Hessen mit. Der Ton sei im Bundestag ruhiger als in Hessen. Es werde auch mehr hinterfragt. Es falle aber auf, so Wiesmann, dass die Mitglieder der AfD Unruhe in den Bundestag brächten durch das verbale Attackieren von Personen.

Bernadette Weyland hatte uns auch die Ehre ihres Besuchs gegeben. Nach anfänglichen Unsicherheiten sei sie jetzt so richtig angekommen, jeder kenne sie. Man merke, die Stimmung schlägt um. Wir, die Frauen-Union, sei ihre zuverlässige Basis. Sie nimmt zu ihren Plänen Stellung, dem Bildungsplan mit ausreichend Schulen aller Schularten, besserer Ausstattung, dem neu ausgerufenen Baugebiet, das sie in dieser Größe als überzogen betrachtet, weil seine Erstellung viel zu lange dauere, mit den Nachbargemeinden schlecht abgesprochen worden sei und mit einer störenden Autobahn mitten durch. Wir hätten 80% privaten Wohnungsbau, ohne steuerliche Anreize würde dieser zurückgehen. Also spricht sie sich dafür aus. Sie kam sehr sympathisch, geradezu gelöst herüber. Viele Veranstaltungen liegen noch vor ihr. Die Frauen-Union versprach ihr alle Unterstützung.

Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frauen Union in der CDU, sprach verschiedene Themenkreise an, die die Bürger und Bürgerinnen der Stadt zur Zeit sehr bewegen. Solche sind Kultur und Schulen, Wohnen und Mieten, Migration und Integration, Sicherheit und Sauberkeit. Zur Diskussion steht die Sanierung der Oper oder Abriss und Neubau am möglicherweise neuen Standort. Frau Weyland sprach sich dabei für eine breite Bürgerbeteiligung aus; denn die Bühne sei eine zentrale Frage für die Bürger. Sie denkt dabei an eine Expertenentscheidung, eventuell auch an einen Bürgerentscheid. Auf alle Fälle müsse die Oper als tragende Säule der Gesellschaft eine würdige Behandlung durch die Stadt erfahren.

Als Mutter von vier Kindern liegt ihr natürlich das Schulwesen sehr am Herzen. Eine Milliarde Euro will sie in die Sanierung und in den Neubau von Schulen investieren. Dafür hat sie einen Masterplan entwickelt, der nicht nur die Digitalisierung umfasst, sondern auch die „katastrophalen Zustände der Schul-WCs" beheben soll, Schulsozialarbeit solle gefördert werden, ein Schulbussystem eingerichtet werden, das Kinder einfacher und sicherer zur Schule bringe, ausreichend Kita- und Hortplätze seien wichtig und sollten entsprechend bereitgestellt werden. Sie wolle sich beim Land Hessen für eine 105%ige Lehrerabdeckung starkmachen, um Unterrichtsausfall so gering wie möglich zu halten. Die Lehrerinnen unter uns waren damit sehr zufrieden,

Eingehend befasste sie sich mit der Problematik des Wohnens. Der Zuzug nach  Frankfurt sei ungebremst, dem müsse die Stadt Rechnung tragen. Ob es nun gerade das Riesenbaugebiet im Frankfurter Norden sein müsse, sei überdenkenswert; denn der Wohnraum werde jetzt benötigt. Je größer aber ein Baugebiet geplant sei, um so länger dauere seine Realisierung, zumal der Plan weit in das Umland hinein geplant sei. Frau Weyland sprach sich für ein kleineres Gebiet aus, das in den Grenzen der Stadt liege, denn dies sei schneller umzusetzen, es stünden in kürzerer Zeit Wohnungen zur Verfügung. Eine Ausweitung sei im Bedarfsfall später immer noch möglich. Das müsse aber mit den Nachbarorten besser kommuniziert werden. Aber auch innerhalb der Stadt gäbe es noch Möglichkeiten, den Wohnungsbedarf zu fördern, z.B. durch Verdichtung. Grundsätzlich müsse bedacht werden, dass durch die Digitalisierung Arbeitsplätze auch zu Hause entstehen, was auf den Bedarf in der Stadt reduzierend wirken könne. Natürlich müssen auch Wohnungen finanzierbar bleiben, 80% aller Wohnungen würden von Privat errichtet. Je mehr Wohnungen zur Verfügung stehen, desto mehr gaben die Mieten nach. Die Bundesregierung habe dazu in ihren Koalitionsverhandlungen Lösungen beschlossen. Sie seien schnell umzusetzen. Dafür wolle sie sich einsetzen.

Im Mittelpunkt der Integrationsarbeit stehe das Erlernen der deutschen Sprache. Für junge Familien und Bürgern mit kleinen und mittleren Einkommen müsse bezahlbarer Wohnraum ermöglicht werden. Damit würde auch die Integration gefördert.

In Bezug auf Sauberkeit und Sicherheit wolle sie als Oberbürgermeisterin das Bahnhofsviertel, Alt Sachsenhausen, die Zeil und die Grünanlagen wieder sicher machen durch mehr Polizeipräsenz, eine ständige Sicherheitskonferenz, mehr Videokameras an Brennpunkten, gegen Bettlerbanden und Trickdiebe vorgehen, Drogendealer konsequenter bestrafen, der Vermüllung unserer Stadt ein Ende bereiten. (Bericht: Monika Intrau)

 


30.01.2018

CDU-Frauenstammtisch mit neuen Mitgliedern und einer Kampfansage für mehr Frauen in politische Ämter

An unserem ersten Stammtisch im Neuen Jahr konnten wir zwei neue Mitglieder begrüßen, jung und dynamisch. Sie brachten sich mit vielen Ideen in unsere Gruppe gut ein. Auch eine weitere positive Mitteilung erfreute uns, nämlich unser Mitglied aus dem Stadtteil Bockenheim, Debora Rieser, wurde als Ersatzkandidatin für den Landtag von den Delegierten dieses Wahlkreises gewählt. Beide, der Direktkandidat und sie waren von dem seitherigen Mitglied im Landtag nicht vorgeschlagen worden, der aus beruflichen Gründen nach vielen Jahren im Landtag und sehr guter Arbeit nicht mehr kandidierte. Beide, der Direktkandidat und Frau Rieser, überzeugten und gewannen. Mit Frau Rieser, unsere Freundin Debora, kam eine Frau zum Zug. Das war nicht so ganz leicht, aber hat alle riesig gefreut.

Bei der diesjährigen Landtagswahl treten fünf Kandidaten und die jeweiligen Ersatzkandidaten an. Zwei Wahlkreise sind vakant geworden, nämlich jener in Bockenheim, wo der bisherige Landtagsabgeordnete, Herr Caspar, wie erwähnt, nicht wieder antrat und der Wahlkreis 38, in dem Frau Wiesmann das Bundestagsmandat gewann. Man kann sich vorstellen, dass schon im Vorfeld manche Ränke ihren Anfang nahmen. Solches konnte natürlich auch unserem Kreisvorsitzenden, Herrn Jan Schneider, nicht verborgen bleiben, auch nicht, dass es in der Frauen Union rumorte, weil - wie es schien - nur Männer zum Zuge kommen sollten. So traf man sich, und wir hatten nach dem Gespräch den Eindruck, auf Unterstützung für die Sache der Frauen hoffen zu können.

Nun sind die Wahlen in einigen Wahlbezirken gelaufen, leider nicht ganz wie erhofft, obgleich die Frauen-Union für fast alle Wahlbezirke Frauen zumindest als Ersatzkandidaten aufgestellt hatte. Umso mehr freuten wir uns über den Erfolg von Frau Rieser. Am kommenden Dienstag stehen die Wahlen in drei weiteren Wahlkreisen an - auch im Wahlkreis 38, wo von Seiten der Frauen-Union Frau Dr. Veronica Fabricius ins Rennen geht. Sie soll für die in den Bundestag gewechselte Bettina Wiesmann die Nachfolge antreten. Auch sie hat Gegenkandidaten. Die Frauen-Union sieht in ihr eine sehr geeignete Kandidatin, weil sie hochengagiert und motiviert in dem Wahlkreis gearbeitet hat und mehrere Themenfelder abdeckt. So ist sie versiert in Fragen der Bildungspolitik und der Wirtschaft. Die Frauen-Union ist überzeugt, dass sich Frau Dr. Fabricius durch gute Leistungen für die Aufgaben im Landtag hervorragend qualifiziert ist.

Die anwesenden Damen gaben der Frauen-Union Rückendeckung für ihr Eintreten für mehr Frauen in politischen Ämtern. Auch wenn nicht alles auf Anhieb klappt, wird das Eintreten für dieses Ziel fortan die Arbeit der Frauen-Union bestimmen. Frau Rieser gab den Rat, man muss etwas im Stadtteil bewirken, damit man politisch Zustimmung bekommt. Dem stimmten die Damen des Stammtischs einhellig zu.

Das Zutun zur Landtagswahl war das bestimmende Thema unseres Stammtischs. Aber es gab natürlich auch Anderes, Persönliches und Kommunalpolitisches. Besonders begeistert waren wir von der Aktion „Älter werden in Frankfurt“. Alle waren des Lobes voll über die hervorragende Arbeit unserer Sozialdezernentin, Frau Prof. Dr. Birkenfeld. Es sei eine „tolle Einrichtung", wie es eine von uns formulierte, mit einer sehr guten Organisation der vielfältigen und breitgefächerten Angebote. (Bericht: Monika Intrau)

 


23.01.2018

CDU-Frauen beim Franziskustreff des Liebfrauenklosters - den Armen und Obdachlosen ein Frühstück

Mit Beginn des neuen Jahres hatten wir - die Mitglieder der Frauen Union - wieder unsere Thementreffen aufgenommen. Das erste fand noch im Januar in der Liebfrauenkirche statt, wo der Franziskanerorden Armen und Obdachlosen ein Frühstück serviert. Vor 25 Jahren ins Leben gerufen ist der Treff inzwischen zur festen Institution geworden: Ein sauberer Raum, freundliche Mitarbeiter, eine fachliche Beratung und ein gediegener Service kennzeichnen das Angebot.


Frau Hornung, Vorsitzende der Frauen Union Frankfurt, begrüßte Bruder Paulus und uns, die wir mit über 20 Teilnehmerinnen recht zahlreich gekommen waren. Bruder Paulus legte auch sofort los: Liebe und Würde ist das Credo ihres einmaligen Angebots an die Menschen ohne Wohnung und ohne eigenes Auskommen. Das Erste was sie lernen ist, sich wieder an Regeln zu gewöhnen, als Voraussetzung für einen Einstieg in ein selbstbestimmtes Leben: Liebe braucht Ordnung - so Bruder Paulus. Das heißt, man erscheint zum Franziskustreff gewaschen und sauber gekleidet, was über eine nahe gelegene Straßenambulanz auch möglich ist, wo es Waschgelegenheit und saubere Kleidung für Wohnungslose gibt. Inzwischen nehmen etwa 180 Menschen teil, zahlen für jedes Frühstück 50 Cent und erhalten dafür in angenehmer Umgebung eine komfortable kleine Mahlzeit. Sie werden bedient und auch beraten von Ehrenamtlichen und von einer Sozialarbeiterin der Caritas. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder, der seine Situation ändern möchte, erhält auf Wunsch die Beratung. Er muss aber den ersten Schritt machen, den Wunsch äußern und Fragen stellen. Die Antworten weisen ihm dann den Weg. Bruder Paulus weiß von vielen zu berichten, die den Weg zurück in die Gesellschaft fanden. Das motiviert natürlich beide Seiten. „Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, jeder hat Würde und jeder verdient es, dass man sich um ihn kümmert."

Eine Stunde lauschten wir dem Vortrag, stellten Fragen, dankten und verließen nachdenklich das Kloster, in dem sieben Brüder leben. Eine von uns fasste es so zusammen: „Schade, dass es den Treff gibt. Es wäre besser, wir bräuchten ihn nicht."

Bruder Paulus trat nach dem Abitur dem Orden bei. Der Franziskustreff finanziert sich ausschließlich aus Spendenmitteln. Davon wird alles Notwendige bezahlt, Anschaffungen, Personalkosten und die Hilfen für die Gäste.

Frau Hornung würdigte die Arbeit der Stiftung, die beispiellos sei und die dank ihres großen Engagements Männern und Frauen zu Arbeitsangeboten verholfen habe. (Bericht: Monika Intrau)

 

 


28.11.2017
Politischer Frauenstammtisch mit dem Verkehrsdezernent, Herrn Stadtrat Klaus Oesterling

Unser CDU-Frauenstammtisch fand dieses Mal gleich neben dem Weihnachtsmarkt statt; denn unser Treffpunkt ist die Weinstube am Römer. Turbulent ging es draußen und drinnen zu. Der Glühwein brachte auch uns in gute Stimmung. So war es wieder ein gelungener Abend. Unser Referent war Herr Stadtrat Klaus Oesterling, zuständig im Magistrat für die Verkehrsbetriebe VGF und TraffiQ, für die Verkehrsüberwachung, die Verkehrssicherung und die Verkehrssicherheit, die Stadtentwässerung, die Bäche und kleinen Flüsse, also auch die Nidda.

Das stete Wachstum der Stadt stellt hohe Anforderungen an sein Amt. Die Stadt wächst jährlich um etwa 15.000 Menschen. Dem muss der öffentliche Nahverkehr angepasst werden. Straßenbahnlinien müssen erweitert werden, wie z.B. die Linien 17 und 18, die Neubaugebiete mit erschließen. Der 34er Bus soll auf Gelenkbusse umgestellt werden. Problematisch ist immer wieder die geforderte Pünktlichkeit. Das betrifft insbesondere die schon erwähnte Buslinie 34, aber auch die Straßenbahnlinien 11, 12 und 16. Alle vier fahren auf langen Strecken und dabei hapert es mit der Pünktlichkeit. Im nächsten Jahr soll eine Analyse erstellt werden, die Gründe liefern soll, warum es zu recht beachtlichen Verspätungen bei den vier Linien kommt.

Bild OesterlingInfolge des Klimawandels werden starke Regenfälle häufiger und die Jahreszeit Herbst regenreicher. Um die Regenmengen aufzufangen, sind große Rückhaltebecken erforderlich, die zum Teil schon angelegt wurden, ansonsten noch zu bauen sind. In Sachsenhausen fand man ganz besondere Vorarbeiten. So ist der Wenzelsberg in weiten Teilen unterhöhlt. Jene seinerzeit angelegten Höhlen dienten nämlich der Bierlagerung. Sie wurden zugeschüttet, um den Hausbau zu ermöglichen. Ebenfalls dort stieß man auf menschliche Knochen. Es waren die Überreste der dort, nämlich außerhalb der Stadt, vergrabenen Pesttoten aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg. Makaber nur - sie lagen in Fließrichtung des Grundwassers. So dass beim Abpumpen des Grundwassers die Krankenkeime wieder nach oben gelangten. Der neue Stadtteil Gateway-Gardens nahe dem Flughafen wird zur Zeit kanalisiert. Im übrigen wurde eine vollständige Kanalisation der Stadt und ihrer umliegenden Dörfer erst in den 50er und 60er Jahren abgeschlossen. Die Anlage der Kanäle ist mit den Baumaßnahmen zu koordinieren.

Fragen gab es hinsichtlich des kunterbunten Radfahrens. Hier klärte der Stadtrat auf. Nur in den 30er Zonen darf gegen die Fahrrichtung geradelt werden.

Die Haltestelle Römer wird für die 1.14 und 1.15 für vier Monate gesperrt wegen Arbeiten für den Brandschutz. Die anwesenden Damen wollten natürlich wissen, warum das Problem jetzt allerorten auftaucht? Stadtrat Oesterling klärte auch hier auf. Bis jetzt war das Feuer der Hauptfeind, den es zu bewältigen galt. Doch inzwischen weiß man, dass die Rauchentwicklung eine gleich große Gefahr darstellt. Diese Erkenntnis bedingt neue Sicherungsmaßnahmen. Deshalb muss die Haltestelle Römer umgebaut werden. Das gleiche erleben wir auch in allen öffentlichen Gebäuden, insbesondere den Schulen. Die Deckenerneuerung an der Römer-Haltestelle wird voraussichtlich 88 Mio. Euro kosten.

Außerdem gibt es Bestrebungen, den Nahverkehr im Umland auszuweiten. Die Main-Weser-Strecke wird zur Zeit auf vier Gleise ausgebaut. Gerade zu den S- und U-Bahnen gab es Anregungen: Es sollte das Essen und Trinken in den Bahnen unterbunden werden. Auf Rücksichtnahme sei mehr hinzuweisen.

Herr Stadtrat Oesterling entstammt einer über Generationen der SPD verbundenen Familie, die in Nidda ansässig war und noch ist. Über 40 Jahre ist er in der SPD und hat schon viele Funktionen und Parteiämter durchlaufen. Dass er mit 65 Jahren noch Stadtrat werden konnte, verdankt er einem CDU-Minister, der die Altersgrenze für städtische Amtsträger aufhob. Er war Stadtverordneter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, elf Jahre Fraktionsvorsitzender und jetzt im Magistrat, das ihn mit Stolz erfüllt. Beruflich war er technischer Betriebsleiter der Stadtwerke.(Bericht: Monika Intrau)

 


26.09.2017

stammtisch_zeichnung -aPolitischer Frauenstammtisch

Zu unserem politischen Frauenstammtisch am 26.09.2017 sollte eigentlich der Planungsdezernent Mike Josef kommen. Da für diesen Abend gleichzeitig die offizielle OB-Wahlkampferöffnung unserer Kandidatin Dr. Bernadette Weyland geplant wurde, haben wir den Planungsdezernenten kurzerhand auf einen anderen Termin verschoben.

Trotz der großartigen Auftaktveranstaltung „Aufbruch für Frankfurt“ unserer OB-Kandidatin fanden einige Damen, denen der Weg ins Frankfurter Ostend zu weit war, den Weg zu unserem Stammtisch. In gemütlicher Runde tauschten die Damen Neuigkeiten aus dem Stadtgeschehen und den Stadtteilen, besprachen allgemeine politische Themen und diskutierten über den Ausgang der Bundestagswahl.

 


08.09.2017
FU kämpft für die Bundestagswahl um jede Stimme

Im Rahmen des Straßenwahlkampfes für die Bundestagswahl kämpften auch diesmal die Damen der Frankfurter Frauen-Union mit allen Mitteln um jede Bürgerstimme. Neben der argumentationsstarken Überredungsstrategie wurden auch Give-aways, Luftballons und Flyer an die vorbeikommenden Bürgerinnen und Bürger verteilt.

IMG_1614Dabei gilt es, für die Themen der CDU zu werben:

-        Eine starke Wirtschaft sorgt für gute Arbeit.

-        Gleichwertige Lebensverhältnisse – ländliche Räume fördern und stärken.

-        Solide Finanzen, Entlastungen und Investitionen für eine sichere Zukunft.

-        Was unser Land zusammenhält.

-        Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.

-        Für Ordnung und Sicherheit.

-        Familien und Kinder im Mittelpunkt.

-        Chancen im digitalen Zeitalter nutzen.

-        Europa stärken heißt Deutschland stärken!

In den beiden Frankfurter Wahlkreisen stehen diesmal die Landtagsabgeordnete Bettina Wiesmann und der aktuelle Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Matthias Zimmer zur Wahl. Dass diese beiden Frankfurt in Berlin gut vertreten könnten – davon sind wir überzeugt.

 


07.09.2017
Frauenunion besucht die Bezirkssportanlage am Frankfurter Bogen in Preungesheim

Wir waren schon ein recht überschaubares Grüppchen, das der Ortsvorsteher Herr Lange von der CDU begrüßte. Mit ihm waren Klaus Böttger - Vorsitzender des TV Preungesheim von 1880 mit seiner Frau Ursula - sowie Herr Thorsten Ostermeier von den Schachfreunden Frankfurt 1921. Herr Lange begrüßte uns und führte sofort in die Materie ein. Die anliegenden Stadtteile Berkersheim, Preungesheim und Frankfurter Berg hatten über Jahrzehnte für einen Sportplatz gekämpft. Erst mit der Erweiterung des Stadtteils Preungesheim rückten die Pläne in greifbare Nähe. Dennoch sollte es noch Jahre dauern bis zum ersten Spatenstich, wie Ortsvorsteher Lange berichtete. Der erste Antrag wurde in den 80er-Jahren gestellt; denn die drei Stadtteile verfügten über keinen Sportplatz und mussten solche in anderen Stadtteilen mitbenutzen, was schwierig war, weil deren Sportvereine ihre Sportanlagen selbst benötigten. Endlich aber war es soweit - dank des unermüdlichen Einsatzes von Herrn Ortsvorsteher Lange und dem Sportdezernent, Herrn Stadtrat Markus Frank.

Sportpark-Preungesheim-April-600x400Knapp 15 Millionen Euro wurden investiert. Begonnen wurde mit dem Bau vor genau drei Jahren. Gebaut wurden: eine Sporthalle, eine Kampfbahn mit Kleinspielfeldern und ein Rasenspielfeld. Hinzu kam eine schön bepflanzte Parkanlage, die zum Verweilen einlädt und natürlich auch ein Parkplatz. Die Sporthalle ist mit einer großen Zuschauertribüne ausgestattet. Das gesamte Gelände umfasst etwa 65.000 qm. Der Bau war nicht ohne Schwierigkeiten erstellt worden, mussten doch 12 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Die Außenflächen umfassen ein Rasenspielfeld, ein Kunstrasenspielfeld, Minispielfelder, ein Kleinspielfeld, eine Kunststofflaufbahn und Felder für Kugelstoßen und Weitsprung. Morgens ist die Carlo-Mierendoff-Schule Nutznießer, am Nachmittag auch Schulen aus den nördlichen Stadtteilen, vor allem aber sind Vereine mit ihren Mitgliedern dort. Herr Böttger berichtet voller Stolz wie begeistert der Platz angenommen wird und wie die Mitgliederzahlen in den Vereinen stiegen, seit es richtige Übungsmöglichkeiten gibt.

Als wir kamen, wuselte es nur so auf allen Spielfeldern und in der bestens ausgestatteten Halle. Aber auch wer keinem Verein angehört, kann dort die Flächen nutzen, spielen und kicken. Es gibt Felder, die dafür vorgesehen sind und die nicht von den Vereinen belegt werden dürfen. Manchem hat das freie Spiel so viel Spaß bereitet, dass er Vereinsmitglied wurde, um sein Können bei Wettkämpfen unter Beweis zu stellen. Herr Böttger ist wie auch alle anderen dort Angetroffenen hell auf begeistert. Die Stadtteile im Nordosten haben sichtlich und merklich durch die Bezirkssportanlage gewonnen.

Eine Flutlichtanlage lässt auch ein nächtliches Spiel zu. Ein bepflanzter Erdwall schützt die Nachbarn vor Lärm, allerdings versperrt er ihnen etwas den Blick auf die Frankfurter Skyline.

Unser besonderer Dank gilt natürlich Frau Plahusch, die das alles organisierte. Sie hat Jahrzehnte in Preungesheim gewohnt und war und ist in der dortigen CDU engagiertes Mitglied. Ihrem Einsatz in den verschiedenen Gremien verdankt der Stadtteil sehr viel. (Bericht: Monika Intrau)

 


29.08.2017

Politischer Frauenstammtisch mit unserem Bundestagsabgeordneten und –kandidaten Prof. Dr. Matthias Zimmer

17Nach der Sommerpause trafen wir uns wieder in den Römerstuben zum politischen Frauen-Stammtisch, dieses Mal mit Prof. Dr. Matthias Zimmer. Wir waren 12 hochinteressierte Frauen. Zunächst steuerte unser Gast die Themen an, die ihm am Herzen lagen und die die nächste Legislaturperiode beherrschen werden. Das werden die Rentenpolitik sein, die Sicherheit im Land aber auch europäische Projekte. Was nütze die beste Sozialpolitik, wenn Europa zerbricht? Alle Hoffnungen ruhen auf dem französischen Präsidenten und die Zusammenarbeit mit ihm. Sicherheitsstrukturen müssen neu in Angriff genommen werden: Vernetzungen müssen funktionieren, neue Techniken bereitstehen und eingesetzt werden, Reibungsverluste durch zu viele Ämter minimiert werden, die Bundeswehr sollte auch in Sicherheitsfragen wie dem Objektschutz einsetzbar sein. Das alles aber beschränkt die Koalitionsverhandlungen. Auf keinen Fall aber dürfe man bequem werden, so Zimmer nach seinem kurzen Statement.

Geboren wurde unser Bundestagsabgeordneter in Marburg als Sohn eines Buchbinders, aufgewachsen ist er aber im Rheinland. Nach dem Abitur, das er in Trier ablegte, studierte er Politikwissenschaft und Geschichte und machte seinen Magister. Seine Examensarbeit musste er gleich zweimal schreiben, weil sich die politischen Verhältnisse mit dem Fall der Mauer und des Ostblocks grundlegend verändert hatten. Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung hatte er seine erste Stelle, 1994 ging er mit seiner Familie für 4 Jahre nach Kanada, 1999 kehrte er zurück und kam ins OB-Büro. Er wurde Referent bei Petra Roth. Heute ist er Landesvorsitzender der CDA und Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses. Die Ausgangssituation für die jetzige Wahl ist die bestmögliche: Vollbeschäftigung, niedrigste 17Jugendarbeitslosigkeit und ein Zuwachs an Stellen.

Auch wir hatten Themen: Gleichstellung von Mann und Frau in Beruf und Gesellschaft, d.h. gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Aufstiegsmöglichkeiten bei gleicher Leistung, bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder und mehr und günstigere Wohnungen. Prof. Dr. Zimmer entwarf ein Szenario, das uns überzeugte: Durch stärkeres Internet könnte das Land wieder attraktiv werden, der Zustrom in die Städte gestoppt und damit bessere Wohnungsbedingungen geschaffen werden. Kostentreiber gegen billiges Bauen sind die Nachhaltigkeitsauflagen, mit denen die meisten gar nicht umgehen können, z.B. im Passivhaus darf nicht gelüftet werden. Das verstehen die wenigsten — auch in den Schulneubauten wird das zum Problem. Grundstücke des Bundes dürfen nur zum Marktpreis verkauft werden, nicht zum Verkehrswert. Das bedarf einer Änderung des Bundeshaushaltsgesetzes. Er versprach, diese Themen bei seinem nächsten Besuch bei uns wieder aufzugreifen.

Frau Cromm, stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union in Frankfurt, hatte unseren Gast herzlich willkommen geheißen und verabschiedete ihn mit gleicher Herzlichkeit. Es war ein gelungener Abend, zudem bei gutem Essen und einem erfrischenden großen Glas Apfelwein. (Bericht: Monika Intrau)

 


26./27.08.2017
Bundesdelegiertentag der FU in Braunschweig: Frauen machen Deutschland stark!

Auf dem Bundesdelegiertentag der FU in Braunschweig war die Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch und wies vor begeistertem Publikum in ihrer Rede auf die Bedeutung der Frauen in unserer Gesellschaft hin. „Nichts gegen Herren im feinen Zwirn, aber so viel Buntheit ist auch schön. Ein toller Anblick“, so ihr erster Eindruck der bunt gemischten, aus allen Landesteilen zusammengekommenen Delegierten der Frauen Union. „Für ein starkes Deutschland brauchen wir die Frauen. Frauen machen unser Land in ganz besonderer Weise stark“, stieg Merkel dann ins Thema ein. Gerade in Kitas, Krippen, Schulen, da wo Kindern ein Rüstzeug mitgeben werde, würden überwiegend Frauen arbeiten. Gleiches gelte für die Pflege. „Wo Menschen für Menschen arbeiten, das ist leider noch immer eine Frauendomäne“.

Den Frauen gebühre Dank. Doch heute geben sich Frauen mit einem einfachen Dankeschön nicht mehr zufrieden. Sie wollen teilhaben. Nicht nur beim Wählen, sie streben auch immer mehr eine Beteiligung an den Entscheidungsstrukturen an. Auch in ihrer eigenen Partei habe man sich damit lange beschäftigt. Bei ihrem ersten CDU-Parteitag 1990 sei die beste Frau noch Heiner Geißler gewesen, scherzte die Kanzlerin. Es habe viele Jahre gedauert, bis alle in der Union begriffen hätten, dass Wahlfreiheit wirklich Wahlfreiheit ist. Und dass Frauen manchmal anders entscheiden würden als Männer denken. Damit noch mehr Frauen wirklich zwischen Familie und Beruf wählen können, forderte Merkel nach dem Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz und Krippe auch einen Anspruch auf Nachmittagsbetreuung für den Grundschulbereich. „All dies dient der Wahlfreiheit. Wir schreiben Familien nicht vor, wie sie leben sollen!“.

Ein weiterer Punkt sei die Teilhabe an den Entscheidungsstellen in Politik und Wirtschaft. Sie befürchte, dass durch die zu erwartenden vielen erfolgreichen CDU-Direktkandidaten eher weniger als mehr Frauen im nächsten Bundestag vertreten sein werden. Darüber müsse man nachdenken. Frauen würden neue Themen mitbringen. „Wir brauchen als Volkspartei die Diversität:  Jung und Alt, Frau und Mann, Arbeitnehmer und Arbeitgeber“. Man brauche ausreichend Frauen in Entscheidungspositionen. Sonst werde das Volk nicht richtig wiedergegeben.

Hinsichtlich der Quote in Aufsichtsräten kündigte Merkel einen verschärften Gang an. Sie sei nicht immer dafür gewesen, habe aber feststellen müssen, dass es auf freiwilligem Wege nicht gehe. Bei den Dax notierten Unternehmen habe die Quote funktioniert. Von den kleineren Unternehmen hätten bei der Prognose viele „Null Prozent Steigerung“ angegeben. Das provoziere, dass wir weitere rechtliche Regelungen machen werden, so Merkel.
Insgesamt gehe es Deutschland gut. Bei ihrem Amtsantritt habe es 5 Millionen Arbeitslose gegeben. 2017 habe sich die Zahl mehr als halbiert. Dies seien immer noch zu viel, vor allem die 1 Million Langzeitarbeitslose. Ein selbstbestimmtes Leben hänge am Arbeitsplatz. Wir müssen allen die Chance geben, die arbeiten möchten. Bis 2025 wolle sie Vollbeschäftigung erreichen. Dafür gebe es aber auch in den Jobcentern noch Optimierungsbedarf. „Die Beschäftigten sind das Rückgrat unserer sozialen Sicherheit. Umso mehr Menschen arbeiten, desto stabiler die Systeme“, so Merkel.

Die modernen Medien seien Segen und Herausforderung gleichzeitig. Sie begrüße als Christdemokratin die verstärkten individuellen Möglichkeiten. Für die Führung einer Volkspartei sei es aber eine Herausforderung. „Wie finden wir noch eine gemeinsame Linie, wenn jeder schon seine Meinung über Facebook geäußert hat?“
In diesem Zusammenhang sprach sie auch die Globalisierung an. Sie dankte der Frauen-Union für die Unterstützung in der Flüchtlingskrise 2015. „Wir haben hautnah erfahren, was Globalisierung bedeutet. Wenn wir uns nicht darum kümmern, was in Afrika passiert, kommt die Welt zu uns. Wir können nicht in Frieden leben, wenn uns alles andere egal ist“, so die Kanzlerin. „Wir müssen alles dafür tun, dass auch woanders gut gelebt wird oder zumindest die Hoffnung auf ein gutes Leben besteht.“
In der Krise sei Europa ein wichtiger Faktor. 26 Partner mit denselben Werten zu haben, sei ein Pfund. Europa stärken, heiße daher Deutschland stärken. Doch was mache uns Deutsche aus? Was ist typisch deutsch? Die Kanzlerin verwies zum einen auf die Vielfalt der Regionen. Jeder lege Wert auf seine Heimat und die Geschichte der eigenen Region. „Die
Bundesvorstand_FUGeschichte zu kennen, ist ein fester Anker in der Zeit der Globalisierung. Unsere Vielfalt ist eine Stärke.“ Zum anderen nannte sie die 25 Millionen Ehrenamtlichen, ob im Sportverein, bei der Feuerwehr oder dem THW. „Der Einsatz für andere prägt unsere Gesellschaft. Darauf können wir stolz sein“, hob Merkel hervor. Insgesamt sei Deutschland ein Land in dem wir gut und gerne leben. An die Delegierten der Frauen Union gewandt forderte sie: „Sie sind alle Botinnen, die diese Botschaft weitertragen sollen“.

Der Vorstand der Bundes-Frauen-Union wurde ebenfalls auf dem Bundesdelegiertentag neu gewählt. Aus Hessen wurde erstmals Sigrid Isser aus Offenbach zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Aus Frankfurt wurde Prof. Dr. Daniela Birkenfeld als Beisitzerin wiedergewählt.

Weiterhin haben die Delegierten der Frauen-Union eine Braunschweiger Erklärung mit den Forderungen für die nächste Legislaturperiode zusammengestellt. Für Familien sind insbesondere eine flexible und lebensphasenorientierte Zeitpolitik, eine finanzielle Entlastung und Förderung sowie eine gute Infrastruktur wichtig. „Frauen wollen nicht nur gleiche Rechte, sondern Gleichstellung in allen Lebensbereichen “, erklärt Annette Widmann-Mauz MdB Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands.

 


19.08.2017
FU-Landesdelegiertentag in Frankfurt: Frauen-Union startet mit Optimismus und Schwung in den Wahlkampf

Mit Optimismus und Schwung startete die Frauen-Union beim Landesdelegiertentag der FU Hessen am 19.08.2017 in den Wahlkampf. Die Gäste erwartete eine interessante Talkrunde rund um das Motto "Die Hessinnen kommen - starke CDU-Frauen in Stadt, Land und Bund". Ins Gespräch kamen die saarländische Ministerpräsidentin und stellvertretende FU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer mit den Direktkandidatinnen für die Bundestagswahl: Dr. Katja Leikert, Patricia Lips, Dr. Astrid Mannes und der Frankfurterin Bettina Wiesmann sowie der Frankfurter Oberbürgermeisterkandidatin Dr. Bernadette Weyland.

Im Anschluss stellten sich die hessischen Listenkandidatinnen für die Bundestagswahl 2017 den Delegierten und Gästen vor. Allen voran die ehrenamtliche Stadträtin Albina Nazarenus-Vetter aus Frankfurt.

Die hessischen Direktkandidatinnen für die Bundestagswahl 2017 sprachen sich ebenso wie die Delegierten für sichere Perspektiven für Familien sowie eine gleiche Teilhabe für Mädchen und Frauen aus. 21 Ziele wurden benannt und in der "Frankfurter Erklärung" verabschiedet.

Wir wünschen allen Kandidatinnen und Kandidaten viel Erfolg bei der bevorstehenden Bundestagswahl und werden sie mit Kräften unterstützen.

 

 

 

 


27.06.2017
Politischer Frauenstammtisch

Am letzten Dienstag im Juni, dem 27.06., trafen wir uns wieder zum politischen Frauenstammtisch. Jeder, der Lust hat, darf kommen und jeder darf gerne interessierte Gäste mitbringen. Dieses Mal war die Dezernentin für Bildung und Integration, Frau Weber, eingeladen. 12 Interessierte saßen erwartungsfroh um den großen Ecktisch, wollten etwas über neue Schulen, neue Schulstandorte, Sanierungskonzepte für in die Jahre gekommene Schulgebäude u.v.m. erfahren. Als es halb acht Uhr war, ahnten wir schon, dass es nichts werden würde mit den interessanten Schulthemen. Dann wurde uns die Nachricht übermittelt, sie könne nicht kommen — also blieben wir unter uns und verbrachten zwei unterhaltsame Stunden bei gutem Essen und einem Glas Wein bzw. Apfelwein. Da wir ja ein politischer Stammtisch sind, war die örtliche Politik Thema.

Aus dem Ostend erzählte voller Begeisterung Frau Herzog von den dortigen Aktivitäten: Vorstandvorsitzender der CDU Ostend ist seit neuem Herr Bodo Pfaff-Greiffenhagen von Beruf Kriminalbeamter. Er sei sehr rührig und mitreißend, organisiere Auftritte der CDU auf Festen und zeige mit seiner Truppe überall Präsenz, wie z.B. auf der Dippemess und auf dem Nachbarschaftsfest am Paul Arnsberg- Platz, wo die Vereine und auch die Parteien Stände beschicken. Der CDU-Stand wurde sehr gut angenommen. Alle hatten großen Spaß, wie bei den Spaziergängen durch das Ostend, der letzte sogar mit Frau Dr. Weyland, unserer OB-Kandidatin. 2.500 Flyer wurden in die Briefkästen verteilt, ein tagelanger Einsatz lohnte sich aber; denn die Resonanz war groß. Über 40 Personen kamen zum ersten Rundgang, beim zweiten waren es immer noch 30. Es ging dabei nicht nur um Problemfelder, sondern auch Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten wie den Schwedlersee, die „Sinfonie modern", das Hoch'sche Konservatorium und die Metzgerei Greff-VöIsing. Überall hat sich die CDU-Ostend bekannt gemacht und alle waren begeistert. Dieser Bericht ließ auch andere aufhorchen und an die Umsetzung in einem anderen Stadtgebiet denken. Frau Herzog hat jede Unterstützung angeboten.

Vom Ostend ging es nach Niederrad, wo Frau Iwanowski um die ausreichende Präsenz der CDU seit 45 Jahren erfolgreich bemüht ist. Hier entstand in den letzten Jahren auf einem freien Platz der sogenannte „Wilde Sommer“: mit der finanziellen Unterstützung durch den Ortsbeirat wurden Sanitäreinrichtungen geschaffen und der Platz für Stände hergerichtet. Alle sind willkommen: Kirchen, Parteien, Vereine, kommerzielle Anbieter. Sie alle tragen zur Belebung des Platzes bei und damit auch zu der des Stadtteils. Zur Zeit läuft die Umgestaltung der Bürostadt Niederrad in ein Wohngebiet. Es fehlt aber noch an einer bestimmten Infrastruktur, wie Schulen, Kitas usw. Frau Iwanowski ist seit Jahrzehnten über die CDU-Niederrad aktiv im Stadtteil. Zunächst begann ihr Wirken für den Stadtteil mit der Arbeit für die katholische Kirche. Dort kümmerte sie sich erfolgreich um ein neues Altenheim als Seniorenstadtteilbeauftragte. Ihr Augenmerk liegt dabei auch auf den altengerechten Wohnungen, für deren Bau sie sich einsetzt. Frau Iwanowski ist in der CDU sozial außerordentlich engagiert. Das betrifft auch ihre Unterstützung für die „Fleckenbühler" eine Einrichtung, die von den trockenen Alkoholikern getragen wird, und deren Mitglieder Handwerksarbeiten für andere übernehmen für einen geringen Beitrag.

Frau Plausch ist in Eckenheim und in Preungesheim eine Institution. 50 Jahre wohnte sie in Eckenheim, kennt alles und jedes. Ihr Engagement begann bei den Kindern, für die sie sich einsetzte. Es war der Kinderspielplatz an der Gederner Straße. Sie ging zum Ortsbeirat, um eine Entwässerung zu erwirken, hatte Erfolg und wurde bekannt damit. Andere kamen und sie half und hilft noch immer - auch wenn sie den Vorsitz im Vereinsring nun in jüngere Hände gab. Sie wurde Kinderbeauftragte für Eckenheim, Preungesheim und Bonames. Sie war drei Legislaturperioden im Ortsbeirat, acht Jahre Sozialpflegerin, davon sechs Sozialbezirksvorsteherin, elf Jahre Lesehilfe in der Münzenberger Schule, 13 Jahre im Vereinsring, mit dem sie 33 Straßenfeste organisierte, 36 Jahre lud sie zum Martins Kaffee ein ins Haus Ronneburg. Ganze Generationen hat sie mir ihrem Engagement unterhalten, unterstützt und der CDU nahegebracht. Sie ist das Gesicht der CDU im Frankfurter Norden. (Bericht: Monika Intrau)

 


22.06.2017
Frauen-Union und CDU-Nied unterwegs mit dem Heimat- und Geschichtsverein Nied e. V entlang der Stadtteil-Grenze Frankfurt am Main-Nied mit anschließender Besichtigung des Heimatmuseums

Am 22.06.2017 lud die Fauen-Union Frankfurt am Main zusammen mit der CDU-Nied zum Grenzgang in dem geschichtsträchtigen Stadtteil zwischen Nidda und Main ein.

Das Wetter war stürmisch und nicht ohne Gefahren auf dem Weg zur Niddamündung in den Main von herabstürzenden Baumästen getroffen zu werden. Also beschloss man nach einer kurzen Einführung beim Treffpunkt am Nieder Rathaus mit Blick auf die ehemalige Simultankirche, der Christuskirche und der Bezeichnung der ehemaligen Gelatinefabrik direkt in das Heimatmuseum zu gehen. Dort unterfütterte Dieter Kruska die Bilder und Modelle mit den geschichtlichen Fakten und Daten.

Besonderes Interesse fanden das ehemaligem Denkmal (1937 – 1965), von dessen Plattform noch die Reste des bis 1931 mit Eröffnung der Griesheimer Schleuse genutzten Nadelwehrs zu sehen sind. Aus dieser Zeit stammte auch das Kettenschlepperschiff, das aufgrund seines Hornklangs "Maakuh" genannt wurde.

In Richtung Wöhrtspitze befindet sich als letzte Überquerung über die Nidda die sog. „Gaasebrick“, die ihren Namen durch die Ziegen erhielt, welche von den Höchster Bauern auf den Nieder Grund zum Grasen getrieben werden durften.

All dies, wie der ehem. Standort des Dampfsägewerks, der zur Römerzeit der Ziegel-Verladung diente sowie der Schwedenpfad als Gelände der römischen Militärziegelei bis zurück zum Rathaus über die Nidda-Straßenbrücke, die seit 1824 Steinbrücke ist sollten schließlich zur Inspiration dienen, einmal individuell oder als Familienausflug diese alten historischen Stätten des Frankfurter Stadtteils Nied zu erkunden.

Schließlich konnte dennoch eine kleine Wanderung entlang der Eisenbahn-Steinbogenbrücke als älteste noch im Urzustand befahrene Brücke dieser Art zur Gaststätte „Zur Waldlust“ erfolgen, wo sogar die Schlussrast im Freien - und diesmal gefahrlos - unter Kastanienbäumen stattfinden konnte. (Bericht: Marita Schäfer)

 


19.06.2017
Frauen-Union Frankfurt besichtigt die Abubakr-Moschee in Frankfurt Hausen

Moschee Hausen_4Am Montag, den 19.06.2017 trafen sich interessierte Damen der Frankfurter Frauen-Union vor der Abubakr-Moschee in Hausen, um diese zu besichtigen. Die CDU Ortsvorsteher des Stadtteils Hausen schlossen sich dieser Veran-staltung gerne an. Wir waren von dem prächtigen Bau sehr beeindruckt, aber auch von der Ungezwungenheit, mit der sich die Mitglieder der Gemeinde in der Moschee bewegten und insbesondere die Kinder, die hier ihren Religions-unterricht bekamen oder auch eine Hausaufgabenhilfe für die deutsche Schule. Alle waren ins Gemeindeleben hier gut integriert. Wir wurden freundlich aufgenommen, bekamen zum Schluss auch noch wunderbaren Pfefferminztee und Kekse. Für uns Moschee Hausen_1alle war der Nachmittag ein Erlebnis.

Aber nun der Reihe nach: Begrüßt wurden wir von Herrn Seddadi, der uns auch gleich mit der Entstehungsgeschichte der Moschee vertraut machte. Nordafrikanische Studenten, insbesondere ägyptische und marokkanische, gründeten 1976 einen Verein mit dem Ziel, eine Moschee zu errichten. Bis 1978 hatten sie in einer katholischen Kirche einen Raum bekommen, in dem sie ihren Gottesdienst feiern konnten. Später war es ein größerer Raum in der Sophienstraße. 1995 kauften sie das Gelände, auf dem die Moschee heute steht. Nach sechsjähriger Bauzeit konnte die Moschee 2007 eingeweiht werden. Ihr Name geht auf den ersten Kalifen zurück. Das Innere des Gotteshauses ist weitläufig und vielgestaltig. Wunderbare Teppiche bedecken den Boden des Gebetsraums, aber erst die Lampen über-strahlen alles. Die orientalischen Arabesken als Stilelemente beeindruckten außerordentlich. Sie waren, wie wir erfuhren aus Gips hergestellt wie der Stuck unserer Nobelhäuser. Sie sahen wie aus Holz reich geschnitzt aus und waren schon ein kleines Märchen aus Tausend und einer Nacht. Die Kacheln an den Wänden kamen aus Spanien, die Teppiche übrigens aus der Türkei und die ganz besonderen Lampen aus Marokko. Die Kosten des Baus sind über Spenden von Mitgliedern, aber aus von den arabischen Emiraten finanziert. Vieles wurde auch von Mit-gliedern selbst gefertigt.

Moschee Hausen_2Drei Imame beschäftigt der Moscheeverein, zwei aus Marokko und einen aus Ägypten. Nur einer von den drei Imamen predigt, ähnlich wie wir es aus der Kirche kennen, die anderen beiden rezitieren die Suren aus dem Koran. Gepredigt wird in arabischer Sprache und in deutscher. Das Gebet wird von einem Imam geleitet, der aber nicht predigt. Er muss den Koran auswendig können. Der Prediger ist Theologe. Der fromme Moslem betet fünfmal am Tag, beginnend um vier Uhr morgens, um 13.30 Uhr, 17.30 Uhr und weitere zweimal am Abend und am Spätabend. Die Frauen nehmen ebenfalls teil, sitzen aber in Räumen über dem Gebetsraum. Das sind sie so gewöhnt, sie könnten aber auch unten mit den Männern beten. In den Kinder- und Jugendgruppen sind Jungen und Mädchen nicht getrennt. Das haben wir miterlebt. Dass man in Richtung der Kaaba betet, versteht sich von selbst Die Moschee ist ein reines Gotteshaus. Es dient nicht zu persönlichen Feiern wie z.B. einer Hochzeit. Dennoch war ein Hochzeitsstuhl aufgebaut, auf dem die Braut zur Eheschließung Platz nimmt.

Natürlich diskutierten wir auch über religiöse Riten, über das Tragen des Kopftuchs, die Rolle der Frau, die Integration der Familie hier, die Förderung der Kinder in der Schule und stellten fest, wie weltoffen die Gemeinde ausgerichtet ist, ohne ihre Religion geringzuschätzen. Der Islam ist natürlich eine lebendige Religion und so unterschiedlich sind zum Teil auch die Auslegungen des Korans. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Frau Hornung, bedankte sich am Ende der Führung sehr herzlich bei den beiden Mitgliedern des Vorstands für die Zeit und das Engagement, das sie uns entgegenbrachten. (Bericht: Monika Intrau)

 

 


30.05.2017
Politischer Frauen-Stammtisch

Zahlreiche Damen trafen sich auch im Mai wieder zum politischen Frauenstammtisch. In gemütlicher Runde wurde über die große und kleine Politik, allgemeine Themen und das Leben in und um Frankfurt gesprochen und mitunter lebhaft diskutiert. Auch Neuigkeiten aus dem Stadtgeschehen und den Stadtteilen wurden eifrig ausgetauscht.

 

 

 


20.05.2017
Frauen Union diskutiert mit Frau Alewtina Schuckmann über „Die Stellung der Frau im Islam“

20170520_110918Am Samstag, den 20. Mai 2017 ging es knapp drei Stunden über den Islam, seine Entstehungsgeschichte, seine patriarchalisch geprägte Gesellschaft, die Rechtsschulen, das Familienrecht, die Sexualität im Islam, das Verschleier-ungsgebot, die Polygamie und um kontroverse Koranstellen - also ein aktuelles und vieldiskutiertes Thema. Referentin war Frau Alewtina Schuckmann, die hier in Frankfurt Ethnologie, Religionswissenschaft und Kunstgeschichte studiert und ihre Magisterarbeit über die „Rechte der Frauen in Marokko“ schrieb.

Frau Cromm, stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union Frankfurt, begrüßte die Referentin. Das Sitzungszimmer war bis auf den letzten Platz besetzt, vor allem jüngere Frauen waren gekommen. Die meisten der hier lebenden islamischen Frauen kommen aus der Türkei, dem Balkan und Nordafrika. Sie sind Alewiten (13%), Sunniten (74%) und Schiiten (7%). 96% der Asylbewerber des Jahres 2015 kamen aus Syrien.

Mohammed (570-632) war der Religionsstifter. Der Koran wurde unter dem Kalifen Uthman in den Jahren 650-656 verschriftlicht. Mohammed predigte gegen die mekkanischen Götzen-diener. 630 nahm er Mekka ein und zerstörte sie. Die Expansion des Islam erfolgte durch die vier Kalifen Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali, seinen Schwiegersohn. Um die Nachfolge gab es Streit, Ali wurde es, wurde aber später ermordet.

Was die Rechtsprechung anbelangt, wurde besonders auf das Familienrecht eingegangen. So gibt es nach klassischem islamischen Recht drei Möglichkeiten der Ehescheidung: Tolaq, Khol und Tathiq. Bei der ersten Form wird die Ehe geschieden, wenn der Mann dreimal den Satz ausgesprochen hat: „Ich verstoße Dich!" Die Verstoßung erfolgt ohne Angabe von Gründen und ohne Mitgabe der Mitgift. Bei der letztge-nannten Form erfolgt die Scheidung mit gegenseitigem Einverständnis. In einigen der islamischen Ländern wird das Familienrecht zur Zeit reformiert, so z.B. in Marokko. Bei der Erbfolge erbt der Sohn doppelt so viel wie die Tochter.

Sexualität ist im Islam kein Tabu, aber nur im Rahmen der Ehe gestattet. Wer es sich leisten kann, soll heiraten. Die anderen sollen keusch leben. Wenn sich eine Frau dem Mann verweigert, wird sie von Engeln verflucht bis sie am nächsten Morgen aufsteht. Außereheliche Sexualität ist verboten. Bei Unzucht folgen bis zu 100 Peitschenhiebe. Es herrscht ein patriarchalisches Geschlechterkonzept.

Textfeld:   Die unterdrückte Frau – Ansichtssache
 
Verschleierungsgebot besagt, dass sexuelle Reize bedeckt sein sollen (Suren 29 und 31). Nur dem Ehemann gegen-über gilt es nicht. Die gläubige Frau soll die Augen niederschlagen bei ihm und darauf achten, die Scham zu bedecken und keinen Schmuck sichtbar zu tragen. Da der Koran ur-sprünglich auf Arameisch geschrieben war und in dieser Sprache Haare gleich Schmuck bedeuten, wurden diese mit einem Schleier bedeckt. Es gibt verschiedene Formen der Verschleierung von der Schalla, einem langen Schal, der um den Kopf gewickelt wird und dessen Ende über die Schultern fällt, bis zur Burka, der Vollverschleierung. Nach dem arabischen Frühling wurden auch die Bekleidungsformen geändert und angemessener gestaltet.

Polygamie: Vielweiberei: Bis zu vier Frauen darf ein Mann heiraten (Koran Sure 4(3)). Witwen sollten dadurch versorgt werden. Alle Frauen sollten gleich-berechtigt behandelt werden.

In der Ehe gilt eine klare Rollenverteilung. Die Erziehung von Jungen und Mädchen ist unterschiedlich. Jungen genießen eine größere Bewegungsfreiheit als Mädchen. Mädchen werden auf ihre spätere Rolle als folgsame Ehefrau und sorgende Mutter vorbereitet. In manchen Suren wird das Schlagen der Ehefrau gebilligt, wenn sie sich auflehnt. „Wenn sie wieder gehorsam ist, dann unter-nehmet nichts gegen sie" (Sure 4(34)). Im Leben hier gelten Vorschriften, vor allem im beruflichen Bereich, die das Tragen von Schleiern und Kopftüchern einschränken und die Trennung von Ehen regeln.

Die Diskussion anschließend war sehr intensiv. (Bericht: Monika Intrau)

 


09.05.2017
Führung durch das Eintracht-Museum und das Commerzbank-Stadion zum Thema „Politische Eintracht“

DSCF2913Um es gleich vornweg zusagen, es war eine tolle Veranstaltung. Zu verdanken war dies dem Stadionmanager Matthias Thoma, der uns durch die Katakomben, auf die Ränge, zu dem „heiligen" Rasen führte und viele Schmankerln von den einzelnen Spielen und Spielern zu erzählen wusste. Es war ein kurzweiliger Nachmittag.

Aber los ging es mit einem Glas Sekt, mit dem wir auf den erwünschten Sieg der Eintracht beim Pokalspiel anstießen. Die Eintracht ist inzwischen eine internationale Truppe. Sie begann in dieser Spielzeit fulminant, liegt aber jetzt im Mittelfeld. 1899 als Frankfurter Fußballverein Victoria gegründet, änderte sie ab 1920 diesen Namen und wurde zur Eintracht. War zunächst der FSV der erfolgreicherer Verein, so überholte die Eintracht ihn bereits 1930. Sie hatte in den 30er Jähren eine große Fangemeinde, die ihre Spieler die „Schlappekicker" nannte, was wohl daher kam, dass die meisten, nämlich mehr als die halbe Liga Mannschaft bei einer Schuhfirma arbeitete, deren Chef ein Eintracht Fan war und ihnen Geld und Freizeit gab, so dass trainiert werden konnte, ohne auf Lebensunterhalt verzichten zu müssen. 1932 siegte diese Truppe gegen Bayern München 2:0. Schon damals waren alle Spiele hochemotional. Nicht selten kam es zu Ausschreitungen. Ab 1937 mussten die jüdischen Spieler aus der Mannschaft ausscheiden. Heute wurden für zwei von ihnen, Max Gigulski und Julius Lehmann, Stolpersteine im Riederwald verlegt, an jenem Ort, wo sie besonders  häufig trainierten. 1959 wurde die Eintracht Deutscher Meister in Berlin. Die Eintracht gewann auch schon den Europapokal mit dem 6:1 Sieg gegen die Glasgow-Rangers im Jahr 1960. 1988 wurde der DFB-Pokal geholt und 1980 der UEFA-Cup. Meisterschale und die verschiedenen Pokale konnten wir im Eintracht Museum bewundern.

DSCF2878Was gehört nun alles zum Stadion? Nicht erwartet hätten wir eine Kirche mit einem dazugehörigen Pfarrer. Eintracht Fans können sogar hier heiraten. Dann ging es zu den Katakomben mit den Umkleidekabinen - zu jeder Halbzeit gibt es ein frisches Trikot. Es gibt eine Mix Zone für Interviews mit der Werberückwand der Sponsoren. Hier erfolgt auch die Reihung, in der man ins Stadion einläuft. 51.500 Personen fasst das Stadion auf Sitz- und Stehplätzen. Die UEFA schreibt zwar ohne Stehplätze vor, doch das würde dem Spiel die Emotionen nehmen. Nun zum „heiligen“ Rasen. Er ist beheizt und mit Drainagen geschützt vor Überschwemmungen. Greenkeeper, also Gärtner, sorgen für die richtige Qualität. Der Rasen hält ein Jahr. Er wird nicht nur durch die Spiele sehr in Anspruch genommen, sondern auch durch weitere Veranstaltungen. Das Stadion verfügt natürlich auch über einen Presseraum, darunter befinden sich die Parkplätze. Außerhalb des Stadions befinden sich große Türme. Sie pusten Frischluft in die Gebäude und in die Tiefgarage. Der Blick von der Pressetribüne war einzigartig. Die Video-Überwachung ist sehr genau.

Frau Hornung bedankte sich für die wunderbare und lehrreiche Führung bei Herrn Thoma und bei Ann-Kristin Müller aus unserem Vorstand, die diese Veranstaltung organisiert hatte. (Bericht: Monika Intrau)


25.04.2017
Die Bundestagskandidatin und Landtagsabgeordnete Bettina Wiesmann zu Besuch beim Politischen Frauenstammtisch

IMG_8822Am 25.04.2017 trafen sich die politisch interessierten Damen der Frankfurter Frauen-Union zum monatlichen Stamm-tisch in der Weinstube am Römer. Die Nachfrage war so groß, dass unsere Ecke kaum ausreichte und wir eng zusammenrückten.

Zu Gast war diesmal unsere Landtagsabgeordnete Bettina Wiesmann, die für den Deutschen Bundestag kandidiert. Sie steht für Familienpolitik, für familiäre Freiheit ohne Einengung durch den Staat und der eigenen Entscheidungsfreiheit, nach der jeder sich für sein Lebensmodell entscheiden kann. Kinderbetreuung ist wichtig, es muss aber der Familie freigestellt bleiben, für welche Art der Betreuung sie sich entscheidet.
Eines ihrer Schwerpunktthemen als Landtagsabgeordnete war und ist die Schulpolitik. Sie ist Ländersache, doch auch in Berlin kann einiges geregelt werden. Durch Vergleiche der Länderergebnisse sehen wir, dass die CDU geführten Länder die besten Schulergebnisse vorweisen können. In Bayern gibt es noch die Hauptschule, von dort kann bis auf die Universität gewechselt werden und es gibt in Bayern deutlich weniger Studienabbrecher.

Aber auch zahlreiche weitere Themen wurden angesprochen:

Auch für Wirtschaftsthemen setzt sie sich ein, denn nur mit wirtschaftlichem Erfolg ist es möglich, unseren sozial-politischen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Wirtschaftskraft ist in unserem Land in den letzten Jahren angestiegen, ihr verdanken wir unseren Wohlstand. Zusammenhalt ist wichtig. Die Wirtschaftsmigration muss bestens gesteuert werden. Wieviel Heterogenität kann es geben, ohne dass der Zusammenhalt darunter leidet. Der Rechtsstaat muss für alle verbindlich sein, die Regeln für alle gleich. Wer zu uns kommt, muss auch unsere Grundwerte akzeptieren.

IMG_8820Das Ehegattensplitting hilft Paaren bei dem das Gehaltsniveau unterschiedlich ist, von 50% des gemeinsamen Einkommens wird die doppelte Steuer berechnet, d.h. viele bleiben unterhalb des hohen Progressions-Steuerprozentsatzes. Die CDU steht für die Familien und somit auch für das Ehegattensplitting. Bürgergeld und Kindergrundsicherung sind teure Modelle und gehen zu Lasten der Ehe.

Der Sicherheit hat die CDU schon immer viel Aufmerksamkeit gegeben. Sicherheit können Staaten nur gemeinsame erreichen, trotzdem muss nicht vergemeinsamt werden. Wir in Europa bleiben eigenständige Staaten und kooperieren miteinander, aber auch mit den USA. Wir sind stark genug, um schwierige Präsidenten der anderen Staaten zu überdauern.

Im Anschluss begann eine rege Diskussion über die Themen IT + Computer. Ab welchem Alter sollen die Kinder eingeführt werden? Was sollte zusätzlich in den Lehrplan aufgenommen werden? Wie wichtig ist ein geschlossenes Netz pro Schule? Wie viele Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse verträgt eine Schulklasse? Wie können wir Althergebrachtes mit Modernem verbinden? Wie können die Unterschiede der Kinder in einer Schulklasse berücksichtigt werden? Wo ist die Grenze der Heterogenität?

Es war ein sehr interessanter Abend. Vielen Dank an Bettina Wiesmann. Wir wünschen ihr ein herausragendes Wahlergebnis mit einem Direktmandat für den Bundestag. (Bericht: Monika Intrau)

 


28.03.2017
Politischer Frauenstammtisch mit den Damen von „Frankfurt hilft“
(Koordinierungsstelle für ehrenamtliches + freiwilliges Engagement für Geflüchtete)

Zum politischen Frauen-Stammtisch der FU am 28. März 2017 in der Weinstube am Römer waren Vertreterinnen der Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement für Geflüchtete eingeladen. Frau Dilek Akkaya und Frau Anita Heise, die beiden Leiterinnen waren der Einladung gefolgt. Sie wurden von Frau Metzner sehr herzlich begrüßt.

17Viele waren gekommen und ließen sich informieren über Entstehung und Aufgaben des Projekts. Initiiert wurde die Anlaufstelle von der Sozialdezernentin, Frau Prof. Dr. Daniela Birkenfeld. Es sollte in der Hochzeit der Flüchtlingswelle eine Koordinierungsstelle für die Helferinnen und Helfer geben. Zehn Frankfurter Stiftungen entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieses Projekt, um die Arbeit für die Flüchtlinge zu organisieren. Vor allem die Wohlfahrtsverbände engagieren sich dabei. Das Projekt fußt ausschließlich auf ehrenamtlicher Arbeit. Alle brachten ihre Ideen, ihre Möglichkeiten und ihre Ressourcen ein. Es ging darum, das Engagement schnell sichtbar zu machen und Hilfen zu koordinieren. Die Hilfsbereitschaft sei gigantisch gewesen, so Frau Akkaya und Frau Heise. Insgesamt seien 70 Initiativen in das Thema eingebunden gewesen. Viele halfen und helfen immer noch, auch ohne in Initiativen eingebunden zu sein. Experten werden eingekauft, die in Veranstaltungen vortragen. 50 Veranstaltungen wurden bislang für die Helferinnen und Helfer in den Verbänden und Initiativen angeboten. Von den ca. 3.000 hier angekommenen Flüchtlingen sind die meisten noch in der Phase des deutschen Spracherwerbs und des Einlebens.

Was bieten die Ehrenamtlichen? Das sind Deutschförderung, Patenschaften, Berufsförderung, Hilfe zur Selbsthilfe, Sach- und Zeitspenden, Vernetzung und Austausch. Wie kann sich der Einzelne engagieren? Er kann sich einer Initiative anschließen, durch Spenden die Arbeit unterstützen, Unterstützung beim Deutschlernen bieten, bei der Hausaufgabenbetreuung, in der Alltagsbegleitung oder in der Freizeitgestaltung aktiv werden.

„Frankfurt hilft“ ist ein Projekt des Frankfurter Arbeitsmarkt-programms (FRAP), das nach einer längeren Vorbereitungsphase am 22.09.2015 startete.

Die Diskussion war sehr angeregt, weil das Thema viele berührt. Allgemein fand die Initiative große Bewunderung, weil sie Ordnung und Struktur in das hohe Flüchtlingsaufkommen gebracht hat. Auf der anderen Seite wurde auch die Sorge geäußert, dass die Integration so vieler kaum zu bewältigen sei und sehr hohe Kosten verursache. Auch die Unterbringung in Wohnungen sei eine große Herausforderung, da der Wohnungsmarkt schon ohne die Flüchtlinge wie leergefegt ist. Die finanzielle Unterstützung und der Nachzug von Familienangehörigen werde weitere Probleme bereiten. Dass es aber bisher doch so einvernehmlich gelaufen sei, sei die Leistung des Projekts „Frankfurt hilft“. Es wurde vieles unauffällig geregelt. Der Austausch der Positionen in unserer Gruppe ließ am Ende alle zufrieden heimwärts ziehen. (Bericht: Monika Intrau)

 


10.03.2017
Frauen Union auf dem Städtischen Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages im Frankfurter Römer

17Zahlreiche Damen der Frankfurter Frauen-Union nahmen zusammen mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen und –initiativen die Einladung des Frauenreferates der Stadt Frankfurt a.M. an und besuchten den Internationalen Frauentag im Frankfurter Römer. Die Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) rief die Frankfurterinnen im Kaisersaal auf, sich mehr denn je für ihre Rechte einzusetzen, da derzeit hart Erkämpftes in Frage gestellt werde. Das sollten die Frauen nicht zulassen. In Polen, der Türkei, Russland und den Vereinigten Staaten habe sich in den vergangenen Monaten der „Mechanismus eines anti-emanzipativen ideologischen Roll-Backs“ gezeigt. Eine solche Entwicklung hätte kaum einer für möglich gehalten. Sie wies darauf hin, dass sich das Bemühen, die Kluft zwischen den Geschlechtern zu überbrücken dramatisch verlangsamt habe – dies zeige auch eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Nach dieser hätten Frauen in wirtschaftlichen Belangen „nur gut halb so viele Möglichkeiten wie Männer“. Im internationalen Ranking um die Gleichstellung der Geschlechter rutsche 17Deutschland weiter ab. Island stehe an der Spitze, gefolgt von den anderen skandinavischen Ländern. Auch in Frankfurt seien immer weniger Frauen in den politischen Gremien vertreten. Noch im Jahr 2011 habe der Anteil der Frauen im Magistrat fast 50 % und im Stadtparlament 43 % betragen. Damals hätten 3 Frauen Spitzenpositionen im Römer eingenommen. Heute gibt es an der Spitze der Stadt keine einzige Frau, und im Parlament machen die Frauen nur noch 40 % aus. Im Magistrat ist der Frauenanteil auf 36 % gesunken. Die Frauendezernentin kündigte an, dass sie und das Frauenreferat angesichts dieser Situation und des generellen Gegenwinds gegen Frauen- und Genderpolitik das Thema „Frauen und Politik“ künftig in den Mittelpunkt rücken würde.

Anschließend diskutierten die anwesenden Damen in geselliger Runde über das Gehörte und verbrachte einen netten Abend im Frankfurter Römer.


20.-23.02.2017
Bundespolitische Informations-Fahrt mit dem CDU Stadtbezirksverband Nied zu dem Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Zimmer nach Berlin

Gemeinsam mit Mitgliedern der CDU Nied folgten etliche Damen der Frankfurter Frauen-Union einer Einladung unseres Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Matthias Zimmer und nahmen vom 20.-23.02.2017 an einer politischen Informationsreise nach Berlin teil. Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hatte für die Gruppe an den vier Tagen ein dichtes Programm zusammengestellt.

Wichtige Programmpunkte waren:

-       Informationsgespräch im Stasi-Museums Berlin-Lichtenberg mit DDR-Zeitzeuge Michael Bradler, der seine Erfahrungen auch als Buch veröffentlichte unter dem Titel: Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden

-       Informationsgespräch und Führung durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen Zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi.

-       Ein Besuch im Museum für Film und Fernsehen sowie ein interaktiver Ausflug durch 800 Jahre Hauptstadtgeschichte im privatwirtschaftlich ge-führten Museum „The Story of Berlin“. Bemerkenswert hierbei: diese Erlebnisausstellung erhält keine staatlichen Subventionen und trägt sich selbst.

-       Eine äußerst informative Stadtrundfahrt, die wegen ihres Umfangs an zwei aufeinander folgenden Tagen in zwei Teilen stattfand.

-       Besuch des Bundesrates mit umfassenden Erläuterungen seiner Aufgaben und einer Führung durch das Haus unter architektonischen Gesichtspunkten.

-       Den Höhepunkt der Reise bildete die Besichtigung des Reichstags, vor allem des Plenarsaals des Bundestages, wo die Gruppe einem aufschlussreichen Vortrag über Aufgaben und Arbeit des Parlaments zuhören konnte.

-       Sowie anschließend ein Gespräch mit Prof. Dr. Matthias Zimmer. Er vermittelte uns einen Eindruck von seinen Aufgaben und Pflichten als Bundestagsabgeordneter und nahm sich danach noch die Zeit, Fragen aus der Runde zu beantworten und besuchte mit der Gruppe gemeinsam die Glaskuppel des Gebäudes, von wo aus wir einen wunderbaren Panoramablick auf die Bundeshauptstadt genossen. Wir hatten Glück, denn das Wetter meinte es kurzzeitig gut mit uns.

Trotz ziemlichem Mistwetter verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr informative, abwechslungsreiche und eindrucksvolle Tage nicht zuletzt dank der ausgezeichneten Organisation des Presse- und Informationsamtes. Auf der Rückfahrt nach Frankfurt mit dem ICE gab es für alle Mitreisenden noch reichlich Gelegenheit, sich über gehabte Erlebnisse und Eindrücke auszutauschen. (Bericht: Gabi Cappel)

 


23.02.2017
Frauen Union zu Besuch im Komturhaus, dem Sitz der Stiftung für „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V."

Am Donnerstag, den 23. Februar 2017, trafen wir uns mit dem Vorstand der Stiftung „Hilfe für krebskranke Kinder“ im Komturhaus in der Komturstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Universitätsklinikums mit der Kinderkrebsstation. Frau Plahusch hatte den Besuch vorbereitet, für den sie über Jahre gesammelt hatte und so wie viele andere auch damit finanziell unterstützte. Sie begrüßte Frau von Haselberg, die Ehrenvorsitzende, und Frau Reinhold-Kranz, die Vorstandsvorsitzende. Der Verein besteht seit über 20 Jahren und ist, wie Frau Reinhold-Kranz sagte, eine Schicksalsgemeinschaft. Der Verein soll betroffenen Eltern helfen, in der schwierigen Situation Hilfe und Trost zu erfahren. So können Eltern im Komturhaus übernachten und damit in einer kritischen Phase ihr Kind täglich besuchen. Zu der vom Verein geleisteten Hilfe gehören Betreuung, Gesprächskreise sowie Erholung in den Ferienhäusern des Vereins. Das Familienzentrum ist somit Wohnort auf Zeit, Treffpunkt, Entspannungsort und Informationsstelle. Der Verein finanziert zusätzliche Ärzte, Schwestern, Erzieherinnen und Pädagogen und das sowohl in der Kinderkrebsstation als auch im Familienzentrum, dem Komturhaus.

Der Verein arbeitet ohne Zuschüsse, rein ehrenamtlich. Angestellte werden aus Spendenmitteln finanziert. Zu den Spenden zählen auch Sachspenden. So fährt eine Jugendgruppe einmal im Jahr in ein Hotel am Tegernsee. Eine Hotelgruppe stellt für 18 Jugendliche die Hotelbetten kostenlos zur Verfügung. Der Verein organisiert einmal wöchentlich ein besonderes Frühstück auf der Kinderkrebsstation für Eltern und Kinder, richtete auf dieser Station eine Küche ein und stattete sie aus, damit von Zeit zu Zeit den Kindern ihre gewünschte Lieblingsmahlzeit gekocht werden kann. Der Verein finanziert die Clown-Doktoren, die zweimal in der Woche den Kindern Spaß bereiten

In den über 20 Jahren seines Bestehens hat der Verein unglaublich viel geleistet. Er hat nicht nur für die vielen Leistungen, die er heute anbietet, das nötige Geld gesammelt, sondern hat auch mit seinem zwischenmenschlichem Engagement Betroffenen geholfen, mit der Krankheit fertig zu werden, die für die Familien eine große Belastung darstellt. Wenn auch inzwischen 80% der an Leukämie erkrankten Kinder geheilt werden können, so dauert dieser Prozess Jahre, verbunden mit vielen Hochs und Tiefs. Geschwisterkinder fühlen sich benachteiligt, das Familienleben findet nur noch eingeschränkt statt. Auch hier hilft der Verein, vor allem durch Gesprächskreise. So gibt es auch Angebote für trauernde Angehörige, wie die Gruppe „Trauernde Geschwister“ und „Trauernde Eltern".

Am ersten Sonntag des Monats treffen sich die türkischen Eltern, die jungen Patienten und ihre Geschwister im Familienzentrum, dem Komturhaus. Sie bringen türkische Spezialitäten mit und können sich in ihrer Sprache austauschen. Das betrifft insbesondere jene türkischen Eltern, die aus der Türkei zur Behandlung ihres Kindes anreisen und mit der deutschen Sprache nicht vertraut sind und auch nicht mit der Kultur. Sie erfahren Hilfe bei Behördengängen. Die Gruppe hat eine große emotionale Bedeutung während und nach der Erkrankung des Kindes und ganz besonders, wenn das Kind verstirbt.

Es war für uns ein beeindruckender Nachmittag. Dem Wunsch der beiden Vorstandsmitglieder auf Anerkennung durch die Politik konnten wir insofern erfüllen, als wir Herrn Staatsminister Rhein darauf ansprachen und er sich sofort zu einem Besuch im Familienzentrum bereit erklärte. (Bericht: Monika Intrau)

 


04.02.2017
Neujahrs-Empfang der Frauen Union

Am Samstag, dem 04. Februar, war es so weit – die Frauen Union hatte zum Neujahrsempfang eingeladen und viele waren der Einladung gefolgt. Mit Sekt wurde auf das neue Jahr angestoßen, das ganz besondere Herausforderungen bereit hält; denn es gilt die Wahl zum Bundestag zu gewinnen, davor die Kandidatenliste aufzustellen, das Wahlprogramm mitzugestalten, einen Wahlkampf erfolgreich zu organisieren und das alles neben dem politischen Tagesgeschäft und den persönlichen und beruflichen Aufgaben. Darauf wies unsere Vorsitzende Sylvia Hornung in ihrer Eingangsrede hin. Auch im Neuen Jahr präsentiere sich unsere Welt als aus den Fugen geraten mit den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine, den großen Flüchtlingsströmen, die es auch in diesem Jahr noch zu bewältigen gelte, aber auch mit einer Rückbesinnung auf die Nationalstaaten, wie sie sich in Großbritannien und den USA zeigen, aber auch in den populistischen Zielen rechter Parteien in europäischen Ländern. Einer solchen Polarisierung gelte es entgegenzuwirken. Transparenz, Toleranz, Stärke und Zuversicht seien jetzt gefordert. Die Frankfurter CDU habe zwei ganz hervorragende Kandidaten zur Wahl in den Bundestag aufgestellt, nämlich Bettina Wiesmann und Prof. Dr. Matthias Zimmer. Bettina Wiesmann bedankte sich sogleich bei der Frauen-Union für die große Unterstützung bei ihrer Kandidatur. Mit dem Wunsch nach guten Ergebnissen wurde angestoßen. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen von Debora Rieser und Sara Steinhardt, bei Kreppel und Gebäck gab es viel Unterhaltung, dazwischen lockerten einige Frankfurter Anekdoten, vorgetragen von Monika Intrau, die gute Stimmung weiter auf.

Später stieß der stadtbekannte Historiker, Kunsthistoriker, Autor und Stadtführer, Herr Christian Setzepfand, dazu, der sich in seiner Freizeit im Vorstand der Frankfurter AIDS-Hilfe engagiert. Verena David – eine Mitstreiterin im Vorstand – hatte die räumliche Organisation mit übernommen. Das, was Her Setzepfand aus seiner Arbeit bei der AIDS-Hilfe zu sagen hatte, war für uns sehr interessant, zumal unser Empfang ja in deren Räumen stattfand. Sie bietet tagesstrukturierende Hilfen an, wie Frühstücksangebote, technische und medizinische Hilfen. Er berichtete über die Ursache der Krankheit, ihre Verbreitung über zunächst nur die westliche Welt und ihre Erforschung. In den 35 Jahren der Krankheitsbeobachtung gab es eine rasante Forschungsentwicklung. Das inzwischen erforschte Virus setzt sich auf einer Blutzelle fest und zwar jener, die für die Abwehr im Körper zuständig ist. Das Virus gibt seine Erbinformation in diese Zelle, die sich damit fortpflanzt. So gelangen Millionen an Viren in das Blut. Diese Erkenntnis war ein immenser Durchbruch. AZT war das erste eingesetzte Mittel. Heute werden drei Mittel eingesetzt. Frankfurt wurde zu einem Ort der Forschung auf diesem Gebiet.

Mit der Freigabe von Heroin an Schwerstabhängige – unterstützt durch die damalige Ministerin Rita Süßmuth – wurde ein entscheidender Schritt gegen die Verbreitung der Krankheit eingeleitet. 1985 wurde die AIDS-Hilfe gegründet. Sie wollte Menschen aus ihrer Isolation herausholen, Sterbebegleitung leisten und Ärzte zur Behandlung der Krankheit überzeugen. Seit jenem Jahr ist der 01. Dezember Welt-AIDS-Tag. Die heutige Behandlung verhindert, dass das Virus im Blut aktiv bleibt. Das Georg-Speyer-Haus ist heute Forschungsstätte. Es war ein interessanter Vortrag, der noch weiter unter uns diskutiert wurde. Erfreut waren doch alle, dass ein zunächst trauriges Thema hier in Frankfurt durch das soziale Engagement seiner Bürger/innen und Forscher/innen eine Wende nahm.

Nach einiger Zeit lockten wieder Kaffee und Kuchen und muntere Gespräche fanden ihre Fortsetzung. Die Mischung aus Lehre und Genuss empfanden alle als einen gelungenen Nachmittag. (Bericht: Monika Intrau)

 

 


02.02.2017
Frauen Union besucht die Sonderausstellung „Geschlechterkampf“ im Städel

Städel 2Über ein Dutzend interessierter Frauen hatten sich am 02. Februar 2017 im Städel eingefunden, um die von Frau Cappel organisierte Führung durch die Ausstellung zu erleben. Frau Cappel hatte vollkommen recht, indem sie zu einer Führung geraten hatte; denn nicht alle Kunstwerke erschlossen sich den Teilnehmerinnen durch das Städel 5alleinige Betrachten.

Das Städel selbst empfängt die Gäste mit besonderen Äußerungen zum Thema, wie „Männern reicht es mit der Gleichberechtigung, 28% meinen, sie sei übertrieben“, „Lange glaubte man, Frauen würden Unternehmen kuscheliger und sozialer machen" oder: „Der moderne Mann: Weichei in Frauenhand", „wir gleichberechtigen uns zu Tode", „Krieg zur Zerstörung der Ehe" so ein Zitat des Papstes vom 03.10.2016. Die (Gleichberechtigung) sei gegen die natürliche Ordnung. An anderer Stelle: „Männer fürchten um ihre Privilegien und Rechte". Diese Zitate, an einer großen Wand im Eingangsbereich veröffentlicht, zeigen wie gesellschaftspolitisch dieses Thema ist und das nicht erst seit einigen Jahren.

Schon im späten 19. Jahrhundert widmeten sich Maler und Bildhauer zunehmend dem Thema starker Frauengestalten. Franz von Stuck stellte in seinem 1920 entstandenem Bild „Der Sündenfall' den Mann eher hölzern dar: die Frau überlegen, von der Schlange umwunden. Sie ist immer die Verführerische, marmorhaft weiß vor dunklem Hintergrund gemalt. Andere Künstler empfanden die Frau auch als etwas Bedrohliches und gaben ihr ein wildes Äußeres wie bei dem Bild „Pythia". Zu sehen sind auch die erotischen Bilder des Engländers John Städel 3Collier, wie das 1897 entstandene "Die Städel 6Vertreibung aus dem Paradies". Auch biblische Szenen finden Darstellung, wie die Ermordung des Holofernes durch Judith. Eindrucksvoll auch Edvard Munchs „Die Eifersucht", wo durch Farben Rollen zugewiesen werden, oder Munchs „Ende einer Beziehung“. In neuerer Zeit ändern sich die Themen. Sie werden aktueller wie das 1970 gemalte Bild von Christian Schad: „Wir haben abgetrieben". Surrealisten gaben der Frau eine zentrale Rolle mit ihrer sexuellen und politischen Emanzipation. Frauen wurden als übermenschliche Wesen dargestellt.

Es war schon ein besonderer Abend, der uns die Rolle der Frau über Jahrhunderte näher brachte. Nicht alles war den Gemälden auf Anhieb zu entnehmen. Manches wirkte durch Überzeichnungen und Verfremdungen zunächst sehr irritierend. Deshalb waren Erklärungen angebracht. Jedes Jahrhundert und jeder Künstler sah die Frau anders und maß ihr eine andere Bedeutung bei. Mit der ihr vom Künstler zugewiesenen Rolle korrespondierte auch die Rolle des Mannes. Der Besuch der Ausstellung hat unsere Gruppe noch weit nach ihrem Ende beschäftigt. (Bericht: Monika Intrau)

 


31.01.2017
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Herr Michael Boddenberg, zu Gast beim politischen Frauenstammtisch

16426167_290399871374785_3498669310208691741_nMichael Boddenberg war der Wunschgast des Stammtischs der Frauen-Union, der am letzten Tag im Januar in einer neuen Lokalität tagte — nämlich in der Weinstube im Römer. Uns empfing dort eine wunderbare Debattierecke, ruhig und fern jedes Lokalgeklappers, mollig warm und mit gutem Essen, dazu mit Herrn Boddenberg ein charmanter, kenntnisreicher Gast, der uns auch gleich in die Welt der hessischen Politik entführte. Eine politisch bewegte Vergangenheit hat ihn Erfahrung und Weitblick gelehrt. Er kann auf Menschen zugehen, vertritt seine Meinung begründet und gehört zu den wenigen im politischen Geschäft, die einer beruflichen Arbeit nachgehen. Er hat Abitur und die Meisterprüfung im Fleischerhandwerk. Als solcher leitet er die private Frankfurter Fachschule Heyne, die Fleischergesellen auf die Meisterprüfung vorbereitet. Er hat die partei-politische Stufenleiter vom Eintritt in die CDU 1988 über die Mitgliedschaft im Magistrat der Stadt Frankfurt als ehrenamtlicher Stadtrat, den Hessischen Landtag als wirtschaftspolitischer Sprecher, als Hessischer Minister für Bundesangelegenheiten in Berlin und seit 2014 als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag in bald 30 Jahren erfolgreich erklommen, und alle wünschten sich, es möge noch ein krönender Abschluss in einem höherem Amt für ihn vorgesehen sein.

Die Koalition mit den Grünen begrüßt er nicht nur, weil alle demokratischen Parteien in Regierungen zusammenarbeiten können müssen, sondern weil große Koalitionen für die Demokratie weniger günstig sind. „Die Grünen sind eine Rechtsstaatspartei, und alles Regierungshandeln muss rechtsstaatlichen Prinzipien folgen“, so Boddenberg wörtlich, Rechtsstaatlichkeit sei die Grundlage für die Zusammenarbeit und den Koalitionsvertrag. Inzwischen seien viele neue Herausforderungen hinzugekommen, z.B. die Rückführung von Flüchtlingen. In Bezug auf Deutschland sei auch die CSU nicht unproblematisch mit ihrer 16298778_290399858041453_2442223655072057384_nFlüchtlingsobergrenze. Gerade mit Blick auf lange und offene Außengrenzen scheint eine Obergrenze nicht durchsetzbar. Das treffe auch für andere europäische Staaten zu. Die Rückkehr zum Schengener Abkommen sei zwar wünschenswert, aber nur dann realisierbar, wenn die Überprüfung von Asylberechtigungen außerhalb Europas stattfände, andernfalls wären die südeuropäischen Länder mit einer Vielzahl von Menschen aus Afrika und Asien einfach überfordert. Ursache der Flüchtlingsbewegungen sei auch die Unterversorgung der Flüchtlingslager in den Nachbarländern zu Syrien gewesen. Jetzt aber müsse auch die Rückführung nicht Verfolgter betrieben werden. Inwieweit mit der Familienzusammenführung mit mehr Flüchtlingen zu rechnen sei, müsse abgewartet werden. Boddenberg selbst geht von einer geringen Zahl aus.

Auch die Bundestagswahl war Thema, schon wegen der personellen Umorientierung an der Spitze der SPD. Spannend und ausschlaggebend wird aber nicht allein der neue Spitzenkandidat sein, sondern das Programm der Partei. Wie will sie den Herausforderungen unserer Zeit begegnen? Schielt man nach links und will dort gewinnen, wird man andere verlieren; denn was man links gewinnt - so Boddenberg - verliert man in der Mitte, um die ja alle angeblich kämpfen. Schon einmal waren die Eurobonds zustimmend bei der SPD im Gespräch, vor allem bei Martin Schultz. Das wäre jedoch eine Katastrophe, denn dann würden die Schulden aller Länder gleichmäßig auf die EU-Staaten verteilt, d.h. der Steuerzahler müsste für die Schulden aus allen EU-Ländern aufkommen und der Anreiz zur Vermeidung von Schulden wäre dahin.

Ein weiteres Thema galt der Sicherheit. Herr Boddenberg konnte jedoch versichern, dass die Quote bei der Aufklärung von Einbrüchen steige. Viele wünschten sich einen starken Staat, zentrale Strukturen seien jedoch nicht erfolgreicher als dezentrale.

Drei Stunden haben wir zusammen gesessen und uns die Köpfe heiß geredet. Es war wieder ein sehr gelungener Stammtisch. (Bericht: Monika Intrau)

 


02.12.2016
Frauenunion wirft einen Blick hinter die Kulissen des Weihnachtsmarktes

Unsere stellvertretende Vorsitzende Inge Cromm hatte eine ganz besondere Idee in der Weihnachtszeit. Sie organisierte einen Besuch des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Das Ganze nicht einfach so, sondern mit Hintergrundinformationen von Thomas Roie, dem ersten Vorsitzenden des Schaustellerverbandes Frankfurt Rhein/Main e.V. und mit Stadtrat a.D. Volker Stein, dem Geschäfts-führer des Schaustellerverbandes. Der Verband ist durchorganisiert mit Kreis-, Landes- und Bundes-verband. Er umfasst bundesweit 6.000 Mitglieds-betriebe. Sie alle sind mit den Kirmes-, Straßen-, Weih-nachtsmarkt-, Dippemess und Wäldchestag Freizeit-betreiber. Sie sind Wirtschafts- und Generations-betriebe. Es gibt kaum Quereinsteiger. Manchmal ist natürlich Hilfe und Unterstützung erforderlich, dann ist Volker Stein gefragt. Er vermittelt, besonders in politisch heiklen Situationen. Dazu kommt es schon bei der Anfahrt, wenn drei LKW-Lastzüge durch die engen Straßen jongliert werden müssen. 30 Veranstaltungen im Jahr werden beschickt. Viele davon sind in jährlicher Wiederkehr.

Einige Monate währt die Winterpause, d.h. es muss in den verbleibenden Monaten ausreichend ver-dient werden. In den letzten Jahren sind die Zuläufe gut und die Märkte entwickeln sich zu multi-kulturellen Veranstaltungen mit über 20 Kulturen bei friedlichem Zusammenleben. Bei öffentlichen Festen, wie der Dippemess oder den Straßenfesten, dem Weihnachtsmarkt oder dem Wäldchestag, ist die Konkurrenz groß. Weil der Eintritt bei diesen Festen frei ist und jeder, ohne Eintritt zahlen zu müssen, teilnehmen kann, ist der Zulauf groß, insbesondere wenn das Wetter mitspielt, wie bei dem diesjährigen Weihnachtsmarkt. 90% der Betriebe sind im Frankfurter Raum beheimatet. Also alle zu versteuernden Einnahmen kommen der Stadt Frankfurt mit zugute. Auch Straßenfeste werden beschickt mit einer Bratwurstbude oder einem Weinstand. Die Akzeptanz muss allerdings gesichert sein. Die Betriebe werden in aller Regel weitervererbt.

Für einen Standplatz müssen an die 100 Bewerbungen verschickt werden, denn die Plätze werden öffentlich ausgeschrieben. Die Tourismus und Congress GmbH Frankfurt am Main bewertet die Betriebe. Wer im vorausgegangenem Jahr eine gute Bewertung erhalten hatte, hat gute Aussichten auch im nächsten Jahr berücksichtigt zu werden. Bewertet wird nach Qualität, d.h. gute Ware, themenbezogene Ausstattung, Hygiene und einem Mix an Angeboten, also Glühweinstände, Brat-wurstbuden, Handwerk, schöne heimelige Häuschen. Wer in diesem Jahr über den Weihnachtsmarkt geht, wird sich an den aufgebauten Fachwerkhäusern sehr erfreuen.

Der Weihnachtsmarkt ist verdienstreich und bringt gutes Geld. Bei der Dippemess ist das nicht ganz so, da es zu dieser Zeit häufig regnet. Die Standmieten sind deshalb unterschiedlich. In den Winter-monaten werden die Buden und Fahrgeschäfte renoviert und die Planungen für das kommende Jahr vorgenommen. Die Kosten sind in den letzten Jahre erheblich gestiegen. Die Fahrzeuge müssen autobahnsicher, die komplizierten Karussells sicher sein. Man kennt sich natürlich untereinander und spricht sich auch ab. Es muss qualitativ hochwertig gearbeitet werden. Viel Arbeit macht die amtlich geforderte Dokumentation über Stundenauf-zeichnungen für die Mitarbeiter, ihre Arbeitszeiten mit Ausgleich und Vergütung. Die Tageskasse wird dokumentiert. Steuer-fahnder kontrollieren immerzu. Kostenanfällig ist die Umrüstung der Karussells nach den neuen EU-Richtlinien. In der Regel übernehmen die Kinder das Geschäft. Man kann aber auch aussteigen. Dies muss natürlich gut vorbereitet werden.

Die Feste sind Kulturgut und als solches zu erhalten. Das erfordert, dass die Kosten sich in Grenzen halten. Das Familienleben hat sich dem angepasst. Sie leben in festen Häusern in der Nähe von Frankfurt, die Kinder besuchen die ortsansässigen Schulen. Großeltern kümmern sich mit. Die ganze Familie ist in den Betrieb integriert.

Wir wurden von Herrn Roie zum Glühwein eingeladen und probierten die Dampfnudeln, beides in hervorragender Qualität und von großem Genuss. Er hat eines der schönsten Häuschen auf dem Weihnachtsmarkt. Ihm gehört auch das Karussell auf dem Römerberg. Es war ein toller Abend Leicht beschwipst traten wir den Heimweg an. (Bericht: Monika Intrau)

 


28.11.2016
politischer Frauen-Stammtisch

Zum letzten Stammtisch des Jahres 2016 trafen sich die Damen der Frankfurter Frauen-Union am 28.11.2016 im Wirtshaus Paulaner am Dom, um dort in geselliger Runde über die aktuellen politischen Themen und die Situation in Frankfurt zu sprechen. Es war eine nette kleine Runde mit sehr interessanten Gesprächen.

Besonderes Thema war diesmal die Fortführung des politischen Frauen-stammtischs an anderem Ort und Datum. Aufgrund des Lärmpegels im Paulaner entschieden sich die Damen, den Stammtisch ab 2017 in die Weinstube im Römer zu verlegen. Da diese jedoch montags Ruhetag hat, wurde vereinbart, sich künftig dienstags zu treffen. Als Gäste sollen die neuen Dezernenten der Koalition sowie die Bundestagskandidaten angefragt werden.

Eine kleine gesellige Runde schlenderte anschließend noch über den Frankfurter Weihnachtsmarkt und genoss den ein oder anderen Glühwein oder Punsch.

 

 


23. - 24.11.2016
Die Frankfurter Frauen-Union zu Besuch beim Europaabgeordneten Thomas Mann in Straßburg

Vom 23. bis 24. November 2016 hatten einige Damen der Frankfurter Frauen-Union die Möglichkeit, sehr kurzfristig zusammen mit der CDU Offenbach und CDU Gießen unseren Europaabgeordneten Thomas Mann in Straßburg zu besuchen. Möglich wurde dies, da es aus Offenbach und Gießen einige Absagen und somit noch freie Plätze im Bus gab. Dieses Angebot haben wir gerne angenommen.

Los ging es am Mittwoch in aller Frühe mit einem modernen Reisebus. Erstes Ziel war unser Hotel auf deutscher Seite. Danach ging es gleich weiter zum Europäischen Parlament, wo uns unser Abgeordneter Thomas Mann empfing und uns Informatives über Europa, das Europäische Parlament und seinen Alltag als Abgeordneter berichtete. Anschließend durften wir auf der Tribüne eine Sitzung des Parlaments miterleben. Der Abend endete in gemütlicher Atmosphäre eines französischen Restaurants in Straßburg.

Der nächste Tag begann mit einer großen Stadtführung in Straßburg, bei der wir auch das Straßburger Münster besichtigt haben. Anschließend hatten wir noch Zeit, uns die Stadt auf eigene Faust anzuschauen und Einkäufe zu tätigen.

Es waren zwei schöne Tage mit zahlreichen Erlebnissen und vielen neuen Informationen.

 


31.10.2016
politischer Frauenstammtisch mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Ralf-Norbert Bartelt

Er kam einige Zeit vor dem offiziellen Beginn, und so ergab sich schon ein kleiner Plausch über politische Fragen. Aber als die Zeit gekommen war, und sich unsere Ecke im Lokal gefüllt hatte, nahm Herr Dr. Bartelt den Faden wieder auf und berichtete aus dem Landtag. Seit 2008 ist er Mitglied in dem höchsten politischen Gremium des Landes, zuständig für Soziales und Gesundheit, Wissenschaft und Kunst sowie für den Petitionsausschuss. Zudem ist er einer der vier Stellvertreter im Fraktionsvorstand. Es ist eine Vollzeittätigkeit. Für seinen Beruf als Hautarzt mit eigener Praxis blieb keine Zeit mehr, und so verpachtete er sie. Er - geboren 1956 - studierte Medizin und führte die Praxis 22 Jahre. Schon als Student wurde er Mitglied im Ortsbeirat, später auch im Umlandverband und in der Stadtverordnetenversammlung, wurde ehrenamtlicher Stadtrat, ein politisch bewegtes Leben.

Schwarz-Grün ist in der Bundesrepublik noch immer ein Novum. Deshalb prägen Neugier und Bewunderung die Außendarstellung. Wichtig sei das Miteinander, das es zu pflegen gelte. Das sei immer wieder gewöhnungsbedürftig, zumal die Trennung von Parlaments- und Verwaltungshandeln dem Koalitionspartner nicht ganz leicht fällt. Die Grünen - so Dr. Bartelt - sind eine Klientelpartei für Gruppen und deren Anliegen. Man müsse zu Kompromissen bereit sein. Aber das gilt eigentlich in jeder Koalition. Jedoch ein dauerndes Zurückweichen lasse Entscheidungen offen. Letztlich könnte das auch zu einer Verringerung der Wahlbeteiligung führen, weil sich nicht alle mehr vertreten fühlten - so die Diskussion. Wenn es nach einer Landtagswahl zu einer Mehrheit mit der FDP nicht reicht, dann sollte die CDU die Wahl zwischen der SPD und den Grünen als Koalitionspartner haben.

Ein Politikfeld, das in den letzten drei Jahren an Bedeutung gewann, ist die Frauenpolitik. Die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten wurde mit dem neuen Gleichstellungsgesetz zum 01.01.16 gestärkt. Alle Betriebe und Verwaltungen mit über 150 Beschäftigten haben diese Position einzurichten und die gewählte Person. Die Betriebe müssen sich auf die Frauenförderung einstellen. Sie haben häufig viele Frauen als Mitarbeiterinnen, aber nur wenige schaffen es in Funktionsstellen. Der Grund dafür liegt häufig in der Familiengründung. Hier hat die Landesregierung mit vielen Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützend gewirkt. Ebenfalls frauenfördernd solle die erzieherische Hinführung von Mädchen zu technischen Berufen sein. Das werde beginnend im Kindergarten bis über die Schulzeit hinaus fortgeführt.

In der Schulpolitik kam die Aufhebung der eigenständigen Hauptschule durch den Hessischen Kultusminister schon sehr überraschend. Aber die Schulform - so Dr. Bartelt - sei nicht mehr gewählt worden, wiewohl der Hauptschüler zweifelsohne bleibe. Hohe Abiturientenzahlen und hohe Abbrecherquoten an den Universitäten lassen fraglich erscheinen, ob nicht die Wissensvermittlung auf der Strecke bleibt? Immerhin liegt die Quote der Studienanfänger heute bei 59% - im Jahr 2000 lag sie bei 33,3%. Nach OECD-Schätzungen beenden aber nur 36% eines Jahrgangs ein Studium. Jede Hochschule, die einen neuen Studienplatz meldet, bekommt dafür derzeit 26.000 Euro überwiesen - ganz gleich, ob der Student auf diesem Platz sein Studium erfolgreich beenden wird oder nach einem Semester wieder abbricht. Man kann sich vorstellen, dass alle darüber noch lange engagiert diskutierten werden. (Bericht: Monika Intrau)

 


08.10.2016
Frankfurter Frauen-Union auf dem Landesdelegiertentag der FU Hessen

Die CDU Hessen muss weiblicher werden – dieses Ziel ist unser zentrales Anliegen. Wir arbeiten und kämpfen dafür mit langem Atem, Elan und schrittweisem Erfolg.
Unter diesem Motto stand und mit diesen Worten begrüßte die Landesvorsitzende die 108 Delegierten beim Landesdelegiertentag der Frauen Union am 08.10.2016 in Bad Camberg.

Auch die Frankfurter Frauen-Union war wieder zahlreich auf dem Landesdelegiertentag der Frauen Union Hessen vertreten.

Es standen die Neuwahlen des Landesvorstands an. Die bisherige Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper wurde mit dem herausragenden Ergebnis von 94,4 % für zwei Jahre wiedergewählt. Die Frankfurter Abgeordneten Bettina Wiesmann, MdL wurde erneut als stellvertretende Landesvorsitzende wiedergewählt, ebenso Sara Steinhardt aus Frankfurt als Beisitzerin. Beide erzielten sehr gute Ergebnisse.

Grußworte sprachen die Bundesvorsitzende der Frauen Union Annette Widmann-Mauz MdB und der Generalsekretär der CDU Hessen Manfred PentzMdL.

Auch verschiedene Anträge wurden beraten unter anderem zum Thema Rente und Vereinbarkeit von Familie und Politik. Alles in allem ein gelungener Tag für die Frauen Union.

 

 


26.09.2016
politischer Frauenstammtisch mit der Landtagsabgeordneten und Bundestagskandidatin Bettina Wiesmann

Bettina Wissmann ist seit vielen Jahren Landtagsabgeordnete und im Landesvorstand der Frauen Union. Im Jahr 2009 gewann sie ihren Wahlkreis im Nordend gegen den SPD-Politiker Michael Paris und hat ihn bei der nächsten Landtagswahl erfolgreich verteidigt. Nun mit fast 50 Jahren hat sie sich auf den Weg in den Bundestag gemacht. Dort will sie Nachfolgerin von Erika Steinbach werden. Ihre Interessensgebiete sind die Sozial- und die Bildungspolitik. Für dieses Engagement lobte sie auch Verena David, die sie vom Kreisvorstand der Frauen Union herzlich willkommen hieß. Seit über 20 Jahren lebt Bettina Wissmann mit Mann und vier Töchtern im Alter von neun bis 19 Jahren in Frankfurt. Sie studierte Politikwissenschaften und begann ihre berufliche Laufbahn als Unternehmensberaterin. Zu ihren Klienten zählten auch Parteikommissionen. Von 2004 bis 2006 arbeitete sie in der Rürup-Kommission mit. Diese gestalterische Arbeit für den Bund legte ihr Interesse für die Bundespolitik.

Nicht nur im Landtag ist sie mit der Sozial- und Bildungspolitik beschäftigt, sie ist auch fester Bestandteil in den entsprechenden Fachausschüssen der CDU-Kreispolitiker. In Berlin möchte sie an familienpolitischen Themen entscheidend mitwirken. Dabei geht es ihr um steuerliche Neuregelung in Bezug auf eine Milderung der Steuerlast für Familien, um Lebensarbeitszeitkonten, die Freiräume schaffen für junge Familien und im Alter für die Pflege von Angehörigen. Elternzeit und Familienpflegezeit sollten ausgeweitet werden über eine neue „Zeitpolitik“. Mit Bettina Wissmann soll Hessen in Berlin eine „kluge und laute Stimme“ haben. Die Bundespolitik sollte besser nach Frankfurt kommuniziert werden. Hessische Probleme sollten auch Berlin erreichen. Sie will sich an den großen Fragen der Zukunftssicherung beteiligen.

Bettina Wissmann hatte sich viel Zeit genommen für uns, denn es gab noch viele Fragen aus unserem Kreis, insbesondere zu aktuellen politischen Themen, wie dem Erstarken der AfD und zur Arbeitsmarktpolitik. So will sie die bürgerliche Mitte wiedergewinnen und die Leistungsträger der Gesellschaft stärken, damit sie hierbleiben und nicht das Land verlassen. Natürlich - so Wiesmann - ist es nicht zu übersehen, dass wir zurzeit in einer schwierigen und turbulenten Zeit leben. Aber das ist auch eine Herausforderung für die Partei.

Bettina Wissmann ist die Favoritin der Frauen-Union für die Wahl in den Bundestag im nächsten Jahr. Die Frauen-Union ist der festen Überzeugung, mit ihr eine überzeugte Streiterin für eine gerechte Arbeits- und Sozialpolitik zu haben und wird sie bei der Wahl tatkräftig unterstützen. (Bericht: Monika Intrau)

 


20.09.2016
Frauenunion besucht Frankfurter Polizeihundestaffel

Das Übungsgelände der Polizeihundestaffel zu finden war recht verzwickt. Aber nach einigem Suchen waren die ca. 40 Erwachsenen und Kinder doch ans Ziel gelangt, und die Einführung konnte beginnen. Wir befanden uns auf dem ehemaligen Gelände der Polizeihundestaffel. Früher - bis zum Jahr 2012 - wurden die Hunde zentral gehalten, nämlich hinter dem Stadion wo wir schwierig hinfanden. Hundeführer sind für sie und ihren Einsatz zuständig. Die Verteilung auf die einzelnen Reviere erfolgt sehr unterschiedlich. Dem Polizeipräsidium sind 30 zugeordnet; wovon 10 tatsächlich dort sind, drei in Bergen-Enkheim, fünf am Flughafen, ebenfalls fünf im Bahnhofsviertel (4. Revier), die anderen Hunde sind in den Polizeirevieren vornehmlich in den Außenbezirken. Von den Revieren wird ganz Frankfurt versorgt.

Entscheidendes Kriterium, warum man „auf den Hund kam", sind dessen Sinnesleistungen: Geruchssinn, Gehör, Sehvermögen, Fühlen und Schmecken. Diese Eigenschaften werden für bestimmte Einsätze genutzt, also für die Verfolgung und die Festnahme von Personen, die Eigensicherung des Beamten bei dessen dienstlichem Einsatz, bei Suchmaßnahmen von Personen und bei allgemeinen Einsatzmaßnahmen. Es gibt auch speziell - für bestimmte Maßnahmen - geschulte Hunde, z.B. Rettungshunde bei Feuereinsätzen, Sprengstoff ausmachende Hunde für politische Veranstaltungen, Fußballspiele, Personenkontrollen.

Die Hunde sind Hundeführern bzw. Hundeführerinnen in den einzelnen Revieren zugeordnet. Die Hunde leben in den Familien des Hundeführers und sind dort in die jeweilige Familie integriert. Wie wird man nun Hundeführer/Hundeführerin? Nach der Ausbildung ist ein Jahr Polizeidienst Voraussetzung, es folgt ein vierwöchiges Praktikum mit einem Hundeführer - körperliche Fitness ist erforderlich - zum Schluss ein Casting, eine Art Prüfung.

Das Land Hessen kauft die Hunde an. Es werden in der Regel Deutsche Schäferhunde und Belgische Schäferhunde (Malinois) von Hundehändlern, die die Hunde aus ganz Europa besorgen, gekauft. Das Land bezahlt 1.800 €, in Ausnahmefällen auch einmal über 2.000 €. Ein Vertragstierarzt checkt den Hund durch. Der Händler ist nur Zwischenhändler. Die Hunde müssen schon bestimmte Eigenschaften und Erziehungsstandards mitbringen. Sie sind beim Kauf etwa ein- bis eineinhalbjährig. Zwischen Hund und Hundehalter muss eine Bindung aufgebaut werden. Der Hund bleibt in der Regel bis zum Ableben bei dem Hundeführer. Gewicht und Größe des Hundes müssen passen. Wichtig sind Gesundheit und Sozialverträglichkeit. Ein neuer Hund unterliegt einer vierwöchigen Probezeit. Sie müssen über glatte Böden laufen können, umweltsicher sein, Schuhe tragen lernen. Nach vier Wochen kommen alle in die Hundeschule in Mühlheim. Der Lehrgang dauert 12 Wochen. Es ist ein Grundlehrgang mit Abschlussprüfung. Hunde, die nicht geeignet sind, werden unter Verlust wiederverkauft, dgl. kranke Hunde.

Für einen guten Polizeihund ist ein hoher Spieltrieb Voraussetzung. Der Ball wird versteckt. Er muss Geduld zum Suchen mitbringen. Der Sprengstoffhund lernt den Sprengstoff zu riechen, der Rauschgifthund das Rauschgift. Der Hund zeigt den Fund passiv an, indem er sich hinlegt. Auch Patronen findet der Hund durch Riechen - er nimmt den Schmauchgeruch wahr. So werden die beiden Frankfurter Synagogen und Räume, in denen hochrangige Personen sich aufhalten werden, mit Hilfe von Polizeihunden durchsucht. Es gibt keine Suche an Personen, nur der Zoll macht das. Der Rauschgiftspürhund durchsucht aufgrund seines hohen Spieltriebs LKWs, Bunker, Parks, etc.. Auch Geld wird erschnüffelt. Die Dauer eines Einsatzes sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Sie haben bei Fuß zu gehen und müssen dabei den Halter anschauen. Sie hören auf Anpfiff.

Bei den Vorführungen erlebten wir den neunjährigen Aki, den vierjährigen Dino und den fünfeinhalbjährigen Hondo, wie sie übers Feuer sprangen, Sprengstoffallen erkannten und Rauschgift erschnüffelten. Hondo sprang den „Verbrecher“ an und biss sich an den Armen fest bzw. an den Beinen. Bei der Wundbehandlung müssen die Wunden offenbleiben, damit die Bakterien austreten können. In unserem Fall trug der polizeiliche Hundehalter natürlich dicke Schutzpolster.

Es war für alle Beteiligte ein interessanter und lehrreicher Nachmittag. Für die Kinder gab es noch einige Überraschungen. (Bericht: Monika Intrau)

 


07.09.2016
Von den Pflanzen zum Saatgut - Frauen-Union und Naturschutzbund besichtigt eine Saatgutproduktion

Nachdem wir im Juni bei einer sehr schönen Exkursion auf die Felder Nieder-Erlenbachs von Herrn Dr. Mehl und Herrn Bannert die Pflanzen, aus denen Saatgut gewonnen wird, gezeigt bekamen, trafen sich interessierte Damen zum 2. Teil dieser Veranstaltungsreihe „Verarbeitung von Pflanzen zum Saatgut“ mit Mitgliedern des Naturschutzbundes Frankfurt am 07.09.2016 bei Herrn Dr. Mehl auf seinem Hof in Nieder-Erlenbach.

Herr Dr. Mehl ist seit Juli ehrenamtlicher Stadtrat und somit Mitglied des Magistrats. Die anwesenden Damen gratulierten ihm nachträglich zu diesem Ehrenamt und wünschten ihm alles Gute.

Hr. Dr. Mehl führte die Anwesenden auf seinem Hof herum und erläuterte die verschiedenen Stationen der Verarbeitung von Pflanzen zu Saatgut und was dabei zu beachten ist.

Es war eine interessante Veranstaltung, die leider nur von wenigen Damen besucht war.

 


12.08.2016

Frauen-Union besichtigt die Hildebrandmühle im Frankfurter Osthafen

„Frauen und Ernährung“ unter diesem Thema stand unser Besuch in der Kampffmeyer-Mühlen GmbH, den Hildebrandmühlen Frankfurt am 12.08.2016. Seit über hundert Jahren ist die Mühle an dem Standort im Osthafen, erklärt uns der Werksleiter Wolfgang Gruber, der nur selten Gruppen empfängt, um den Betrieb nicht zu überfordern durch immerwährende Führungen. Wie viele Mühlen entstand sie am Fluss, um das Wasser als Transportweg nutzen zu können. Gebaut wurde die Mühle von den Gebrüdern Wolf. In Spitzenzeiten arbeiteten 350 Leute hier, verteilt auf zwei Mühlen. Inzwischen ist die Mühle hochtechnisiert, und die Zahl der Mitarbeiter sank auf 32.

Eigner der Mühle ist die „GoodMills Deutschland GmbH". Zu der Gruppe gehören u.a. die Müller‘s Mühle, die Aurora Mühle in Hamburg und die Ellmühle in Köln. Sie sind über Deutschland verteilt und befinden sich meist in der Nähe von Großstädten, nahe den Kunden. Jede ist in Ausstattung und auf Erzeugnisse spezialisiert. Hergestellt werden Auroramehl, Rosenmehl, Diamantmehl und Gloriamehl. Jede Mehlsorte hat ihren bestimmten Abnehmerkreis. So kennen wir das Diamantmehl z.B. aus den REWE Märkten. Abgesetzt werden jährlich 1 Mio. Tonnen Mehl. Das entspricht einem Marktanteil von 14%. Die GoodMills-Gruppe ist Marktführerin in Europa.

Am Frankfurter Standort werden 150.000 Tonnen pro Jahr, täglich 480 Tonnen Weizen und 60 Tonnen Roggen vermahlen. Ab 1995 begann die Entwicklung von Spezialprodukten, ab 2012 die Modernisierung und ein Jahr später erfolgte die Einweihung der neuen Weizenmühle. Solch einer Modernisierung fällt nun die Ellmühle in Köln zum Opfer. Sie wird an einem neuen Standort wiedererrichtet und vermahlt neben vorwiegend deutschem Getreide auch französischen Weizen. Die gesamte Müllerei-Technologie stammt von der Schweizer Firma Bühler, in der auch Werksleiter Gruber über Jahrzehnte im In- und Ausland tätig war, davon allein über ein Jahrzehnt in Japan.

Wir kommen mitten in der Erntezeit. Wegen des vielen Regens in diesem Jahr ist ein Abernten in einem nicht möglich. Wenn die Körner unterentwickelt oder zu feucht sind, vermahlen sie sich schlechter und es kann weniger Mehl aus einem Kilo Getreide produziert werden. Das macht die Mehlerzeugung teurer. Herr Klose – der Leiter Getreideeinkauf – erklärt, dass das Weizenkorn aus verschiedenen äußeren Schichten besteht. Der eigentliche Mehlkörper setzt sich hauptsächlich aus Stärkekügelchen zusammen, die in einer Proteinmatrix eingebettet sind. Das Protein ist die Verbindung. Der Mehlkörper wird beim Mahlen herausgearbeitet, 80% des Weizens werden zu Mehl verarbeitet, 20% werden zu Futter. Es werden verschiedene Mehltypen unterschieden: Type 405 ist das hellste Mehl und wird vorwiegend für Feingebäcke wie auch als Kleinpackmehl - das Hausfrauenmehl verkauft. Die Jahresproduktion in Deutschland beträgt etwa 0,6 Mio.Tonnen. Das Mehl Type 550 ist das Standardmehl zum Brotbacken in den Bäckereien. Mit jährlich 3,6 Mio. Tonnen ist dies die Hauptmehltype in Deutschland. Weitere Typen sind 812 und 1050 sowie 1600. Die Typenzahl weist auf den Mineralstoffgehalt hin – je höher die Type, desto dunkler das Mehl.

Jedes angelieferte Getreide wird auf Gesundheit und Eignung untersucht. Dafür steht ein Labor zur Verfügung, das vor dem Entladen das Getreide auf Feuchtigkeit, spezifisches Gewicht, Proteingehalt, aber auch auf möglichen Pilzbefall oder Insektenschäden untersucht. Schimmelpilze entwickeln sich zum Beispiel, wenn das Getreide auf dem Feld umgeknickt ist und die Körner am Boden gelegen hatten. An und ab kommen Partien, die geschädigt sind. Diese werden strikt abgelehnt. Die Lebensmittelqualität und -sicherheit hat höchsten Stellenrang in einer Mühle.

Die Eignung des fertigen Mehls wird ebenfalls im Labor festgestellt. Dort wird aber nicht nur über Analysezahlen bewertet, sondern es erfolgen auch Backproben in der ebenfalls vorhandenen kleinen Versuchsbäckerei.

Nach der Getreideannahme und Lagerung, die Hildebrandmühlen haben eine Getreidelagerkapazität von ca. 3 Monatsvermahlungsmengen, ist der nächste Prozessschritt die Reinigung des Getreides, d.h. die Entfernung von Verunreinigungen. Damit dieses möglichst effizient erfolgt, wurde ein Farbsortierer angeschafft, ein außerordentlich teures Gerät, das die bestimmte Farbe des Weizenkorns gespeichert hat und alles Andersfarbige ausscheidet. Das geht in unvorstellbarer Geschwindigkeit vor sich. Wir konnten dabei zusehen. Sehr wichtig, speziell in der Vermahlung von Roggen, ist das Herauslesen des Mutterkorns, das Wurzelgeflecht eines Pilzes. Dieses kann nämlich Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Der Farbsortierer schafft dies sehr effektiv.

Die Vermahlung erfolgt zwischen zwei Stahlwalzen, wobei das Korn zerkleinert wird und sich öffnet. Durch den Zerkleinerungsvorgang entsteht ein Vermahlungsgemisch mit Partikeln unterschiedlicher Größe. Dieses wird in großen Siebmaschinen, den sogenannten Plansichtern in Schrot – Grobgrieß — Mittelgrieß — Feingrieß — Dunst und Mehl getrennt und weiterverarbeitet. Dunst hat eine Größe, die zwischen Grieß und Mehl liegt. Dunst wird vor allem in Bäckereien verarbeitet.

Die einzelnen Kornbestandteile durchlaufen auf ihrem Weg zum Mehl viele Mahlwalzen. Bei jedem Durchgang wird ein Mehlstrom mit speziellen Eigenschaften aus der Mühle gezogen. Diese einzelnen Mehlströme werden dann zu einem Gesamtmehl zusammengemischt. Ganz frisches Mehl verarbeitet sich schlecht und sollte abgelagert sein. Mit Ascorbinsäure (Vitamin C) kann man die Lagerzeit verkürzen.
Das Mehl, das vorwiegend in Bäckereien geliefert wird, wird meist in großen Tankwagen, die speziell für den Lebensmitteltransport geeignet sind ausgeliefert.

Unser Dank galt danach Herrn Gruber und Herrn Klose für die Vorbereitung und die sehr interessante Führung. (Bericht: Monika Intrau)

 


25.07.2016
politischer Frauenstammtisch mit dem Landtagsabgeordneten Uwe Serke

Es waren viele gekommen am 25.07.2016 zum Stammtisch im Paulaner. 20 Frauen - auch viele junge Frauen - drängten sich in der reservierten Nische um den Landtagsabgeordneten der CDU. Er trat nach der letzten Landtagswahl die Nachfolge von dem hochbeliebten Alfons Gerling aus den westlichen Stadteilen an. In seiner umtriebigen Art, seiner Gabe zuhören zu können und Einsatz zu zeigen, hat er schnell die Herzen seiner Wähler gewonnen. Geboren im Jahr 1968 in Frankfurt schlug er schnell die politische Laufbahn ein. Schon ein Jahr nach dem Abitur am Friedrich-Dessauer-Gymnasium wurde er Mitglied in der CDA, bereits mit 16 Jahren war er in die CDU eingetreten, von 1986 bis 2003 war er Mitglied der Jungen Union, seit 2005 ist er Vorsitzender des Stadtbezirksverbandes Frankfurt-Sossenheim, seit 2014 Vorsitzender der CDU-Arbeitsgemeinschaft West. Von 1997 bis 201 1 war er Mitglied im Ortsbeirat 6 und Vorsitzender der Ortsbeiratsfraktion, seit 2011 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Hier lag sein Interessengebiet im Bereich Umwelt und Sport sowie Verkehr. 2016 gab er den Ortsbeirat auf, um sich vermehrt um die Belange im Landtag zu kümmern, dem er seit 18. Januar 2014 angehört. In diesem Gremium ist er für die CDU im Europaausschuss, dem Petitionsausschuss, im Rechtspolitischen Ausschuss und im Unterausschuss Justizvollzug. Er ist Vater zweier Kinder. Von Beruf ist er Diplomkaufmann, seit 1996 ist er Angestellter bei der Frankfurter Sparkasse. Privat ist er ein Liebhaber der Musik und demzufolge Mitglied in der Chorgemeinschaft Sossenheim.

Unsere stellvertretende Vorsitzende Inge Cromm begrüßte ihn und bat ihn vor der allgemeinen Diskussion aus seiner politischen Arbeit zu berichten. Ein besonderes Anliegen ist ihm, Frankfurter Themen in den Landtag mit einzubringen, um dort für Unterstützung zu werben. Das sind insbesondere die Wohnungsbaupolitik, d.h. die Gewinnung neuer Flächen, die Nachverdichtung unter Berücksichtigung der Frischluftschneisen. Neue Stadtteile auszuweisen in der begrenzten Frankfurter Fläche sei schwierig, vielmehr sollten bestehende Stadtteile erweitert werden.

Die Verkehrspolitik kann sich nicht nur an den Joggern und Fahrradfahrern ausrichten. Das Schienennetz ist auszuweiten. Davon hänge auch das Wirtschaftswachstum der Städte ab; denn nur eine gute Infrastruktur sorge dafür, dass sich Betriebe und Handel ansiedelten. So wurde in dem anschließenden Gespräch auch über TTIP gesprochen, jenem Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa. Ein solches Freihandelsabkommen stelle eine große Chance für alle dar, weil ein riesiger Handelsraum entstünde, der Vielfalt und Qualität beinhalte, andere sehen eine Gefahr bei der Festlegung der Maßstäbe. Serke meinte, in der Kritik schlage auch eine antiamerikanische Stimmung durch. Im endgültigen Vertrag werde alles im Einzelnen festgelegt. Dass dieser nicht in jedem Stadium vorgestellt werden kann, sei normal. Erst müsse ein Vertrag vorhanden sein, dann könne er diskutiert und u.U. noch verändert werden.

Ein anderes Thema, das ihm am Herzen liegt, sind die Häuser des Jugendrechts. Die Frauen-Union besichtigte bereits das Frankfurter Haus des Jugendrechts-Nord und ließ sich informieren. Sie sind ein Weg zur Reduzierung der Jugendkriminalität und zur Resozialisierung. Serke hofft auf eine landesweite Einführung. Auch der NSU-Untersuchungsausschuss wurde angeschnitten in der Diskussion. Er sei von der Opposition eingerichtet worden, wohl mit dem Ziel der Diskreditierung des Ministerpräsidenten. (Bericht: Monika Intrau)

 


27.06.2016
politischer Frauenstammtisch mit dem Landtagsabgeordneten Ulrich Caspar

Wir saßen dicht gedrängt um den Tisch im Gasthaus Paulaner, um ja kein Wort zu verpassen; denn der sogenannte Brexit hatte gerade Europa erschüttert und alle wollten dazu die Meinung des Abgeordneten im Landtag hören, der für Wohn-, Finanz- und Verkehrspolitik zuständig ist, also unseres CDU-Mitglieds Ulrich Caspar.

https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/13528955_919461424824646_5506357311335992504_n.jpg?oh=8a2ae421e816dfcd14eccc4fc121e337&oe=58337003Zunächst begrüßte Vorstandsmitglied Debora Rieser den Gast und bat ihn, mit einigen persönlichen Daten aus seinem Leben zu beginnen bevor es in die große Politik geht. Schon als Schüler - so Caspar - war er an der Politik interessiert und gab damals mit seinem heutigen Kollegen aus der Landtagsfraktion, Dr. Bartels, eine Schülerzeitung heraus. Mit 18 Jahren trat er in die CDU ein, wurde unter dem Oberbürgermeister Dr. Wallmann Vorsitzender der Jungen Union, mit 20 war er bereits Stadtbezirksvorsteher, mit 24 Ortsvorsteher in den westlichen Stadtteilen Hausen, Praunheim, Rödelheim. Acht Jahre war er im Umlandverband, 2001 wurde er ehrenamtlicher Stadtrat, seit 2003 ist er Mitglied des Hessischen Landtags, zunächst zuständig für die Haushalts- und Sozialpolitik. Über seine Mitgliedschaft im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr kam er zu seinem heutigen Einsatzgebiet. Er ist Mitglied im Umweltausschuss, Sprecher der CDU-Landespolitiker. Dem Finanzplatz Frankfurt gehört sein Interesse. Er studierte Betriebswirtschaft, ist beruflich im Immobiliengeschäft tätig. 1981 gründete er eine Immobiliengesellschaft, die sich mit der Aufrüstung von Wohnungen und anschließendem Verkauf beschäftigt. Zudem ist er im Aufsichtsrat einer Wertpapierhandelsbank und der Nassauischen Sparkasse. Er ist Mitglied der Industrie- und Handelskammer - Ehemann und Vater von vier Kindern, von denen zwei noch die Schule besuchen.

Den Brexit sieht er gelassen. England habe immer schon viele Sonderkonditionen in Anspruch genommen und sei ein europakritisches Land, was man von Schottland nicht sagen könne. In dieser Beziehung sehe das britische Recht vor, dass Schottland über seinen Verbleib in der EU abstimmen könne, ohne England zu fragen. Das könne der Grund für eine neue Abstimmung auch über seinen Verbleib in Großbritannien sein. Durch die vielen Einzelvereinbarungen in der Zusammenarbeit mit der EU wird sich eine Trennung lange hinziehen. Caspar sieht die Briten in größerer Bedrängnis, weil in der Phase des Übergangs, der Austrittverhandlungen kaum noch in Britannien investiert und die Wirtschaft dort rückläufig sein wird. Andererseits hat auch Europa viel nach Großbritannien exportiert. Wenn der Schnitt erst einmal vollzogen sei, könnte Frankfurt davon profitieren, besonders im Finanzsektor. So sieht Caspar die europäische Bankenaufsicht nach Frankfurt kommen. Auch die irländische Hauptstadt Dublin könnte Gewinnerin sein - der Sprache und der Nähe zu England wegen, Paris ist ebenfalls Mitbewerber in der Übernahme von finanziellen Institutionen. Doch Caspar glaubt, die Zahl der Umzüge werde sich in Grenzen halten. Die Börse dürfte kaum noch nach London gehen; denn wer hier Geschäfte betreibt, wird auch hier seinen Sitz haben müssen. Das habe vor dem Brexit anders ausgesehen. Die Börsenaufsicht werde ein Auswandern der Börse verhindern.

25% der Fläche Frankfurts werden landwirtschaftlich genutzt. Auf sie wird der Run für mehr Wohnungen hinauslaufen. Bei allem Bebauungsengagement werde es mit der CDU keine Trabantenstädte geben. Die Frischluftschneisen seien einzuhalten und ein Fleckchen Grün wohl auch. Dennoch wird es bei der relativ großen unbebauten Fläche nicht bleiben, weil die Wohnungsnot groß ist. Hinzu kommt, dass die Menschen sich heute größere und teurere Wohnungen leisten können. Allerdings ist der Trend, außerhalb der Stadt zu wohnen, ihre Infrastruktur aber zu nutzen durch die Verteufelung des Autos wieder aufgehoben. Das Schlagwort heißt jetzt Nachverdichtung.

In der Verkehrspolitik rät Caspar zum Ausbau des Schienennetzes; denn man könne sich nicht nur an den Jungen und Studenten orientieren, die das Fahrrad benutzten. Von guter Verkehrsanbindung und vorhandenen Gewerbeflächen hänge das Wirtschaftswachstum der Stadt ab.

Es wurde viel diskutiert, weil Wohnen und Verkehr für alle einen hohen Stellenwert haben. Nach zwei Stunden trennten wir uns mit einem herzlichen Dank an unseren Landtagsabgeordneten Ulrich Caspar. (Bericht: Monika Intrau)

 


23.06.2016
Frauen-Union und Naturschutzbund besuchen einen Frankfurter Saatgutvermehrer

Die Berufsbezeichnung klingt etwas sperrig - der Beruf selbst mit dem dazugehörigen Betrieb erweist sich als hochinteressant und auf neuestem technischen Stand. Anlass des Besuchs ist der größte Rückgang des Tierbestands im Feldbereich. Auch wenn wir zum Abschluss „hoch auf dem gelben Wagen" durch die Felder Nieder-Erlenbachs gefahren sind, über uns ein Turmfalke seine Runden drehte und die Lerchen bei im Taunus untergehender Sonne ihre Lieder jubilierten, so ist uns schon einsichtig geworden, dass die geforderte Feldhygiene ihren Preis hat. Aber die hohen Ansprüche an, Qualität und Quantität lassen keine andere Wahl.


Herr Dr. Mehl ist Kreislandwirt, bearbeitet den Hof in der dritten Generation und hat ihn erheblich erweitert. Er kauft Basissaatgut vom Niederrhein und vermehrt es, um dieses so gewonnene Saatgut wieder zu verkaufen. An dieses Saatgut werden hohe Anforderungen auf Reinheit gestellt, d.h. es dürfen sich in ihm keine Keime von Unkraut oder anderen Pflanzen befinden, keine Vermischung mit anderen Getreiden als dem angebauten stattfinden. Die https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/13466223_917450478359074_6424760937040368386_n.jpg?oh=a7f8f0a37b30fa36260acdf110d12399&oe=57FFEEDEFelder machen schon einen klinischen Eindruck, jede Getreidepflanze der Sorte hat die gleiche Höhe auf dem Feld, keine andere Pflanze wächst dort. Das sind die Voraussetzungen, um am Ende das Saatgut verkaufen zu können; denn es wird von staatlicher Stelle zertifiziert und nur zertifiziertes Saatgut darf verkauft werden. Das Basissaatgut, das Landwirt Dr. Mehl einkauft, ist bereits entsprechend hochgezüchtet. Es bringt schon gute Voraussetzungen mit, was das gleichmäßige Wachstum anbelangt und seine Resistenz gegen Krankheiten. Den Rest besorgt Dr. Mehl mit Pflanzenschutzmitteln und Düngung. Ein riesiger Mähdrescher erleichtert die Arbeit. Er verstreut die Pflanzenschutzmittel, danach den Dünger und am Ende erntet er auch noch. Der Traktor zieht im Feld sein Furchen nach jeweils 27 m, auf die er eigenständig einfährt, weil seine Ausleger über diese Entfernung reichen, und er über GPS steuerbar ist - ein Meisterwerk der Technik. Das geerntete Saatgut wird nach bestimmten Mehlsorten getrennt, sodass der Käufer das Saatgut einkauft, das für eine bestimmte Backqualität benötigt wird.

Der Standort in Nieder-Erlenbach ist ein Hochertragsstandort wegen der guten Keimfähigkeit des Saatguts und seiner Reinheit. Hinzu kommt, dass die gute klimatische Lage schon frühe Ernten ermöglicht und Landwirt Dr. Mehl zu den ersten auf dem Markt gehört. Neben dem großen Mähdrescher gibt es natürlich noch weitere Maschinen, z.B. die Rüttelmaschine, die Körner und Spelze trennt, eine Packmaschine für die Körner; denn nach der Zertifizierung wird das Saatgut in 50kg Säcke abgefüllt. Eine Generation hält eine Maschine etwa. Alles Saatgut ist zu 100% gegen Krankheiten behandelt — auch das Bio-Saatgut, bei dem dann aber weitere Behandlungen wegfallen. Das behandelte Saatgut wird eingefärbt. Weil es an Tiere nicht verfüttert werden darf, wird es auf diese Weise gekennzeichnet. Dr. Mehl hat sich in der Saatgutvermehrung auf Winter- und Sommerweizen und Gerste eingestellt. Weizen ist ein Selbstbestäuber im Gegensatz zum Roggen, der ein Windbestäuber ist, und damit Gefahr bietet, dass Samen auf ein Weizenfeld fliegt und es „verunreinigt“. Der Winterweizen wird im Herbst gesät, im Frühjahr hat er sein Graswachstum beendet und wechselt in das Ährenwachstum. Er wird lediglich eine Woche vor dem Sommerweizen geerntet. Die Ernte ist reichhaltiger und der Weizen gehaltvoller. Dank der guten Züchtungen, des Einsatzes von Schutzmittel und Dünger und der Technik beschäftigt Landwirt Dr. Mehl nur einen Angestellten und einen Auszubildenden. Ansonsten arbeiten neben ihm, seine Frau im Büro und sein Vater stundenweise. (Bericht: Monika Intrau)

 


30.05.2016
Politischer Frauen-Stammtisch

Zum politischen Frauenstammtisch am 30.05.2016 war kein Referent eingeplant. Es kamen 9 Damen und sprachen über aktuelle politische und städtische Themen.

An dem Termin wurde ebenso überlegt, ob es sinnvoll wäre, entweder den Termin (Montag Abend) oder das Lokal zu wechseln. Eine Terminverschiebung wird von den Anwesenden als schwierig empfunden. Im Laufe des Jahres sollen mögliche andere Optionen (z.B. Weinstube im Römer, Standesämtchen auf dem Römerberg, etc.) von Damen aus dem Vorstand erkundet werden. Ende des Jahres soll dann entschieden werden, ob sich der Stammtisch weiterhin im Wirtshaus Paulaner am Dom trifft oder ob eine neue Lokalität ausprobiert wird.

Es war mal wieder ein sehr schöner gemütlicher Abend mit vielen interessanten Gesprächen. Wie immer waren auch diesmal Gäste herzlich willkommen.

 


13.05.2016
„Faszination Airport" - Frauenunion zu Gast bei Fraport

Drei Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Frauen-Union entdeckten den Frankfurter Flughafen bei einer spannenden Vorfeldrundfahrt, beim Besuch der Feuerwache 3 und im Kongresszentrum des Squaire, einem besonderen Bau über dem Fernbahnhof. Der Flughafen ist eine Welt für sich mit dem geschäftigen Treiben tausender Menschen, die verreisen wollen, dort arbeiten oder in einem der Hotels eingecheckt haben. Es ist ein aufregendes Gewusel. Das ist nicht nur im Inneren der Gebäude so, sondern auch auf dem Vorfeld, wo stündlich Dutzende Maschinen ankommen und genauso viele abfliegen. Täglich starten und Ianden rund 1.300 Flugzeuge. Immer wieder ist es faszinierend das Starten und Landen zu sehen. Wir kamen bei der Rundfahrt ganz nahe heran, sahen nicht nur wie das größte Passagierflugzeug, der Airbus A380, seiner Startbahn zugeführt wurde und dann der 560 Tonnen schwere Doppelstöcker in die Ferne abhob, sondern bewunderten auch viele unterschiedliche Flugzeugtypen.

Der Flughafen ist einer der größten der Welt. Im vergangenen Jahr stiegen rund 60 Millionen Menschen hier ein, aus oder um - und jährlich werden es mehr. Schon heute ist der Flughafen mit mehr als 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der größte Arbeitgeber in Deutschland. Mit dem Terminal 3, das derzeit entsteht, wird die Zahl der Reisenden und der Arbeitnehmer nochmals erheblich steigen. Mit den erzielten Gewinnen unterstützt Fraport viele gemeinnützige Projekte, z.B. den Umweltfond, aber auch kleinere Projekte wie das MainÄppel-Haus auf dem Frankfurter Lohrberg. Ein großer Teil geht in den Lärmschutz, aber auch in die Ausstattung der erworbenen ausländischen Regionalflughäfen.

Größter Mieter bei Fraport ist die Lufthansa. Sie hat mit den Linien der Staralliance ein eigenes Terminal. War sie früher die Nummer eins unter den Fluggesellschaften, so hat sich das jetzt verschoben zugunsten der Fluglinien aus dem arabischen Emiraten, wie Etihad, Emirates und Qatar Airways, die hohe staatliche Unterstützung aus ihren Ländern erhalten.

Bestellt die Lufthansa vier Großraumflugzeuge, so bestellt Emirates 142. Allein das Image der Lufthansa als sicheres Fliegen mit ihr, verhilft ihr noch zu Ansehen und entsprechend vielen Kunden; denn die Preise liegen bei Lufthansa deutlich über denen der arabischen Fluggesellschaften. Der technische Fortschritt wirkt sich natürlich auch bei den Flugzeugen aus. So geht es immer wieder darum, die Flugzeuge leichter zu machen. Probeweise geschieht das mithilfe von Carbonfasern, die allerdings den Fahrkomfort erheblich einschränken, weil sie das Flugzeug sehr hart machen und außerdem sich Beschädigungen nicht reparieren lassen. Aber gut gepflegt, fliegt ein Flugzeug ewig, erfuhren die Damen angesichts der Kosten tröstlich.

Jede der Start- und Landebahnen hat eine Feuerwache, so war mit dem Bau der Nordwestbahn war auch eine eigene Feuerwache erforderlich. Die Damen besuchten die Feuerwache 3 und waren erstaunt über die riesigen Löschzüge, von denen einer 1,7 Millionen Euro kostet bei einem Gewicht von 49 Tonnen und 1.400 PS starker Motorleistung. Im Gefahrfall rücken alle Löschfahrzeuge aus. Es gilt, dass sie in zwei bis drei Minuten am Einsatzort sein müssen. Ihre Wasserkapazität beträgt 12.500 Liter. Mit der Technik in den Armlehnen lassen sich die Wasserdüsen regeln. Mit einem Löschzug kann man in der Regel ein brennendes Fluchzeug löschen. Das Fahrzeug kühlt sich selbst, alle verwendeten Materialien halten bis zu 800 Grad aus. In 2 1/2 Minuten muss das Feuer aus sein. Zu den Aufgaben der einzelnen Feuerwachen gehört nicht nur das Löschen in Brand geratener Maschinen, sondern auch die Flugzeugbergung, sowie Hilfe bei Unfällen auf der benachbarten Autobahn.

Dieser wirklich einzigartige Nachmittag klang am Abend mit einem Essen in einem Restaurant im Squaire, jenem über dem Fernbahnhof errichteten Konferenz- und Einkaufszentrum, aus. Alle waren begeistert und gleichzeitig erschlagen von der Fülle der Eindrücke und vermittelten Fakten. Besonders bedankten sich die Damen und Herren bei Herrn Stiller von Fraport, der uns die vielen Stunden geführt und alle unsere Fragen beantwortet hatte. (Bericht: Monika Intrau)

 


12.05.2016
Frauen-Union besichtigt die Backstube der Bäckerei „Eifler"

Der „Bäcker Eifler" hat seine Backstube in das Fechenheimer Industriegebiet nahe dem Osthafen gelegt und war nicht leicht zu finden, weil das Gewerbegebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln weniger gut erschlossen ist. Dennoch hatte sich am 12. Mai 2016 eine größere Gruppe eingefunden. Kaum dass wir das Haus betreten hatten, umwehte uns ein verführerischer Duft von frischem Brot und süßen Stückchen. Morgens um acht Uhr war somit die Welt des Frühstücks wieder in Ordnung; denn nicht jede der Damen hatte ausgiebig frühstücken können angesichts des frühen Aufbrechens.

Zunächst fiel die große Brotmaschine ins Auge, die viele Sorten Brot bäckt. Durch Glasfenster in der Riesenmaschine konnte der Herstellungsprozess beobachtet werden, er dauert 55 Minuten. Der Sauerteig dazu wird selbst hergestellt. Die Herstellung des Natursauerteigs dauert 18 Stunden. Damit das Werk auch gelingt, ist eine einheitliche Temperatur notwendig, die für das Brot 24 Grad beträgt. Da es in der Backstube verständlicherweise recht warm wird, muss der Teig gekühlt werden. Dieses geschieht mit sogenanntem Scherbeneis, also gesplittertem Eis, das über den Teig gegeben wird. In der Stunde verlassen 1.200 Brote den Ofen. Die Produktion läuft von 20.00 Uhr abends bis 17.00 Uhr des darauffolgenden Tages in 2 Schichten. In den verbleibenden drei Stunden bis wieder 20.00 Uhr werden die Anlagen gereinigt. Pro Schicht arbeiten 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind 12 Bäckermeister und 3 Konditoren. In der Regel wird abends gebacken, damit morgens die frischen Brote und Brötchen, sowie die Stückchen ausgeliefert werden können. Sie werden mit LKWs in die Filialen gefahren. Der Bedarf in der jeweiligen Filiale wird über ein Display in der Backstube angezeigt. Entsprechend dem Filialwunsch wird geliefert.

Die Filialen sind größtenteils Franchiseunternehmen. Ihre Inhaber arbeiten mit Eifler-Produkten zum eigenen Gewinn, aber auch auf eigenes Risiko. Die recht komplizierte Technik der Backautomaten bedingt natürlich auch Reparaturen. Dafür stehen Haustechniker zur Verfügung. 15 Jahre sind Maschinen durchschnittlich im Einsatz.

Von besonderem Reiz war natürlich die Kuchen- und Stückchenherstellung, die wir - übrigens verkleidet mit dünnem weißem Mantel und Haarhaube - miterlebten. Riesige Bleche an Streuselkuchen schwebten an uns vorüber, ein wunderbares Aroma verbreitend. Die Streuselkuchen wurden noch etwas zurechtgeschnitten. Dabei gab es „Abfall“. Man kann sich vorstellen, dass uns das Wasser im Munde zusammenlief. Natürlich durften wir uns davon Stücke nehmen: der Kuchen schmeckte köstlich. Erstaunlich war auch, wieviel noch mit der Hand gefertigt wird. Wie zu Hause, wurde eine Backprobe mittels eines Stöckchens genommen. Mit hoher Geschwindigkeit durchschnitt ein Bäcker die Tortenböden, die anschließend mit guter Buttercreme bestrichen wurden. Übrigens verwendet die Bäckerei ausschließlich reine Butter für die Streuselkuchen und für die Torten. Große Handfertigkeit war auch für die Apfelrollen notwendig, Eine Rolle maß schätzungsweise drei Meter und musste gleichmäßig gerollt und dann zerschnitten werden. Geübte Griffe machten es möglich. Alle Teige werden vollautomatisch hergestellt. Den Kuchenausschuss bekommt eine Schweinemästerei in Fulda. Im Froster werden die am Tag hergestellten Stückchen schockgefroren und nachts dann fertig gebacken. Diese Froster haben üppige Maße. Interessant war auch die Lagerung des Mehls in großen Tanks, die von oben befüllt werden. Jeder Tank steht für eine besondere Mehlsorte. Einer ist im Wechsel immer leer, damit eine Reinigung möglich ist. Mit einem Stückchenfrühstück endete die Besichtigung. Es war ein erlebnisreicher Vormittag. (Bericht: Monika Intrau)

 


25.04.2016
Politischer Frauen-Stammtisch mit der Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt, Frau Gabriele Wenner

Interessierte Damen der FU trafen sich zu einer munteren Runde, darunter auch Stadtverordnete, wie Frau Meister und Frau David, aber auch Damen aus den Ortsbeiräten und Kandidatinnen der letzten Kommunalwahl wie Frau Friedrich und Frau Steinhardt. Frau Cromm eröffnete die Gesprächsrunde und führte durch den Abend, der sehr gelungen war. Zu Gast war Frau Gaby Wenner, die Leiterin des Frauenreferates der Stadt Frankfurt.

 Frau Wenner ist seit 2002 Frauenbeauftragte in Frankfurt. Stationen davor waren Bad Kreuznach, wo sie geboren wurde, und Mainz, wo sie Jugendarbeit im Kolpinghaus betrieb. Sie ist hochengagiert, setzt sich insbesondere für junge Frauen ein, denen sie Mut machen will, sich beruflich weiterzuentwickeln, Selbstbewusstsein aufzubauen und schon in jungen Jahren Alterssicherung zu betreiben. Junge Frauen - so Wenner - schauen zu wenig auf das Geld, „Jede Arbeit ist auch nicht das Vorteilshafteste".

Das Frauenreferat ist eines von 60 Ämtern der Stadt Frankfurt. Es beschäftigt 11 Frauen und zwei Männer und ist quasi ein „Querschnittsamt“, d.h. es wirkt in viele Ämter hinein, wo es Frauen zu beraten und zu unterstützen gilt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten viele Anrufe von Frauen zu Themen wie Jobsuche oder Wohnungssuche, wobei sie natürlich nicht unmittelbar tätig werden können, dennoch wirken sie vermittelnd, nennen Ansprechpartner und geben Informationen weiter. Neben der sehr umfassenden Aufgabe, sich ja überall auszukennen, werden auch noch Untersuchungen zu bestimmten Themen durchgeführt, Schriften herausgegeben und Vorträge gehalten. Alle zwei Jahre erscheint der Frauenguide zu frauenpolitischen Themen. Er wird dem Journal Frankfurt beigefügt. Ein besonderes Thema ist „Gewalt gegen Frauen" Frau Wenner misst dem hohe Bedeutung zu. Wie sie den Damen der FU erläutert, habe jede dritte Frau schon Gewalt erlebt. Neben zahllosen Telefonaten nimmt die online-Beratung in jüngster Zeit gerade bei jungen Mädchen zu. Ausgebildete Beraterinnen stehen den jungen Frauen persönlich zur Seite in Schulen, auf Plätzen und auf der Straße, z.B. am girls-day und dem equal-pay-day. Eine weitere Broschüre wendet sich an Alleinerziehende. In ihr sollen besondere Lebenslagen von Frauen aufgegriffen und beratend begleitet werden. Die Gesundheitsberatung steht natürlich ebenfalls auf dem Programm.

Eine besondere Aufgabe trug Frau Wenner den Damen der FU an, nämlich bedeutende Frauen zu benennen, damit nach ihnen eine Straße, ein Platz oder eine Schule benannt werden kann. Diese Vorschläge sind an das Stadtvermessungsamt zu richten. Viele der FU Damen wollten auch etwas über Frauen in Führungspositionen wissen. Bei der Stadtverwaltung sind die Frauen natürlich sehr gut aufgestellt mit über 40% in Leitungspositionen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gleichberechtigungsbüro lassen es sich nicht nehmen, hier zielgerichtet zu wirken, was natürlich bei einer Behörde leichter möglich ist als in der freien Wirtschaft. Frau Wenner betonte aber ausdrücklich, dass Eignung und Leistung die entscheidenden Faktoren für eine Beförderung seien. Das Landesgleichberechtigungsgesetz regelt dabei das Beteiligungsverfahren. Der Tony-Sender-Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist, wird an Personen oder Organisationen vergeben, die sich um die Gleichberechtigung besonders verdient gemacht haben. Eine Prämie erhielt die Schrift: „Armut ist eine Frau", in der auf die besondere Situation von Frauen im Alter oder als Alleinerziehende aufmerksam gemacht wird. Auch Musliminnen können sich an das Frauenreferat wenden, das eng mit dem Amt für Migration zusammenarbeitet (Bericht: Monika Intrau)

 

 


22.04.2016
Sylvia Hornung als Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union wiedergewählt

Einstimmig wählten die Mitglieder der Frankfurter Frauen-Union Sylvia Hornung für weitere zwei Jahre zu ihrer Vorsitzenden. Als Stellvertreterinnen wurden Verena David, Hannelore Metzner und Inge Cromm wiedergewählt. Schriftführerin ist künftig Sara Steinhardt. Der Beirat setzt sich zusammen aus: Ankin Akyuez, Charlotte Baecker, Anke Bernecke-Kaus, Gabriele Cappel, Marie José de los Rios, Carolin Friedrich, Katharina Herzog, Monika Intrau, Sybill Cornelia Meister, Ann-Kristin Müller, Ursula Plahusch, Debora Rieser und Marita Schäfer.

Ziel des neuen Vorstandes, ist es u.a., die Gleichberechtigung von Frau und Mann in Beruf und Gesellschaft voranzubringen. Zu den unverzichtbaren Rahmenbedingungen gehört die Gleichberechtigung. Gleiche Aufstiegschancen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern müssen erreicht werden. Zwar sind die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in den letzten Jahren kleiner geworden, aber 10% Lohnunterschied ist immer noch zu viel. Der Unterschied bei Akademikerinnen liegt mit 25% sehr hoch, zu hoch. Es geht aber nicht nur um die finanzielle Gleichstellung im Beruf, sondern auch um die Beförderung. Wieviele Banken werden von einer Frau geleitet in der Bankenstadt Frankfurt? Hier und in anderen Bereichen, zu denen auch die politischen Parteien gehören, sind Frauen erheblich unterrepräsentiert. Die Frauen-Union erwartet auch von der eigenen Partei für die nächste Bundestagswahl einen höheren Frauenanteil. Auf alle Fälle sollte eine aus dem Bundestag ausscheidende Abgeordnete wieder durch eine Frau ersetzt werden. Die Frauen-Union begrüßt die Entscheidung von Frau Bettina Wiesmann, für den Bundestag zu kandidieren und wird sie selbstverständlich unterstützen.

Vorbildfunktion hat in Bezug auf die Frauenförderung die Stadt Frankfurt. Bei über 40% liegt der Frauenanteil in den Amts-. Betriebs- und Referatsleitungen. Ämter, deren Leitung früher reine Männersache gewesen ist, werden heute von Frauen geleitet, wie z.B. die Bauaufsicht, das Energiereferat, das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Straßenbauamt. Frankfurt geht mit gutem Beispiel voran, auch dank des Gleichberechtigungsbüros und des Frauenreferats der Stadt, die sich sehr engagiert für die Rechte der Frauen einsetzen.

Die Frauen-Union ist überzeugt, dass ein steter Einsatz für die Rechte der Frauen auf Dauer Erfolg zeigen werde.