Veranstaltungen
21.03.2014 – 21.04.2016

 

Vorstand

21.03.2014 - 21.04.2016

 

Rechenschaftsbericht 2014-2016

 

 


 

 

14.-.17. April 2016
Auf den Spuren Adenauers in Cadenabbia / Italien

 Vom 14. - 17.04.2016 nahmen einige Damen der Frankfurter Frauen-Union an der Fahrt der FU Hessen nach Cadenabbia/Italien teil. Die Fahrt stand ganz unter dem Motto "Frauen-Macht-Politik!". Ziel war die Villa La Collina der Konrad-Adenauer-Stiftung, die heute als internationale Begegnungsstätte viele Gäste aus aller Welt dient. Nach dem Informationsfilm "Ferien ohne Urlaub: Politische Entscheidungen Adenauers in Cadenabbia" und einem Rundgang auf den Spuren des ehem. Bundeskanzlers ging es zu einer Exkursion nach Bellagio zum Thema "Ein Spiegelbild europäischer Geschichte". Die Teilnehmerinnen kamen ins Gespräch über ehrenamtliches Engagement in Politik und Gesellschaft sowie die Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft und tauschten sich bei einem Kamingespräch über Frauen-Macht und Politik aus. Nach einer Bootsfahrt nach Menaggio und dem Besuch der historischen Gärten der Villa Carlotta hatten die Damen die Möglichkeit, Mailand zu erkunden. Eine rundum gelungene Reise bei traumhaftem Wetter, in netter Gemeinschaft, mit interessanten Gesprächen und tollen Eindrücken.

 


06. März 2016
Empfang zum Internationalen Frauentag im Frankfurter Römer

Auch in diesem Jahr waren zahlreiche Damen der Frankfurter Frauen-Union am 06.03.2016 auf dem Empfang zum Internationalen Frauentag im Römer vertreten und lauschten dem Vortrag der Frauendezernentin Sarah Sorge (Grüne) über das Motto "Respekt. Stoppt Sexismus". Die Dezernentin berichtete, dass man Sexismus nach wie vor überall findet, z.B. steckt Sexismus in Behauptungen wie, Mädchen seien von Natur aus schlecht in Mathe oder in Rollenklischees, die besagen, so sind Männer, so sind Frauen. Sexismus reicht von aufdringlichen Blicken, übergriffigen Worten bis hin zur sexualisierten Gewalt. Sie forderte, Sexismus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen zu entlarven, sichtbar zu machen und den Betroffenen Handlungsoptionen und Unterstützungen an die Hand zu geben.

Zusammen mit dem Verein für feministische Mädchenarbeit FEM hat das Frauenreferat deshalb ein Onlineportal entwickelt, das gerade Mädchen und jungen Frauen ein Forum bei diffus erlebtem Sexismus oder auch konkreter sexueller Belästigung bietet. Junge Frauen zwischen zwölf und 25 Jahren finden hier Informationen, Beratung und können sich austauschen – selbstverständlich auch anonym.

Anschließend diskutierten die Damen in geselliger Runde über das Thema.


29. Februar 2016
Politischer Frauen-Stammtisch mit der Zweiten Frau auf der Stadtverordneten-Liste Christiane Schubring

Über 20 CDU-Frauen drängten sich im Paulaner Stübchen, um sich eine Woche vor der Kommunalwahl über ihre Erfahrungen an den Wahlständen auszutauschen, aber auch um die Sozialpolitikerin Christiane Schubring zu hören. Frau Schubring kandidiert als zweite Frau auf der Kandidaten-Liste zur Stadtverordnetenversammlung und ist aktuell die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion.

Frau Schubring berichtete, dass die Bundespolitik mit der Flüchtlingsproblematik den Wahlkampf beeinflusst habe, obwohl diese bei einer Kommunalwahl nicht entscheidend zur Wahl stehe. In dem Zusammenhang lobte sie ausdrücklich die Sozialdezernentin, Frau Prof. Dr. Birkenfeld, die in dem Problemfeld federführend sei und die große Aufgabe der Unterbringung und Versorgung der ankommenden Flüchtlinge geräuschlos und unangefochten mit viel Engagement löse. Besonders anzuerkennen sei, dass nicht nur viele Unterkünfte gefunden worden seien, sondern dass es ihr gelinge, die Flüchtlinge in kleinen Einheiten im gesamten Stadtgebiet unterzubringen. Das erleichtere für die Ankommenden eine schnellere Integration und verhindere eine Segregation, wie beispielsweise in Paris. Alle, die fest in Frankfurt bleiben, erhalten Deutschunterricht als Voraussetzung für eine Arbeitsaufnahme. Um letzteres zu erreichen, erprobt die Werkstatt Frankfurt Modelle zur Beschäftigung von Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen. Die alten und nun neuen Bedürftigen sollen gleich gefördert und unterstützt werden, um die beide Gruppen nicht gegeneinander auszuspielen. Natürlich ist das ein langer Weg, aber er ist auch alternativlos. Als sehr nützlich in dem Zusammenhang erweisen sich jetzt die vor Jahren ins Leben gerufenen Quartiersmanagemente / Leuchtturmprojekte oder auch die Nachbarschaftsvermittler, die beraten und schlichten, fördern und unterstützen. So hat in der Nordweststadt eine marokkanische junge Frau vor Jahren ein solches Projekt ins Leben gerufen, das bis heute sehr erfolgreich läuft. Sie berät Mütter aus dem nordafrikanischen Raum in der Kindererziehung, der Schulberatung für die Kinder und die Mütter persönlich, ohne zu missionieren.

Sowohl die vielen Neuankömmlinge als auch viele junge Paare suchen bezahlbaren Wohnraum. Leider, so Schubring, sei der soziale Wohnungsbau in den letzten Jahren zurückgefahren worden. Ihn wieder zu installieren sei eine wichtige Aufgabe für die Stadt. Investoren sollten 30% des geschaffenen Wohnraums zu Sozialmieten anbieten. Die neue Legislaturperiode wird sich hier besonders einbringen müssen.

Die Sozialarbeit im Römer umfasst auch die Kinder- und Jugendarbeit. Inzwischen gibt es viele Angebote für Kinder. Es gibt die Berufs-, Sozial- und Elternberatung. Hier erfordern die steigenden einen Nachtragshaushalt. Dieser wird auch die neuen Schulbauten mit einschließen. Diskutiert wurde in dem Zusammenhang die Schulgründungen in Sachsenhausen, die die bestehende Schulstruktur sehr verändern hin zu den Gesamtschulen. Die Kollegien der betroffenen Schulen waren dabei ziemlich außen vor geblieben und sind es bis heute. Fraglich bliebe, ob Kinder mit Gymnasialempfehlung wirklich auf eine Gesamtschule wechseln wollen oder nicht lieber an einem grundständigen Gymnasium aufgenommen werden wollen und am Ende gegen ihren Willen durch staatliche Lenkungsmaßnahmen nur dorthin wechseln müssen.

Der Themenbereich Recht und Sicherheit gehört auch zu den Aufgabenfeldern von Frau Schubring in der CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung. Frau David, auch Stadtverordnete, berichtete, dass weitere vier Plätze in Zukunft videoüberwacht werden sollen. Allerdings sei der Koalitionspartner, die Grünen, vehement dagegen gewesen. Die Videoüberwachung diene jedoch der Sicherheit der Bürger, Straftaten ließen sich leichter aufklären, bisweilen ließen sie sich auch verhindern.

Die Damen erlebten einen sehr informativen Abend mit regen Diskussionen. (Bericht: Monika Intrau)


26. Februar 2016
Frauenunion besichtigt den Neubau der EZB

Frauen Union Frankfurts Foto.Pünktlich um 16.30 Uhr ging es am 26. Februar los. 26 interessierte Damen der Frankfurter Frauen-Union gingen nach dem Sicherheitscheck, der sich wie an Flughäfen gestaltete, vom Empfangshaus durch eine breite Grünanlage zum eigentlichen Hauptgebäude vorbei an einer Plastik - einem Baumstamm aus Kupfer mit zu einem Ball geformten goldenem Laub. Herr Pfälzer -  einer der Architekten - begrüßte uns. Wer jetzt glaubte, die Besichtigung begänne, irrte; denn ein erneuter Sicherheitscheck stand an. Ausgerüstet mit Besucherchipkarten und nach mehrmaligem Vorzeigen des Personalausweises passierten wir jetzt mehrere Sicherheitsschleusen, um in alle Etagen und Gebäude der EZB zu gelangen.

Schon der Eingangsbereich nahm uns in seiner Erhabenheit gefangen. Schnörkellose Schlichtheit aus Glas und Beton, riesige Flächen und große Höhen. Wir befanden uns im Mittelpunkt eines Koordinatensystems, dessen waagerechte Achse die alte Großmarkthalle, unsere frühere Gemüsehalle, war. Stein für Stein war gerettet worden, gesäubert und wieder verbaut worden- ihre gitterartigen Fenster schmücken nun wieder das neue Haus. Sie und die alten ziegelfarbigen Steine verbreiten eine warme Atmosphäre. In diese spektakuläre Halle, über die sich der erste der beiden Türme erhebt, wurde ein weiteres Haus eingearbeitet - mit schrägen Wänden, etwas kubistisch anzusehen. Hierin befindet sich ein großer Sitzungssaal mit einer an nichts mangelnden Ausstattung.

Frauen Union Frankfurts Foto.Die beiden weithin sichtbaren Türme sind Kathedralen moderner Architektur, schlank aufsteigend mit vielen Sichtachsen, denen der Blick folgt und der sich bis in die Höhe des jeweiligen Turms erstreckt. Schräge Träger mit riesigen Gewichten schaffen Stabilität, wie uns der Architekt erläutert. Hinzu kommt eine sicherheitsträchtige Bauweise und Materialauswahl, um allen eventuellen Angriffen standhalten zu können. Auf vier Ebenen sind Übergänge zwischen den sich zueinander drehenden Türmen möglich. Es sind gleichsam Kommunikationsbereiche, auf denen man zusammenkommen kann. Sie bieten angesichts ihrer Höhe phantastische Ausblicke weit ins Hessenland hinein. Begegnungen sind natürlich auch im hauseigenen Fitnesscenter möglich, in der Bibliothek, der Cafeteria und den Teeküchen auf jeder Etage.

Entworfen hatte den Gebäudekomplex das Wiener Architekturbüro „Himmelblau“, die sogenannten Rolling Stones der Architektur. Sie waren es, die die vielen Schrägen ins Haus brachten, an denen sich die Statiker mühsam abarbeiten mussten. So stellt das Haus heute den größten freitragenden Betonbau der Welt dar. Mit 42 Stockwerken und 185m Höhe prägt es die Skyline von Frankfurt mit. Die Hallenstruktur ermöglicht eine variable Raumaufteilung. 2900 Arbeitsplätze bietet die Bank. Besondere Öffnungselemente sorgen für eine natürliche Belüftung der Büro- und Besprechungsräume. In allen Räumen und in der Halle findet die Heizung bzw. Kühlung über den Fußboden statt, sodass in Bodennähe immer eine angenehme Temperatur herrscht.

Die Einmaligkeit des Gebäudekomplexes ist die Verknüpfung der ehemaligen denkmalgeschützten Großmarkthalle von Martin Elsaesser - von 1826 bis 1928 im Bauhausstil erbaut - mit dem Neubau. Der Neubau wurde nur genehmigt, weil im Krieg ein Teil der Halle zerstört wurde. Genau dort befindet sich heute der Einbau des Querriegels, in dem die Lobby und der Empfang untergebracht sind. Viele Elemente aus der alten Zeit hat man übernommen, wie die roten Fensterrahmen auf der unteren Ebene, der eierschalenfarbene Anstrich und die Länge mit 250m und 50m Breite blieben ebenfalls. Der Bau ist ein Glanzstück. (Bericht: Monika Intrau)


20. Februar 2016
Kommunal-Wahlkampf am Zentralen Infostand

Das schlechte Wetter konnte die engagierten Damen der Frankfurter Frauen-Union nicht aufhalten, einen intensiven Wahlkampf für die Kommunalwahl zu betreiben. Zahlreiche Kandidatinnen für die Stadtverordnetenversammlung und verschiedene Ortsbeiräte waren mit dabei und diskutierten bei starkem Regen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über kommunalpolitische Themen, erläuterten die 10 wichtigsten Gründe, warum man die CDU wählen sollte und verteilten Informationszettel zu Zielen der CDU, aber auch zu den verschiedenen Kandidatinnen und Kandidaten. Insbesondere der von der FU entwickelte Frauen-Flyer erfreute sich besonderer Beliebtheit.

 

 

 


30. Januar 2016
Neujahrsempfang der Frauenunion

Für den 30. Januar hatte die Frauen-Union zum Neujahrsempfang eingeladen und viele waren der Einladung gefolgt. Frau Hornung, unsere Vorsitzende, begrüßte alle sehr herzlich, insbesondere die Mandatsträgerinnen, die Ortsbeirätinnen und die Stadtverordneten, natürlich auch die, die es in der nächsten Wahlperiode wieder oder erstmalig sein wollen. Das Jahr 2016 ist mit der Kommunalwahl ein besonderes Jahr, so Hornung. Die Frauen Union sei sehr engagiert und kämpfe für viele Stimmen der CDU. Resümierend stellte sie fest, dass Schwarz-Grün viele Projekte umgesetzt habe, wie zum Beispiel den Wiederaufbau der Altstadt, die Baulandoffensive, das Kindertagesstätten-Programm, eine neue Innenstadtplanung, die Osthafenbrücke, neue Parks und Grünanlagen. Die Menschen lebten gern hier. Eine florierende Wirtschaft habe große Einnahmen erbracht, die in die genannten Projekte sinnvoll investiert worden seien. An dem Erfolg habe die Frauen-Union kräftig mitgewirkt, so sei die Hoffnung groß, dass viele ihrer Kandidatinnen auch ins Stadtparlament einzögen. Unter der Federführung von Frau Cromm und Frau Steinhardt sei ein Flyer zum Wahlkampf erstellt worden, auf dem die Kandidatinnen teils mit Bild vorgestellt würden und der die politischen Ziele der Frauen-Union für die nächste Legislaturperiode angebe.

In der entspannten Atmosphäre von Kaffee, Kreppel und Kuchen und vielen Gesprächen stellten sich die Kandidatinnen einzeln vor, berichteten von ihrem politischen Weg, ihren bisherigen Leistungen und ihren Plänen, die sie ins Parlament tragen sollen:

 

Frau Christiane Schubring ist seit fünf Jahren Stadtverordnete, davor war sie im Ortsbeirat 8 und Kinderbeauftragte. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Sozial- und Gesundheitsgebiet, entsprechend ist sie auch in den diesbezüglichen Ausschüssen, deren Sprecherin sie ist. Daneben wirkt sie auch in dem Ausschuss Recht, Verwaltung und Sicherheit mit. Ihre Arbeit würde sie gern fortsetzen. Zukünftig will sie sich auch gegen das „musikalische Lärmen" auf der Zeil einsetzen. Das fand viel Anklang.

 

Frau Christiane Loizides ist wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU Fraktion und seit 2006 Stadtverordnete, zusammen mit Frau Dr. Teufel und Frau David, seit 1999 CDU-Mitglied. Sie hat Jura studiert und war Richterin am Verwaltungsgericht, entsprechend ist sie im Rechtsausschuss, im Verkehrs- und Bauausschuss. In den Ausschüssen wurde stadtpolitisch viel bewegt, z.Z. geht es um das Innenstadtprojekt; denn viele Geschäfte in der Innenstadt schließen, das soll sich nicht fortsetzen, ferner geht es um die Planung einer wohnortnahen Versorgung und einer Verbesserung des Hauptwachenbereichs, der Konstabler Wache und der Ostzeil durch z.B. mehr Grün. Gründe für die städtischen Veränderungen sind nicht nur hohe Mieten, sondern auch der Internethandel, der das Kaufverhalten beeinflusst. Auf alle Fälle soll die Stadt als Industriestandort erhalten bleiben, weil nur die Industrie Geld über die Gewerbesteuer einbringt — das sind 45% aller Einnahmen und mehr als vom Bankengewerbe, aber weil die Industrie Arbeitsplätze sichert.

 

Frau Erika Pfreundschuh ist seit 10 Jahren Stadtverordnete bzw. ehrenamtliche Stadträtin und Vorsitzende der Seniorenunion. Letzteres erfüllt sie mit großen Engagement. Sie möchte für die älteren Menschen Teilhabe, Respekt und Solidarität von den anderen einfordern. Die Älteren sollen in Vereinigungen mitwirken können und dadurch auch ein positives Altersbild bewirken. Solidarität bedeute nicht, sie mit Hilfsmöglichkeiten zu überschütten, sondern Hilfe anzubieten, wenn sie gebraucht wird, aber nicht überversorgen und entmündigen

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Frau Albina Nazarenus-Vetter wohnt in Bergen-Enkheim und kandidiert für den Frankfurter Nordosten. Sie arbeitet als Stadtverordnete besonders in der Kinder- und Jugendförderung. Ihr Credo ist, dass jeder, der einen Betreuungsplatz für sein Kind benötigt, ihn auch erhalten soll. Es gebe zwar jetzt viele Plätze, allein es fehlten nun die Betreuer und Betreuerinnen. Sie hofft auf ihren Wiedereinzug ins Stadtparlament, um auf diesem Gebiet weiterhin aktiv sein zu können. Wenn auch ab dem sechsten Lebensjahr kein Betreuungsanspruch mehr bestehe, so unterstütze sie den „Pakt für den Nachmittag" des hessischen Kultusministers, aber auch die noch bestehenden Horte, für die sie einen Bestandsschutz einfordert. Eine verbindliche Nachmittagsbetreuung lehnt sie ab.

 

Frau Anita Akmadza ist mit 33 Jahren eine der jüngsten Kandidatinnen, sie ist gelernte Dipl. Pädagogin und Realschullehrerin, stellvertretende Vorsitzende im CDU Dornbusch, Kinderbeauftragte und ehrenamtlich Vorsitzende der kroatischen Kirchengemeinde. Sie hat viele neue Ideen, die sie gerne in die kommende Stadtverordnetenversammlung einbringen möchte.

 

Frau Sara Steinhardt - mit 29 Jahren noch jünger - ist seit Montag fertige Studienrätin. Sie ist hochengagiert und hat ganz wesentlich und neben ihrer Ausbildung das Programm der Frauen-Union miterstellt, das Grundlage unserer zukünftigen Arbeit ist. Ebenso engagiert hat sie mit Frau Cromm zusammen den Wahlkampfflyer der FU erstellt. Sie ist Mitglied im Vorstand der Frauen-Union Frankfurt und Hessen und leitet den Bildungsausschuss der CDU Frankfurt. Neben der Bildungsarbeit engagiert sie sich für Frauenthemen, wie die Sicherheit und die Sauberkeit. Sie kämpft für mehr Überwachungskameras und für öffentliche Toiletten.

 

Frau Inge Cromm ist seit 2011 Mitglied im Ortsbeirat 9 und Vorsitzende der CDU-Eschersheim. Sie arbeitet im Fachausschuss Bildung mit, ist Schriftführerin in Senioren-Union und stellvertretende Vorsitzende in der Frauen-Union, für die sie zusammen mit Frau Steinhardt den Wahlkampfflyer und das Programm erstellte. In Vertretung der Vorsitzenden leitet sie den Politischen Frauenstammtisch der FU, jeden letzten Montag im Monat, zu denen immer Redner aus dem politischen Establishment eingeladen sind, und führt durch die Veranstaltung. Für viele Veröffentlichungen der Frauen-Union ist sie mitverantwortlich.

 

Frau Sabine Fischer ist seit 2006 aktiv im Ortsbeirat 4 tätig und seit 2011 Stadtverordnete. Beruflich ist sie Schulleiterin an einer Grund-, Haupt- und Realschule. Damit versteht es sich von selbst, dass sie im Bildungsausschuss mitwirkt und die Bildungspolitik der CDU auf Veranstaltungen nach außen vertritt. Sie ist stolz darauf, dass in Frankfurt ein grundständiges Gymnasium gebaut wurde und zwei weitere hinzukommen sollen, weil der Bedarf groß ist. Daneben sind noch zwei integrierte Gesamtschulen und eine kooperative Gesamtschule geplant, sowie eine gymnasiale Oberstufe und einige Grundschulen. Natürlich muss der Kompromiss mit dem Koalitionspartner, den Grünen, gefunden werden; denn dass es in den Stadtteilen südlich des Mains gleich mehrere Gesamtschulen geben soll, irritiert manchen doch. Um zeitlich schneller voran zu kommen, sollen die neuen Schulen vor allem in Holzmodulbauweise erstellt werden. Insgesamt würden in den nächsten Jahren zehn neue Schulen gebaut. Der Bedarf sei entsprechend groß, weil die Schülerzahlen stiegen und viele ein Gymnasium anstrebten, z.Z. etwa 56%. Im Kulturausschuss unterstützt Sabine Fischer den Plan für ein eigenständiges Kinder- und Jugendtheater.

 

Frau Verena David ist seit 2006 Stadtverordnete. Sie kam damals als Nachrückerin in die Stadtverordnetenversammlung. Da hatte schon ihre politische Karriere begonnen; denn während des Jurastudiums in Frankfurt engagierte sie sich im RCDS und kam darüber zur CDU und damit in die Frauen-Union, wo sie im Vorstand aktiv mitwirkt. Als Stadtverordnete ist sie in den Ausschüssen Verkehr, Kultur und Soziales - dabei insbesondere im Ausschuss Gesundheit - tätig. Das Klinikum Höchst und das Drogenreferat sind ihre Haupteinsatzgebiete. Nach vielen Wirren ist endgültig geklärt, dass das Klinikum Höchst in kommunaler Trägerschaft bleibt und mit den Main-Taunus-Kliniken eine gemeinsame Geschäftsführung eingeht. Das ist für das gebeutelte Klinikum eine Riesenchance, so Verena David. Im Gesundheits- und Sozialbereich sei Frankfurt hervorragend aufgestellt. Dazu zählt sie den Kältebus, die Flüchtlingsversorgung sowie die Aidshilfe mit ihren vielen Angeboten.

 

Frau Anke Bernecke-Kaus gehört mit 29 Jahren auch zu den jungen Frauen, die sich seit Jahren in der CDU und in der Frauen Union, wo sie Mitglied im Vorstand ist, engagieren. Sie wohnt im Bahnhofsviertel und kämpft für bezahlbaren Wohnraum. Beruflich ist sie Betriebswirtin und berät Unternehmen.

 

Frau Marie de Los Rios ist in Spanien geboren und in Frankreich aufgewachsen. Bis 2006 war sie Stadtverordnete und ist Mitglied im Vorstand in der Frauen-Union, für die sie eine Reihe an Veranstaltungen organisierte. Ihre berufliche Tätigkeit als technische Zeichnerin gab sie nach neun Jahren auf und wechselte zum Tanz. Sie ist ausgebildete Tanzlehrerin und gibt Jugendlichen mit dem Tanzen Gemeinschaft und eine ausgleichende und eine erfüllende Betätigung. Politisch engagierte sie sich in der CDU-Westend, in die sie vor einiger Zeit wechselte.

 

Frau Susanne Ronneburg kam vor fünf Jahren in den Ortsbeirat im Frankfurter Westen, den für 130 000 Einwohnern einen der größten in Frankfurt.

 

Frau Christine Ringer ist seit 1 1/2 Jahren CDU-Mitglied und beruflich Redakteurin. Als Mutter zweier Kinder engagiert sie sich vor allem im familiären Bereich. So ist sie Lesebotschafterin und gehört zur Gruppe „freundliches Frankfurt".

 

Frau Katrin Müller-Walde ist Volkswirtin und hat Jahre in den USA gelegt. Im Jahr 2005 trat sie in die CDU im Westend ein. Beruflich ist sie Journalistin beim ZDF. Ihre Interessen liegen im kulturellen Bereich und in der Bildungspolitik. Sie ist Bundesvorsitzende des Vereins Leselernhilfe.

 

Frau Marita Schäfer hat nach dem Besuch der Realschule den Fachoberschulabschluss erworben und wurde technische Zeichnerin. Politisch ist sie als Vorsitzende der CDU-Nied engagiert. Sie wirkt im Fachausschuss Wirtschaft mit und kämpft im Fahrgastbeirat Traffic für die Interessen der Fahrgäste.

 

 

Frau Veronika Fabricius ist Mutter dreier Schulkinder und kam durch ihren Mann in der CDU zu ihrem Interessensgebiet, der Wirtschaft. Sie ist Mitglied im Ortsbeirat Westend.

 

Frau Gabriele Cappel gehört ebenso der CDU-Westend an. Davor war sie in der CDU-Nordend. Sie ist Bankfachwirtin, erfahrene Kreditspezialistin und seit 2012 als Tagesmutter für Schulkinder tätig. Bildung und Erziehung sind ihre Interessensgebiete ebenso wie Natur und Umwelt.

 

Es war ein interessanter Abend. Frau Hornung wünschte allen Kandidatinnen viel Erfolg und drei Kreuzchen bei der Wahl. Mit einem Glas Sekt fand der Abend seinen Abschluss. (Bericht: Monika Intrau)

 

 

 


25. Januar 2016
Politischer Frauen-Stammtisch mit der Ersten Frau auf der Stadtverordneten-Liste Dr. Nina Teufel

Wie immer war eine sehr diskussionsfreudige Gruppe zusammengekommen. Mit großer Freude wurde unsere Stadtverordnete Dr. Nina Teufel empfangen und von Debora Rieser, Vorstandsmitglied der Frauenunion, herzlich begrüßt und willkommen geheißen, ist sie doch die erste Kandidatin auf der Liste der Stadtverordnetenversammlung für die Kommunalwahl im März - allerdings erst auf Platz fünf. Die Frauen-Union hätte sich gern einen besseren Listenplatz für sämtliche Damen gewünscht.

Frau Dr. Teufel stellte sich zunächst persönlich vor und dabei erfuhren wir ihren vollen Namen: Dr. Nina Teufel von Hallerstein. Dieser Namenszusatz geht auf ihr Elternhaus zurück, das sie politisch prägte und ihr den Weg in die Bürgervertretung wies. Die Mutter war über viele Jahre Stadt- und Europaabgeordnete. Bei diesem Hintergrund liegt eine politische Laufbahn nahe. Aber zunächst stand die Berufsausbildung auf ihrer Lebensplanung an. Sie wandte sich der Kultur zu und promovierte zur Kulturanthropologin. Durch Heirat und der Gründung einer großen Familie mit fünf Kindern war an eine Berufsausübung zunächst nicht zu denken. Erst nachdem die Kinder größer waren, wurde sie - wie sie ausdrücklich betonte - angesprochen, um für zunächst den Ortsbeirat und später für die Stadtverordnetenversammlung zu kandidieren. So ist sie seit 10 Jahren im Stadtparlament und dort gemäß ihrer Ausbildung im Kulturausschuss, was ihr viel Freude bereitet, und im Wirtschaftsausschuss, zu dem sie aufgrund des Berufs ihres Ehemanns kam, der selbständiger Unternehmer ist. Heute arbeitet Frau Dr. Teufel als Deutschlehrerin in der EZB; denn Stadtverordnete zu sein, ist kein Beruf, sondern ein Ehrenamt, das neben der beruflichen Tätigkeit ausgeübt wird.

Im Kulturausschuss setzt sie sich für die Museen ein, im Augenblick für das Ikonenmuseum, das zurzeit noch im Deutschordenshaus untergebracht ist, aber dort nicht bleiben kann, andererseits aber auch kein Nischendasein führen sollte. So kam der Gedanke auf, es im Stadthaus unterzubringen. Das fanden alle als einen guten Gedanken; denn das Ikonenmuseum ist nicht riesig, es läge dort auch zentral mit anderen kleineren Museen. Auf alle Fälle soll es öffentlich bleiben.

Frau Dr. Teufel ist im Aufsichtsrat der Alten Oper und setzt sich zudem für den Erhalt des kulturellen Angebots in Frankfurt ein - auch für seine Erschließung für die Kinder, denn die Museen sollten ebenso kinderorientiert ausgestattet sein.

Das Romantikmuseum sei bereits in der Planung, berichtete sie. Das Goethehaus habe ein „wundervolle" Sammlung, die Teil des Romantikmuseums werden solle. Das neue Depot soll Sammlungen aufnehmen, die zurzeit nicht zu besichtigen sind, aber zu erhalten sind. Das Depot wird technisch dafür ausgerüstet

Große Diskussionen gab es über die Zusammenlegung des historischen Museums mit dem archäologischen. Frau Dr. Teufel kämpfte vehement dagegen; denn die beiden Museen passen in ihrer Ausrichtung nicht zusammen. Jetzt ist an eine Annäherung zum Museum für Stadtgeschichte gedacht

Frau Dr. Teufel ist ebenso Mitglied im Aufsichtsrat des Kulturfonds Rhein Main - ein wichtiges Gremium, das insbesondere die Finanzierung der einzelnen öffentlichen Kutureinrichtungen regelt: die Landkreise und die Städte, die Mitglieder sind, schaffen den finanziellen Rahmen, indem sie je Einwohner zwei Euro in den Fond einzahlen.

Nach der Kommunalwahl würde Frau Dr. Teufel gern im Kulturausschuss weiterarbeiten, andere Aufgaben lässt sie offen. An kulturellen Entscheidungsprozessen beteiligt zu sein, erfüllt sie. Natürlich muss man sich in einer Koalition immer auseinandersetzen, vertritt doch der Koalitionspartner eine andere Wählerschaft mit mehr alternativen Zielen. (Bericht: Monika Intrau)


30. November 2015
Politischer Frauen-Stammtisch mit dem Kreisvorsitzenden der Frankfurter CDU, Herrn Stadtkämmerer Uwe Becker

Am 30. November trafen sich die Damen der Frankfurter Frauen-Union zu dem letzten politischen Frauenstammtisch im Jahr 2015. Zu Gast war an diesem Tag der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Herr Stadtkämmerer Uwe Becker, mit dem die Damen über die politische Lage in Frankfurt ins Gespräch kamen.

Herr Becker berichtete von den aktuellen Themen Frankfurts, den Schwierigkeiten der Koalition mit einem Oberbürgermeister der Opposition und stimmte die Damen auf den bevorstehenden Kommunalwahlkampf ein.

Es war ein interessanter Abend mit netten Gesprächen.

 


17. November 2015
Gespräch mit der Leiterin des Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Frau Margit Grohmann, zum Thema „vertrauliche Geburt – Babyklappe – Adoption“

Am 17.11.2015 kamen die Damen der Frankfurter Frauen-Union ins Gespräch mit der Leiterin des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V., Frau Margit Grohmann und einer ihrer Mitarbeiterinnen. Der Sozialdienst katholischer Frauen betreibt in der Kriegkstraße das Familienzentrum „Monikahaus“ mit vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Die Mitarbeiterinnen unterstützen Menschen gleich welcher Religion oder Herkunft bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation bedarfsorientiert und passgenau.

Bekannt ist vor allem die „Aktion Moses“, ein niedrigschwelliges Hilfs- und Beratungsangebot für schwangere Frauen in existentiellen Krisensituationen. Die Beratungsstelle informiert über Möglichkeiten und begleitet die Frauen in ihrer schwierigen Situation. Damit soll verhindert werden, dass Kinder direkt nach der Geburt ausgesetzt oder getötet werden. Um diese Schwangeren, die sich oft in einer existentiellen Krise befinden und sich nicht trauen, ihre Schwangerschaft vor ihrer Familien zu offenbaren mit dem Hilfesystem besser zu erreichen, trat am 001.05.2014 das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft. Ziel dieses Gesetzes war es, die Hilfen für werdende Mütter niederschwellig auszubauen und die Möglichkeit zu schaffen, das Kind – begleitet durch die Schwangerschaftsberatungsstellen und auf Wunsch vertraulich – sicher in einer Klinik oder bei einer Hebamme zu bekommen.

Besonders interessant war für die Damen der FU zu erfahren, dass die Mitarbeiterinnen des Monikahauses für die Kinder, die über eine vertrauliche Geburt zur Welt kommen und von den Müttern zu einer Adoption freigegeben werden, ein "Schatzkästchen" machen und aufzubewahren, in das die Mütter z.B. einen Brief legen können. Sollte diese nichts für ihr Kind hinterlassen wollen, kümmern sich die Mitarbeiterinnen des Skf darum, dass z.B. die Hebamme oder Krankenschwester Informationen oder wohlwollende Berichte hinterlassen, in denen z.B. steht, dass die Mutter in einer schwierigen Situation sich dafür entscheidet, dem Kind eine Chance zu geben.

Die Schwangerschaftsberatungsstelle bietet nicht nur Beratung und Hilfestellung von der Schwangerschaft bis nach der Geburt, sondern kooperiert getreu dem Motto "Schritt für Schritt, Hand in Hand" mit den Frühen Hilfen und den Ambulanten Hilfen des Monikahauses. So ist es möglich, den Frauen, die verzweifelt sind und nicht wissen, wie sie ihr Leben mit einem Kind gestalten sollen oder wie sie die Schwangerschaft ihrer Familie oder dem Partner beibringen sollen, Hilfestellungen zu geben und den Frauen nach Möglichkeit eine Perspektive für sich und das Kind aufzubauen.


26. Oktober 2015
Politischer Frauen-Stammtisch

Im Oktober trafen sich die Damen der Frankfurter Frauen-Union zum interessanten Gesprächen im Rahmen des politischen Frauenstammtischs. Zu diesem Termin war kein Gast geladen, da die Damen mal über sämtliche individuellen Themen sprechen wollten. Am Ende des Abends bestand jedoch Einigkeit, dass man künftig wieder Gäste zu verschiedenen Themen einladen sollte.

 

 


10. Oktober 2015
Kommunalwahlkongress mit Landesdelegiertentag in Liederbach

In Hessen sollen mehr Frauen die Kommunalpolitik mitgestalten. Dieses Ziel verfolgt die Frauen Union der CDU Hessen mit Blick auf die Kommunalwahl am 6. März 2016. „Nur 20,3 Prozent der Mitglieder, die die CDU derzeit in die Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen entsendet, sind Frauen. Diese Situation ist stark verbesserungsbedürftig“, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper beim Kommunalwahlkongress in Liederbach. Unter dem Motto „Starke Frauen – starkes Hessen“ trafen sich dort Kandidatinnen aus ganz Hessen, die sich bei der Kommunalwahl im Frühjahr für die CDU um ein Mandat bewerben.

„Die Kommunalpolitik braucht mehr Frauen“, forderte die Landtagsabgeordnete.  Frauen könnten mit ihrer Sachkompetenz und emotionalen Intelligenz wichtige Lösungsansätze gerade für die aktuellen Herausforderungen wie die demographische Entwicklung, die Integration, Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur beitragen.

„Gerade in der Kommunalpolitik ist die Kompetenz und Erfahrung von allen Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Sie ist ein viel zu wichtiges Feld, um es einer bestimmten Gruppe zu überlassen“, betonte die CDU-Politikerin. Trotz des starken bürgerschaftlichen Engagements von Frauen in vielen Bereichen der Gesellschaft fehle es gerade an ihrer Mitwirkung auf der politischen Ebene, die die örtlichen Bedürfnisse am meisten berühre, wo die Entscheidungen getroffen würden und die meisten Gestaltungsmöglichkeiten gegeben seien.

Der Verlauf der Listenaufstellung für die Kommunalwahl ruft bei den CDU-Frauen vorsichtigen Optimismus hervor. „Die CDU-Verbände in Hessen bemühen sich intensiv, ausreichend Kandidatinnen zu gewinnen, damit jeder dritte Platz mit einer Frau besetzt werden kann.  Das Quorum wirkt“, berichtete Petra Müller-Klepper. Zudem setzt die Frauen Union darauf, dass weibliche Kandidaten auf den Listen nach vorne kumuliert und panaschiert werden.

Die Landesvorsitzende ermunterte die Kandidatinnen, auch Verantwortung in der Führung zu übernehmen. „Frauen führen anders, aber genauso erfolgreich wie Männer.“  In den über 400 hessischen Kommunen sind gegenwärtig nur 39 CDU-Fraktionsvorsitzende weiblich.

Anschließend konnten sich die Damen in verschiedenen Workshops über die Themen "Social Media", "Best Practice" und "Kritikworkshop" austauschen.


08. Oktober 2015
Besichtigung des Briefverteilzentrums der Post

Am 08. Oktober 2015 ging es pünktlich um halb sieben am Abend los, Herr Krisch führte uns zunächst in den Betrieb ein; denn drinnen herrschte eine ziemliche Lautstärke, die jede größere Erklärung „verschluckt" hätte. Deutschlandweit gibt es 82 Briefverteilzentren, deren Größe sich nach dem Versandaufkommen richtet. Frankfurt gehört zu den größten Zentren. Täglich laufen 4,5 Millionen Sendungen über die Bänder. Frankfurt ist zuständig für das Einzugsgebiet der Postleitzahlen 60, 63 (Offenbach bis Aschaffenburg) und 61 (Friedberg). Für Pakete ist es das Frachtzentrum Rodgau, für die Auslandspost die Poststelle am Flughafen.

Die hier eintreffenden Briefe werden in drei Kategorien eingeteilt und weitergeleitet: Kleine Briefe, Maxibriefe und Großbriefe. Dieses geschieht auf großen Bändern per Hand, indem die Groß- und Maxibriefe vom Band herausgeworfen werden. Sie laufen dann über eine Großbriefsortieranlage. Unsere kleinen Briefe gelangen auf ein Band, auf dem sie nach Format ebenfalls sortiert und dann gestempelt werden. Der nächste Schritt bringt die Sortierung, natürlich auch mittels eines Bandes. Dabei „liest" die Maschine die Postleitzahl und die ersten fünf Buchstaben des Straßennamens sowie die Hausnummer. Das Leseergebnis wird in einen 11-stelligen Strichcode umgesetzt. Diesen erkennen wir auf dem unteren Rand des Briefumschlags, wo hellrote Striche (Balken) aufgedruckt sind. Die so gestrichelten Briefe werden über ein weiteres Band transportiert, unter dem Kästen der entsprechenden Zielorte mitlaufen. Je nach Strichcode fallen die Briefe in den einen oder anderen Kasten. Die Sortierung ist so genau, dass der Briefträger sie am Ende ohne nochmalige Handsortierung aufnehmen kann und so zur Verteilung an die Empfänger bringt. Die Behältersortierung geht noch nachts über LKWs raus. 95% der Briefe erreichen den Empfänger am nächsten Tag, 5% verkehrsbedingt verspätet.

Es wird in drei Schichten gearbeitet: 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr, 22.00 Uhr bis 07.00 Uhr und 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Die Hauptlast ist in den Abend- und Nachtstunden. 450 Mitarbeiter sind hier tätig, der überwiegende Teil sind Frauen. 90% der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit zwischen 15 und 28 Wochenstunden. 70 bis 80 Mitarbeiter sind in befristeten Verträgen tätig z.B. als Urlaubsvertretung. 20 Techniker (Mechatroniker) sorgen für einen reibungslosen technischen Ablauf. In Frankfurt befindet sich das größte Ersatzteillager bundesweit. Die Videocodierung erreicht in einer Stunde 1.800 Briefe. 35.000 Briefe werden pro Stunde in 240 Fächer bzw. Ortskästen sortiert. Die Halle misst 350m mal 80m.

In einem Nebenraum waren Mitarbeiterinnen mit der Richtigstellung von Adressen beschäftigt. Die Briefe wurden über Computer sichtbar und korrigierbar. In unglaublicher Schnelligkeit wurden Postleitzahlen in die richtige Zeile eingebracht, Straßennamen korrigiert. Jeweils eine Stunde kann so eine hochkonzentrierte Tätigkeit ausgeübt werden.

Es war für die Damen der Frankfurter Frauen-Union ein staunenswerter Abend, die Riesenhalle, die Automatisierung und der dauernde Antransport der Briefe in riesigen LKWs. (Bericht: Monika Intrau)


28. September 2015
Politischer Frauen-Stammtisch mit dem Geschäftsführer der CDU-Geschäftsstelle, Herrn Michael Stöter

Endlich hat es geklappt, und viele von uns lernten ihn, unseren neuen Geschäftsführer, persönlich kennen. Es sollte ein kurzweiliger Abend werden; denn die politischen Themen überlagerten den Bericht aus der Geschäftsstelle. So wurde über die Asylpolitik debattiert, den Schulentwicklungsplan, den bevorstehenden Wahlkampf - also ganz unterschiedliche Problemfelder und Arbeitsschwerpunkte. Manche Themen sorgten für hitzige Reden. Er antwortete, beschwichtigte und erläuterte die Hintergründe für die eine oder andere politische Entscheidung. So war es beim Asylthema und auch beim Schulentwicklungsplan, der zulasten von Haupt- und Realschulen geht.

Wie immer begrüßte Frau Cromm alle und bat ihn über seine Arbeit zu berichten. Bei seiner Vorstellung erläuterte Herr Stöter, dass er 44 Jahre sei, zwei Kinder von neun und 17 Jahren habe und aus Kassel kommt, wo die Familie auch noch lebt. So reist er am Wochenende nach Hause, am Montag ist er dann wieder in Frankfurt. Das geht nicht jede Woche, zum Beispiel am letzten Wochenende blieb er zum Kreisparteitag in der Stadt. Das wird nicht der letzte Samstag gewesen sein, an dem er nicht nach Hause fahren konnte. Aber auch solches kann sich mit einem Umzug ändern. Die Aufgabe als Geschäftsführer nimmt er seit dem ersten Januar dieses Jahres wahr. Sie bereitet ihm Spaß und Freude. Das Geschäftsstellenklima sei sehr gut. Früher hat er für Bundestags und Landtagsabgeordnete gearbeitet. Das hat sein politisches Gespür für Diskussionen geschärft, was wir in unserer Runde auch bemerkten. In der CDU gehört er zum CDA-Flügel, handelt aber neutral, wie es seine neue Aufgabe erfordert. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass er für die letzte Europawahl kandidierte. Wir haben also nicht nur einen Verwaltungsmann als Geschäftsführer bekommen, sondern auch noch einen politischen Kopf obendrein. Seit 17 Jahren ist er hauptamtlich in der CDU tätig.

Die Geschäftsstelle sieht Herr Stöter als Dienstleistungszentrum. Alle sollen sich gut betreut fühlen, denn die meisten üben ihre politische Arbeit ehrenamtlich aus und diese soll ihnen weitgehend erleichtert werden. Bis zum Ende des Jahres werden die Ortsbeiratslisten aufgestellt und sind auch bis dahin ausgefüllt abzugeben. Für den Wahlkampfauftritt wird eine Frankfurter Agentur tätig, die auch den Service für die Kandidaten durchführt, also die Verteilung der Prospekte, der Flyer und Plakate. Alle Ausschüsse haben ihre Programme durch Beschlüsse legitimiert. Der gesamte Programmentwurf wird am 16. Januar 2016 auf dem Kreisparteitag zur Abstimmung durch die Delegierten kommen. Die CDU wird ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf gehen. Ein Hauptthema wird die Wohnungssituation sein. Alle anderen Themen werden zeitlich aktuell festgelegt. Die Flüchtlingsfrage sei an sich kein kommunalpolitisches Thema. Aber die persönliche Betroffenheit beeinflusst die politische Meinungsbildung und insofern auch einen Wahlkampf.

Nach dem offiziellen Teil redeten wir uns über die Asylpolitik noch lange die Köpfe heiß. Es war allen ein brennendes Thema. Auch der Schulentwicklungsplan gehörte dazu, der durch die vielen Gesamtschulgründungen zulasten anderer Schulformen geht und damit die Zufriedenheit einschränkt. (Bericht: Monika Intrau)


26./27. September 2015
Bundesdelegiertentag in Kassel

Am 26./27. September 2015 fand der 31. Bundesdelegiertentag der Frauen-Union der CDU Deutschlands statt. Mit dabei waren auch Vertreterinnen aus Frankfurt.

Maria Böhmer, die langjährige Vorsitzende der FU Deutschland stand nicht mehr zur Wiederwahl. Nach einer mit standing ovations und lange anhaltendem Beifall quittierten mitreißenden Abschiedsrede wurde sie zur Ehrenvorsitzenden der FU Deutschland gewählt. Zur neuen Bundesvorsitzenden wurde Annette Widmann-Mauz, die frühere Landesvorsitzende der FU Baden-Württemberg mit dem überzeugenden Ergebnis von 93,2 % gewählt und steht nun an der Spitze der mit 120.000 Mitgliedern stärksten Vereinigung der CDU.

Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld (Frankfurt) und die Vorsitzende des hessischen Landesfrauenrats Sigrid Isser (Offenbach) wurden erneut als Beisitzerinnen in den Bundesvorstand der FU Deutschland gewählt. Beide sind schon lange Jahre im Bundesvorstand der FU und begleiteten die bisherige Bundesvorsitzende Prof. Dr. Maria Böhmer in ihrer Amtszeit, deren größter politischer Erfolg, die Durchsetzung der Mütterrente für die Erziehung der vor 1992 geborenen Kinder, war.

Mit der neu gewählten Bundesvorsitzenden der FU Annette Widmann-Mauz MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, gilt es nun die Weichen für mehr Lohngerechtigkeit zu stellen. Der Bundesdelegiertentag forderte daher die Unternehmen und Tarifpartner zu mehr Transparenz über die Lohnlücke auf, die Überwindung der Entgeltungleichheit in Tarifverträgen, mehr Frauen in Tarifkommissionen, Rückkehrrecht nach befristeter Teilzeitarbeit und Unterstützungsangebote für Berufsrückkehrende.

Mit einer aktuell eingebrachten Resolution fordert die Frauen Union Perspektiven durch verbindliche Integration von Flüchtlingen von Anfang an zu schaffen. Unsere Werte müssen geachtet und gelebt werden, dazu zählen insbesondere die Achtung der Würde aller Menschen, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Meinungs- und Religionsfreiheit sowie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Gelebte Demokratie und Gleichberechtigung gewährleisten Frauen in Deutschland Gewaltfreiheit und Zugang zu Bildung, Ausbildung und Beruf.

Die FU fordert Strukturen in Flüchtlingsunterkünften, die den zum Teil traumatisierten Frauen Sicherheit, Rückzugsräume, Zugang zu Hilfetelefonen, speziell geschulte Ansprechpartnerinnen und medizinische Betreuung gewährleisten. 


21. September 2015
Frauenunion besucht das Mutter-Kind-Heim der Justizvollzugsanstalt in Frankfurt Preungesheim

Ein interessanter Nachmittag sollte es werden, den Frau Plahusch für die Frauen-Union mit der Besichtigung und den Erläuterungen des Mutter-Kind-Heims in der JVA Preungesheim organisiert hatte. Herr Hermes, der stellvertretende Leiter dieses Projekts, begrüßte uns am Eingang. Nach Passkontrolle und Handy-Abgabe standen wir schon im gut ausgestatteten Kindergarten der Strafanstalt. 1969 war die Mutter-Kind-Abteilung gegründet worden von Frau Prof. Eisele, die sich damit in ganz Deutschland einen Namen machte und der Stadt gleich mit. Heute gibt es zwei Mutter-Kind-Heime hier in Frankfurt-Preungesheim, nämlich eins im offenen Vollzug und eins im geschlossenen. In den offenen Vollzug werden Mutter und Kind aufgenommen, wenn Strafen unter zwei Jahren verhängt wurden. Die Kinder bleiben hier längstens bis zur Einschulung. Ab drei Jahren werden sie in den öffentlichen Kindergarten aufgenommen. Die Mütter bringen sie selbst dorthin und holen sie mittags wieder ab. Im geschlossenen Vollzug bleiben die Kinder nur bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres. Ihre Mütter verbüßen lange Haftstrafen und man will die Trennung von Mutter und dem schulpflichtigen Kind vermeiden. Drogenabhängige werden nicht ins Mutter-Kind-Heim aufgenommen.

Im offenen Vollzug, den wir sahen, leben Mütter und Kinder zusammen. Für die Kinder sind in den ganz gemütlich eingerichteten Zellen Kinderbetten, VVickelkommoden und Spieltische vorhanden. Die oft sehr jungen Mütter werden durch eine Hebamme in der Kinderpflege unterstützt. Sie erhalten Anleitungen für die Ernährung der Kinder. Eine Köchin steht dafür zur Verfügung. Psychologen und Sozialarbeiter kümmern sich um die Mütter, die häufig aus schwierigen Verhältnissen kommen und am Ende ihrer Haftstrafe auch wieder in solche zurückkehren. Vom Beginn der Haftstrafe an ist die Arbeit der Anstaltsleitung auf die Entlassung hin orientiert. Der Vollzugsplan wird regelmäßig fortgeschrieben, um am Ende eine Sozialprognose zu treffen. Es wird Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen, die Familienfürsorge für die Zeit danach eingeschaltet. Aber auch während der Haft wird ein ganz normales Familienleben geübt: Kindergeburtstage zu feiern, ist zum Beispiel Pflicht. Jeden Morgen findet ein gemeinsames Frühstück statt, bei dem auch der Tag besprochen wird. Allerdings, wer draußen eingekauft hat, muss den Kassenzettel vorlegen.

Voraussetzungen um in das Mutter-Kind-Heim aufgenommen zu werden, sind: es muss ein Platz frei sein und ein fester Wohnsitz in Deutschland gegeben sein, zudem muss eine niedrigere Haftstrafe verhängt worden sein. Zur Zeit leben 18 Kinder mit ihren Müttern im Mutter-Kind-Heim im offenen Vollzug und fünf im geschlossenen. Die Mütter haben im offenen Vollzug 15 Stunden in der Woche Freigang. Sie können selbst entscheiden, wie sie diese auf die Woche verteilen. Die Mutter kann ein außerhalb der Anstalt lebendes Kind bis zur Vollendung seines dreizehnten Lebensjahres über ein Wochenende im Monat mit zu sich in die Anstalt holen. Um 19.30 Uhr müssen Mutter und Kind wieder in der Anstalt sein, am Wochenende um 22.00 Uhr. Die Frauen arbeiten im Innern des Hauses in verschiedenen Tätigkeitsbereichen in der Waschküche, in der Raumreinigung, in der Küche, im Garten und verdienen dabei zwischen sechs und zehn Euro pro Tag oder 60 bis 80 Euro im Monat. Sie erhalten eine Art Ausbildung nach der Alphabetisierung als Köchinnen, in der Bürotechnik, als Gebäudereinigerinnen. Wohnen die Angehörigen weiter weg, finanziert das Jugendamt eine Heimreise pro Monat und der Förderverein die zweite. Das durchschnittliche Alter der Inhaftierten liegt zwischen 18 und 21 Jahren. (Bericht: Monika Intrau)


16. September 2015
Besichtigung des Haus des Jugendrechts Nord

Am 16. September 2015 besuchten die Damen der Frankfurter Frauen-Union das Haus des Jugendrechts im Norden Frankfurts. Es ist das zweite nach dem in Höchst vor vier Jahren eröffneten Haus. Der große Erfolg hat zur Gründung des zweiten Hauses geführt. Ziel dieser Häuser ist es, unkomplizierter und schneller an die Jugendlichen heranzukommen, Straftaten von jungen Menschen aufzuklären bei gleichzeitiger Hilfestellung, die ein weiteres Abgleiten verhindern soll. Im Haus des Jugendrechts arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe, Verein für Kinder- und Jugendhilfe und der Täter-Opfer-Ausgleich eng zusammen. So wird die Straftat nicht nur ermittelt und der Staatsanwaltschaft übergeben, sondern durch Ausleuchten des Hintergrunds durch die Sozialarbeiter ein dem Jugendlichen helfender Strafrahmen abgesteckt. So wie es das Jugendstrafrecht auch vorsieht, wird der Jugendliche in seiner Reife, seiner Straffähigkeit und seinem persönlichen Umfeld beurteilt. Was früher durch große räumliche Entfernungen nur schwer zu lösen war, ist jetzt sehr viel leichter möglich, weil alle unter einem Dach arbeiten und zu Konferenzen zusammenkommen. Alle sind speziell geschult. Dieses Zusammenwirken lässt sich nur erreichen, indem rechtlich vom Tatortprinzip zum Wohnortprinzip umgestellt wurde. Also ganz gleich, wo die Tat geschah, verhandelt wird am Wohnort des Delinquenten. Damit können beginnende „Karrieren" schnell erkannt werden und mit Hilfe der Jugendarbeit hoffentlich auch beendet werden. Schwere Delikte, wie Mord und Totschlag, Handel mit Drogen, Salafistendelikte, kommen direkt ans Landgericht und werden nicht in den Häusern des Jugendrechts bearbeitet. Insbesondere wird hier Präventionsarbeit geleistet. Die Polizei ihrerseits fährt schon bestimmte Punkte im Einzugsbereich ab und kontrolliert sie. Straftaten sind vor allem Straßenraub, Wohnungseinbrüche, Fahren ohne Führerschein, Betrugsverfahren. Natürlich ist die Polizei dabei auch auf die Mithilfe der Bewohner angewiesen, indem bestimmte Gefahrenorte benannt werden. Dort, wo es zu Straftaten kommen könnte, werden gefährdete Jugendliche angesprochen.

Zunächst ermittelt die Polizei, erst dann erhält die Staatsanwaltschaft die Akten und entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Bei hinreichendem Tatverdacht kann es zu einer Verurteilung kommen. Dabei wird auch die Jugendgerichtshilfe eingeschaltet. Sie begleitet die Jugendlichen vor, zu und nach den Gerichtsverfahren, sie gibt Stellungnahmen im Gerichtsverfahren ab, die das Urteil beeinflussen. Der Verein für Kinder- und Jugendhilfe führt u.a. Antigewaltkurse und Schuldnerberatungen durch. Zur Befriedung trägt je nach Tat auch der Täter-Opfer-Ausgleich bei. Er ist ein wichtiges Instrument, das schnell zum Ausgleich und zum Abschluss führt. In den letzten 20 Jahren hat sich viel geändert, in den Schulen mit der Schulsozialarbeit, vor allem in den vielen Jugendeinrichtungen mit ihren speziellen Aufgaben.

Insgesamt ist die Jugendkriminalität rückläufig. Natürlich gibt es auch Rückfälle, die 30 bis 40 mal jährlich auftauchen. Verfahren gegen Kinder werden eingestellt, aber bei Häufung wird die Familiengerichtshilfe eingeschaltet Insgesamt wird viel präventiv gearbeitet.

Es war ein sehr interessanter Nachmittag. Frau Hornung bedankte sich bei den drei Mitarbeitern der drei Bereiche Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe, die weder Zeit noch Mühe scheuten, uns ihre Tätigkeiten nahe zu bringen. Wir waren alle sehr angetan, wie innovativ und erfolgreich Ämter und Stadt die Jugendkriminalität bekämpfen. (Bericht: Monika Intrau)


27. Juli 2015
Politischer Frauen-Stammtisch mit der Gesundheitsdezernentin Frau Stadträtin Rosemarie Heilig

Es sollte ein beschwingter Abend werden. Dicht gedrängt saßen wir in unserem Paulanereck. Die Dezernentin, Frau Stadträtin Rosemarie Heilig, wurde von Frau Cromm, der stellvertretenden Kreisvorsitzenden, herzlich begrüßt. Sie zeigte sich überrascht und erfreut zugleich über die hohe Teilnehmerzahl und überlegte, ob sie bei ihrer Partei, den Grünen, auch so etwas installieren sollte. Aber dann ging es auch los: Frau Heilig entstammt einer Arbeiterfamilie und ist das sechste von acht Kindern und die einzige, die in der Familie studierte. Der Vater hatte mehrere Jobs, um die Familie durchzubringen. Die Familie ist handwerklich begabt – alle Familienmitglieder zusammen könnten auf Grund ihrer Berufe ein Haus bauen. Frau Heilig studierte zunächst Biologie in Frankfurt. Durch einen Aufenthalt in Bayern findet sie zur Botanik. Ihre Diplomarbeit schrieb sie über das Waldsterben. Folgerichtig wird der World Wide Fond ihr erster Arbeitgeber. Sie betont, nie habe sie sich beworben, immer sei sie gerufen worden. Politisch führt ihr Weg zu den Grünen, wo sie ab 1993 Fraktionsassistentin wird und erfolgreich für den Landtag kandidiert. Über Jutta Ebeling, der langjährigen Schuldezernentin, wird sie Gesundheits- und Umweltdezernentin. In dieser Aufgabe sanierte sie in der Nordweststadt die Abwasseranlage und das Krankenhaus Höchst, das heute als erste Passivhausklinik Deutschlands geplant ist. Sie wurde auch Schöpferin der Abfalltrennungsanlage in der Nordweststadt. Wie jedes Dezernat wünscht auch sie sich für das ihre mehr Geld vom Kämmerer für u.a. mehr behindertengerechte Einrichtungen. Da ihr Dezernat schon sieben Millionen Euro Schulden hat, dürfte ihr Wunsch kaum in Erfüllung gehen. Sie sieht das auch so. So habe sie mehr Parkbänke in den Anlagen schon gestrichen – aber vielleicht könnten ja auch welche gespendet werden – so ein Vorschlag aus der Gruppe. Noch ein Vorschlag kommt, den sie sich auch sofort notiert, die aus finanziellen Gründen ebenfalls gestrichenen Hundekotbeutel sollten auch im Einzelhandel zum Kauf angeboten werden und nicht nur in Zoohandlungen.

Natürlich kamen wir auch auf den Klimawandel zu sprechen und damit auf die Auswahl von zukünftigen Parkbäumen. „Manche Bäume gehören einfach nicht hier in unsere Breiten, wie z.B. die Kastanien und die Robinien. Sie müssen auf die Dauer ersetzt werden“. Schon unterstützt sie die Forschung nach Baumsorten, die Hitzeperioden aushalten. Das betrifft natürlich auch das Bauen. Die Bebauung sollte nicht so dicht sein, die Frischluftschneisen sollten beachtet werden. Helle Häuser, helle Straßenbeläge und Entsiegelungen gehören zur Klimaanpassungsstrategie. Ein weiteres Thema waren die Friedhöfe, die der Änderung von Bestattungsstrukturen unterworfen sind und dadurch weniger belegt werden, andererseits aber trotzdem zu pflegen sind. Das Krematorium auf dem Hauptfriedhof musste schon geschlossen werden, weil einsturzgefährdet.

„Gesundheit im Alter“ ist ihr derzeitiges Thema. Rosemarie Heilig ist immer aktiv. So bietet sie für den August eine Vortragsreihe in der Natur an unter dem Motto „der wilde Sonntag“: Dichtung trifft Natur. Es geht dabei in den Botanischen Garten mit Prof. Niekisch, Dr. Jenny und Silke Scheuermann oder vom Müllberg zur Wildnis oder an den Alten Bonameser Flugplatz. Wann was wo stattfindet kann man beim Umwelttelefon (069-212-39100) bzw. im Internet unter www.frankfurt.de.greencitie.de erfahren. Der Abend klang mit großer Zufriedenheit aus. Es war dann schon spät geworden. (Bericht: Monika Intrau)


21. Juli 2015
Besichtigung des Osthafens mit Mitarbeitern der Hafenbetriebe

Aufgrund der großen Nachfrage nach der Besichtigung des Osthafens mit Mitarbeitern der städtischen Hafenbetriebe ist es uns gelungen, einen zweiten Termin für die Bootsfahrt zu ergattern. Eine Woche nach der ersten Tour bestiegen 14 weitere Damen der FU das Boot der HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH. Eine Mitarbeiterin der Hafenbetriebe erläuterte den interessierten Damen, welche Firmen im Bereich des Hafens angesiedelt sind und welche Aufgaben die Gesellschaft hat. Zentrales Ziel der Gesellschaft ist es, die Bedeutung der Gewerbe- und Industriegebiete im Osthafen und Gutleuthafen als wichtigen Wirtschaftsfaktor für Frankfurt und die Region zu stärken, die Attraktivität des Standortes Hafen zu steigern, sowie die Ver- und Entsorgung des Wirtschaftsraumes Frankfurt am Main sicherzustellen.

Als Partner der Hafenwirtschaft unterstützt die HFM die Entwicklung und Realisierung weitreichender logistischer Konzepte unter besonderer Berücksichtigung der Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn und arbeitet an neuen Dienstleistungsangeboten für die Kunden und die Steigerung der eigenen Wirtschaftlichkeit. Die Ansiedlung von Unternehmen im Hafen wird unter verkehrs-, arbeitsmarkt- und standortpolitischen Gesichtspunkten und zur Förderung von Synergien gesteuert. Auf die Stärkung mittelständischer Strukturen legen wir hierbei besonderen Wert.

Die Damen erlebten einen spannenden Nachmittag mit interessanten und zum Teil neuen Fakten zum Frankfurter Hafen, den dort ansässigen Firmen und den Hafenbetrieben.


15. Juli 2015
Führung durch das Kriminalmuseum

Wir waren schon eine stattliche Gruppe, die sich im Vorraum des Polizeipräsidiums an der Adickesallee versammelt hatte - gespannt auf die spektakulärsten Fälle der Kriminalgeschichte. Jemand fragte deshalb gleich zu Anfang den uns begleitenden Polizeihauptkommissar Volker Müller, ob es denn recht gruselig würde. Natürlich nicht!

Zunächst ging es aber um das Gebäude, das von einem Konsortium errichtet wurde, von der Commerzbank geleast und schließlich an die Stadt vermietet worden ist. 2000 Leute arbeiten in dem Gebäude, ein Drittel davon im Schichtdienst. Insgesamt gibt es in Frankfurt 18 Reviere mit 3.600 Beschäftigten. Die Frankfurter Polizei gibt es seit dem Jahr 794. Vorher hatten die Römer in ihrer Siedlung Nida das Gebiet kontrolliert, später waren es die Ottonen. Das Mittelalter war auch nicht gerade ein Hort der Sicherheit. Im 19. Jahrhundert waren Franzosen und Preußen als Besatzer aufgetreten, von der Bevölkerung abgelehnt, dennoch nicht unbedingt zum Nachteil der Region. Mit der Gründung der Bundesrepublik und der Bundesländer entstand die Polizei heutiger Prägung - genauer gesagt mit einem Revolver und drei Schuss Munition pro Revier, und es gab 24 Reviere inklusive des Main-Taunus-Kreises. Bis in die 60er Jahre läpperte es sich so dahin. Dann kamen die Studentenrevolten auf und mit ihnen angemessene Ausstattungen. Sie waren gleichsam der Startschuss zur Entwicklung einer modernen Großstadtpolizei, die auch den persönlichen Schutz der Polizisten regelte mit Schutzwesten, die mit Stahlplatten verstärkt sind und stolze 12 kg wiegen.

Nun ging es ins Museum. Gezeigt werden Uniformen, Mützen, Pistolen, falsche Kriminaldienstmarken, die Geschichten des sogen. Berbermörders, des Nitibittmordes, des Produkterpressers der Firma Nestle. Allein der Berbermörder erschlug oder erstach sechs Obdachlose. Man kam ihm auf die Spur durch hohen Personeneinsatz, er wurde schließlich gefasst. Seine zuletzt getragene Kleidung ist ausgestellt: Eine Strickjacke und ein durchlöchertes Hemd, dessen Löcher nicht etwa durch Schüsse entstanden, sondern durch das Herausschneiden von Blutspuren, die man analysierte und den Opfern zurechnen konnte. Nach der Untersuchungshaft kam er in die Forensik, in der er sich erhängte. Der Namen Berbermörder geht auf das Frankfurterische zurück, da hier ein Berber ein Obdachloser ist.

Der Fall Nitribitt ist weithin bekannt und erregt heute noch Aufmerksamkeit. Sie kam aus schwierigen Verhältnissen, wurde als Kind vom Stiefvater vergewaltigt, verbrachte Jahre in sogen. Besserungsanstalten und streunte umher. Mit 18 begann sie „anzuschaffen", erwarb Kosmetikkenntnisse, entsprechende Kleidung und konnte alsbald die reiche Industrieellenriege zu ihrer Kundschaft zählen. In einem Jahr lag ihr Einkommen bei 90.000 Mark, zum Vergleich dazu verdiente der „Normalbürger" 400 Mark im Monat. Als man sie in ihrer Wohnung ermordet fand, erlag man der Versuchung und öffnete das Fenster. Damit war der genaue Todeszeitpunkt nicht mehr ermittelbar, der sich aus der Luftzusammensetzung und der Luftfeuchte ermitteln lässt und damit auch nicht Tatverdächtige, obgleich sie über alle Besuche Buch geführt hatte. Heute werden 98% der Fälle bei Mord und Totschlag aufgeklärt.

Der Produkterpresser bevorzugte Briefe und weiche Verpackungsmaterialien, um seine Ziele zu verfolgen. Im Fall der Firma Nestle wurden die Abdeckungen bei Joghurt durchstochen und Gift eingebracht. Allerdings ist das in tödlichen Größen zwar nicht machbar, aber gesundheitliche Schäden sind natürlich nicht ausgeschlossen. Die Forderung des Erpressers war, 50 Mio Dollar über Brieftauben zum Versand zu bringen. Doch das Versteck des Erpressers wurde wiederum mit einer Brieftaube gefunden. Es lag im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Er gestand schließlich.

Es war ein sehr unterhaltsamer Nachmittag, der uns auch lehrte, wieviel sicherer wir heute leben und wie akribischer heute ermittelt wird. (Bericht: Monika Intrau)


14. Juli 2015
Besichtigung des Osthafens mit dem Wirtschaftsdezernent Herrn Stadtrat Markus Frank

Pünktlich um 17.15 Uhr ging's am Dienstag, dem 14. Juli 2015, los: mit einem Schiff der Hafenbetriebe. Die Tour führte durch den Osthafen und von da aus weiter bis zur Staustufe in Griesheim. Der Frankfurter Osthafen ist ein Gebiet großer industrieller Tradition. Und das soll so bleiben nach dem Willen des Wirtschaftsdezernenten Markus Frank. Frankfurt braucht Industrie- und Gewerbegebiete. Bis 2050 hat das die Stadtverordnetenversammlung auch so beschlossen. Gerade kam die Lufthansa als neuer Pächter einer Fläche hinzu, die hier ein großes Technikzentrum errichten will. Frank ist stolz darauf und ergänzte, dass die Stadt auch Flächen für kleine Gewerbebetriebe benötigt. Für zehn Mio. Euro ist die Aurora-Mühle im Hafen zur modernsten Mühle Europas saniert worden. 600 Landwirte aus der Umgebung beliefern sie mit Korn. Die Lebensmittelindustrie ist allerdings der kleinste Bereich im Hafen. 8.000 Menschen arbeiten hier. Damit gehört der Hafen zu den großen Arbeitgebern Frankfurts. Vier Mio. Tonnen werden jährlich umgeschlagen. Es sind vor allem Baustoffe wie Sand, Kies und Erdaushub, Mineralöl und Altmetall. Es gibt dafür unterschiedliche Anlegestellen, jeweils dort, wo die Firmen ihren Sitz haben. Hier kann man produzieren, ohne dass sich Nachbarn am Lärm stören würden. Das ist der Vorteil eines geschlossenen Gewerbe- und Industriegebietes. Der Hafen ist ein Umschlagplatz auf Schiene, Auto, Flugzeug. Insbesondere die Bauindustrie ist auf den Hafen angewiesen. Der Hafen verfügt über ein Gleisnetz von 52 km, eine eigene Hafenbahn, fünf Dieselloks; denn im Hafen gibt es keine Oberleitungen. An Übernahmepunkten werden die Waren-V-13n den Zügen der Bahn AG auf die Hafenbahn und umgekehrt verladen. Die Bahn AG besitzt im Hafen ebenfalls ein großes Terminal. Große Firmen fordern Waren erst bei Bedarf an. Damit ist garantiert, dass Schiffe immer ausgelastet sind. Jedes Schiff muss sich anmelden und für das Ansteuern des Hafens auch zahlen, nämlich rund 23 ct/t. Dafür empfangen die Kunden gute und gepflegte Anlegestellen. Der Preis richtet sich nach der Art der Ware. Es gibt sechs Preisklassen.

Das Gewerbegebiet sollte grundsätzlich erhalten bleiben, weil es Arbeitsplätze bietet, die nicht im Bankenwesen und im Handel liegen. Eine Großstadt braucht das, um allen Arbeitnehmern Arbeit zu geben. Herr Stadtrat Frank wies ausdrücklich darauf hin, dass nicht jede freie Fläche in Wohnraum umgewidmet werden kann, denn dann fehlen Arbeitsplätze. Der Westhafen existiert nicht mehr. Er wurde zum Wohngebiet umgewandelt. Allerdings haben sich einige Firmen von dort weiter westlich angesiedelt und werden dort auch von Schiffen beliefert, Häufig verfügen große Firmen über eigene Schiffe. Übrigens für die Ladung eines Schiffes sind 100 Lastwagen erforderlich.

Unsere Reise ging nach dem Osthafen weiter vorbei an der von Hochhäusern geprägten Skyline, an der neuen EZB, dem Dom bis zur Staustufe Griesheim und zurück mit Blick auf Sachsenhausen. Es war schon ein besonderes Erlebnis und wir waren Frau Metzner, die das alles organisiert hatte, und Herrn Stadtrat Frank sehr dankbar dafür, eine andere Seite Frankfurts kennengelernt zu haben. (Bericht: Monika Intrau)


29. Juni 2015
Politischer Frauen-Stammtisch mit Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler

In den letzten Tagen des Juni war der Stadtverordnetenvorsteher zu Gast beim Stammtisch der Frauenunion. Wir waren auf Grund des heißen Wetters nur in kleinem Kreis erschienen. Aber Herrn Siegler machte das nichts aus. Von Frau Cromm herzlich begrüßt, begann er gleich seinen hektischen Arbeitsalltag zu beschreiben, der übrigens auch das Essen mit der Queen beinhaltete; denn als erster Bürger der Stadt steht er eigentlich über dem Oberbürgermeister. Er ist Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung und wird aus ihrer Mitte gewählt.

Das Amt des Stadtverordnetenvorstehers ist ehrenamtlich, aber an sich ein Vollzeitjob. Herr Siegler kommt aus der Polizeiverwaltung und ist im Polizeipräsidium im Gesundheitsmanagement tätig. Als Stadtverordnetenvorsteher obliegt ihm die Leitung des Sitzungsbetriebs. Dafür steht ihm, ein Büro zur Verfügung mit über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sein Aufgabenbereich umfasst das Erstellen der Tagesordnung für die Stadtverordnetensitzungen und ihr Versand. Davor steht ihm ein inhaltliches Prüfungsrecht zu. Die Fraktionen bringen ihre Vorschläge in den Ausschüssen, die von der Stadtverordnetenversammlung gebildet werden, ein und der jeweilige Vorsitzende leitet sie an den Stadtverordnetenvorsteher mit einer Beschlussempfehlung weiter. Sie kommen auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Dabei sind Fristen einzuhalten. Auch die Ortsbeiräte können auf den Stadtverordnetenvorsteher zurückgreifen. Er ist Anlaufstelle für die Vorsitzenden. Sie können Auskünfte einholen. Besonders hilfreich ist dabei das sogen. Parlis-System, ein Parlaments-Informationssystem, dass mittels PC über die Internetseite der Stadt Frankfurt abgerufen werden kann. Dort findet man alle Wortprotokolle der Sitzungen, was eine schnelle Kenntnisnahme ermöglicht.

Der Stadtverordnetenvorsteher ist Vorsitzender des Präsidiums, das aus 15 Mitgliedern besteht. Neben ihm gibt es noch vier Stellvertreter, fünf Schriftführer und fünf Beisitzer. Das Gremium dient der Beratung und Unterstützung, aber auch der Pflege der städtepartnerschaftlichen Beziehungen - heute kam Philadelphia dazu. Um es kurz zusagen, muss er mit allen Gremien Kontakte pflegen. Auch im Ältestenausschuss ist er Vorsitzender. Dort wird die Tagesordnung für das Plenum beschlossen sowie grundsätzliche Dinge. Stephan Siegler ist hier genau der richtige Mann mit seiner umtriebigen und gewinnenden Art. Übrigens beim Essen mit der Queen saß er neben dem Herzog von Edinburgh. Wer wollte da nicht Stadtverordnetenvorsteher sein? Aber um das ganze Amt auszufüllen bedarf es schon eines großen Engagements. Repäsentationsaufgaben füllen die meiste Zeit. Fast wäre es vergessen worden. Er ist auch Vorsitzender des hessischen Städtetags.

In seinem eigentlichen Polizeiberuf hat er es auch viel mit der Drogenkriminalität zu tun. So diskutierten wir auch die Frage, was tut der Staat gegen den Drogenmissbrauch und was erreicht er? Dabei ging es auch um die „ holländischen Cafe‘shops". Man hat festgestellt, dass in Holland kaum Kinder Drogen rauchen. Was wohl damit zusammenhängt, dass mit Erwachsenen mehr Geld zu machen ist und Kinder deshalb nicht zur Zielgruppe der Vertreiber gehören. Damit - so hofft der Staat - werden aus nicht an Drogen gewöhnte Kinder auch keine drogenabhängigen Erwachsenen. Die Präventionsarbeit wird hier in Frankfurt jedenfalls sehr ernst genommen,

Es war ein kurzweiliger Abend mit vielen neuen Erkenntnissen. (Bericht: Monika Intrau)


09. Juni 2015
Führung durch den Bethmannpark

Am 09.07.2015 trafen sich einige Damen der Frankfurter Frauen-Union, um unter fachmännischer Führung von Herrn Kugler den Bethmannpark und seine Besonderheiten zu erkunden

Der Bethmannpark befindet sich mitten in der Stadt und ist ein besonderes Kleinod für Menschen, die Gärten lieben. Mauern, Zäune und Rhododendren schirmen den gut 3 ha großen Park von der Großstadthektik ab. Erholung, unbehelligt von Radfahrern und Hunden, verspricht der Park beim Ausspannen auf Wiesen umgeben von großen alten Bäumen, beim Spaziergang entlang der farbenprächtigen Blumenrabatten oder beim Freischach. Einst flanierte Goethe in diesem "Garten vor dem Tore", auch Kaiser und Könige weilten hier. Die Familie von Bethmann erwarb den Patriziergarten 1783 und gestaltete ihn dem Zeitgeist entsprechend mehrfach um.

Die Stadt Frankfurt kaufte den Park 1941 und ent-wickelte 1953 einen städtischen Schaugarten als "praktischer Ratgeber" für Blumen und Pflanzenfreunde. Seit 1976 steht der Park unter Denkmalschutz.

Außergewöhnlich ist, dass 1989 chinesische Experten mit original-importierten Elementen inmitten des Bethmann-Parks einen Chinesischen Garten als Oase der Ruhe anlegten: mit Pavillons und geschwungenen Pagoden, filigrane Brücken über den japisgrünen Teich mit Seerosen und einem Lotusfels. Der alte Baumbestand harmoniert mit der fernöstlichen Vegetation. Zum Gedenken an das Massaker auf dem Tian'anmen-Platz, 1989, heißt dieser Teil "Garten des Himmlischen Friedens".

Die Damen erfuhren bei der Führung allerlei Interessantes über den Park und die dort wachsende Botanik.


01. Juni 2015
Führung „Hinter den Kulissen der Oper“

Die Damen und zwei männliche Begleiter schauten hinter die Kulissen der Oper Frankfurt, die zu den bedeutendsten Opernhäusern Europas zählt. Herausragend ist zum Beispiel die Anzahl der Premieren, die in jeder Saison fest eingeplant sind, sowie insgesamt die zeitliche und inhaltliche Breite des Programms, erläuterte Zsolt Horpácsy, Dramaturg an der Oper Frankfurt. Viele andere Opernhäuser führen eine Inszenierung über mehrere Wochen auf. In Frankfurt erlebt man allein in einer Woche mehrere musikalische Epochen. Die Operngängerinnen und -gänger genießen ein abwechslungsreiches Repertoire, das bis zur Aufführung rund 5 Jahre Planungszeit benötigt.

Beeindruckt war die Gruppe auch von der Drehbühne. Nach dem Brand 1987 wurde sie erneuert. Nun gehört sie mit rund 40 Metern Durchmesser zu den größten der Welt. Integriert ist eine kleinere Drehbühne, so dass sich die Bühne in zwei Kreisen gegenläufig drehen kann, was in der Ringinszenierung sehr schön zur Geltung kam. Die Gruppe fuhr in einem großen Aufzug unter die Bühne und konnte sich auch dort ein gutes Bild von den Ausmaßen der Technik machen. Um diese Drehbühne bespielen zu können, sind in der Höhe ebenfalls rund 40 Meter notwendig. Diese befinden sich im höchsten Teil des Operngebäudes, von außen erkenntlich am blauem Schriftzug "Oper Frankfurt". Fasziniert vom ersten "Opernbesuch" war auch der mit vier Monaten jüngste Besucher, vor allem von den vielen Lichtern und den bunten Kulissen.

Mehrfach wurde Frankfurt zum Opernhaus des Jahres gekürt. Wie zufrieden die Besucherinnen und Besucher mit ihrer Frankfurter Oper sind zeigt sich auch in der Zahl der Abonnements. Nach der Preiserhöhung kündigten nur zwei Abonnenten.

Im Chagall-Saal fand die sehr interessante Führung des Dramaturgen Horpácsy ihren Abschluss. Anschließend informierte der Stadtverordnete und kulturpolitische Sprecher Dr. Thomas Dürbeck über Aktuelles in der Kulturpolitik der Stadt Frankfurt am Main. (Bericht: Nadine Neubeck)


27. April 2015
Politischer Frauen-Stammtisch mit der Staatssekretärin Dr. Bernadette Weyland

Die Begegnung am 27. April stand ganz im Zeichen der Schulentwicklung in Frankfurt. Die massenhaften Beschwerden von Eltern über fehlende Gymnasialplätze für ihre Kinder hat alle in Aufruhr versetzt. Seit Jahren fehle ein Schulentwicklungsplan, sagte Frau Weyland, ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin und damit mit der Sache bestens vertraut. Der Elternwille stehe im Mittelpunkt und deshalb gehöre es zur Daseinsvorsorge, die nötigen Voraussetzungen dafür zu erfüllen, argumentierte Weyland weiter. Die steigenden Schülerzahlen beim Übergang in das Gymnasium nach Klasse vier waren der Stadt bekannt, ebenso das einzige in Jahrzehnten entstandene Gymnasium. Die Stadt trage für diese Misere die Verantwortung. In der Diskussion wurde vor allem an der Ausweitung des integrierten Gesamtschulwesens Kritik geäußert. Während auf der einen Seite nur ein Gymnasium entstand, wurden andererseits acht integrierte Gesamtschulen durch Umwandlung bestehender Schulen, insbesondere von Realschulen, geschaffen, die - wie sich jetzt herausstellt - nicht dem Elternwunsch entsprechen. Dort sind auch heute noch ausreichend Plätze frei. Doch da es an Gymnasialplätzen fehlt, werden diese Schulen nun „aufgefüllt' mit Kindern, die dorthin gar nicht wollten. Diese verfehlte Planung soll aber nun auch noch fortgesetzt werden, indem am Riedberg, dem neuen Frankfurter Stadtteil, eine weitere Integrierte Gesamtschule entstehen soll und, als wäre das nicht genug, in Niederrad und in Sachsenhausen zwei weitere durch Umwandlung einer Realschule und einer Hauptschule und im anderen Fall einer verbundenen Haupt- und Realschule in jeweils eine Integrierte Gesamtschule (IGS). Noch ist es nicht zu spät, diesen Zug aufzuhalten.

Natürlich kamen wir auch noch auf die Finanzen zusprechen. Der kommunale Finanzausgleich verteilt die Mittel auf die 477 Kommunen, wobei die Verteilung laut einem Urteil nach Bedarf erfolgen soll. Das entsprechende Gesetz werde gerade eingebracht, erläuterte Weyland. Die Stadt Frankfurt erhält die meisten Mittel. Sie erhält aber weniger als bisher, weil sie erst einmal ihre eigenen Mittel aufbrauchen muss, d.h. man nehme der Stadt keineswegs alles, wie behauptet werde, so Weyland. Hinzu kommt, dass die Stadt noch einen Metropolenzuschlag von 150 Mio. Euro erhalte. Frankfurt hat hohe Gewerbesteuereinnahmen und zahlt deshalb in den kommunalen Finanzausgleich ein, der 4,3 Mrd. Euro umfasst. Dem ländlichen Raum bricht die Bevölkerung weg, weil diese nach Frankfurt einpendelt. In den Länderfinanzausgleich zahlt Hessen 283 Euro pro Kopf ein. Von 16 Ländern sind nur drei Geberländer. Hessen, das gegen diese Aufteilung klagt - es ist eines der Geberländer -, will bis zum Sommer eine gerechtere Regelung vorschlagen. Der Soli soll abgebaut werden. Die Länder sollen dann entsprechende Ausgleichszahlungen erhalten, z.B. für Infrastrukturmaßnahmen. Diese Gelder sollen die Länder schneller erhalten. Da wir ein föderalistisches System haben, werden Gelder unter­schiedlich ausgegeben, was bei den Nachbarländern bisweilen auf Erstaunen stößt.

Der Abend war kurzweilig und interessant. Die Frauenunion dankte Frau Dr. Weyland für ihr Kommen. (Bericht: Monika Intrau)


17. April 2015
Führung über den Riedberg

Im April informierten sich interessierte Frauen der Frankfurter Frauen-Union über den Stand der Entwicklungs- und Baumaßnahmen im Frankfurter Norden und erkundeten zusammen mit der Ortsvorsteherin von Kalbach/Riedberg, Frau Carolin Friedrich, den neuen Stadtteil Riedberg.

Ein Mitarbeiter der HA Stadtentwicklungsgesellschaft erläuterte zunächst die Entwicklung des Quartiers von den ersten Planungen bis hin zu einem funktionierenden Stadtteil. Im Zeitraum von 2001 bis 2020 entstehen auf einem Areal von rund 267 Hektar etwa 6.000 Wohneinheiten für ca. 15.000 Menschen. Die sieben Quartiere sind zum Teil schon fertig gestellt, zum Teil noch im Bau oder erst in der Planung und bieten eine Vielfalt von Wohnformen, vom Einfamilienhaus mit Satteldach im südeuropäischen Stil bis zu den weißen Villen mit Flachdächern, der sogenannten „weißen Stadt“. Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser, Studierendenappartements und Seniorenwohnungen ergänzen das Wohnangebot. Auf Hochhäuser wurde verzichtet.

Bei einem Rundgang durch den Stadtteil erlebten die Damen einen einheitlichen und doch vielfältigen Stadtteil mit hohem Freizeitangebot, guten Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und Restaurants, Grünanlagen und einer sehr guten Verkehrsanbindung an die Stadt, drei Grundschulen, ein Gymnasium und neun Kindertagesstätten. Eine Gesamtschule ist noch in Planung. (Bericht: Monika Intrau)


30. März 2015
Politischer Frauen-Stammtisch

Am 30.03.2015 trafen sich interessierte Damen zum politischen Frauenstammtisch im Wirtshaus Paulaner am Dom. Diese Zusammenkunft fand ohne einen besonderen Gast statt. Die anwesenden Damen empfanden es als positiv, auch mal über sämtliche Themen reden zu können, ohne mit einen Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Damen beschlossen, zukünftig auch mal einzelne Termine ohne Referent vorzusehen, insbesondere zu solchen Terminen, zu denen es aktuell viel zu diskutieren gibt.

Wie immer waren auch diesmal Gäste herzlich willkommen.

 


24. März 2015
Gespräch mit FIM über das neue Prostitutionsgesetz

Seit 2002 gilt in Deutschland das Prostitutionsgesetz. Ziel des Gesetzes war, die soziale und rechtliche Lage der Prostituierten in Deutschland zu verbessern und das kriminelle Umfeld wirkungsvoller zu bekämpfen. Für die große Mehrheit der Prostituierten erfüllte sich diese Hoffnung nicht.

Aus diesem Grund wird aktuell über die Novellierung des Prostitutuionsgesetzes diskutiert. Auch die Frauen-Union Frankfurt beschäftigte sich mit diesem Thema und traf sich im März mit Mitarbeiterinnen des Vereins „FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.“, um über die Überarbeitung des Gesetzes, die Verbesserung von gesetzlichen Grundlagen für die Kontrollen von Prostitutionsstätten durch die Ordnungsbehörden, den Schutz der Opfer durch Maßnahmen gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel und die konsequentere Bestrafung von entsprechenden Straftätern zu sprechen.

Die FU-Damen erfuhren, wie FIM die Frauen, die von (sexualisierter) Gewalt betroffen sind und sich in prekären Lebensverhältnissen befinden unterstützt und berät. Die Beratung erfolgt zum einen im Beratungs- und Informationszentrum für Migrantinnen und ihre Familien aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa in verschiedenen Sprachen, aber auch in aufsuchender Arbeit auf der Straße und in entsprechenden Etablissements.

Es bestand Konsens darin, dass die Novellierung des Gesetzes ein guter Schritt in die richtige Richtung sei, der Schutz der Frauen, die zwangsweise Opfer von Zwangsprostitutuion und Menschenhandel wurden, jedoch noch nicht ausreichend ist.


06. März 2015
Internationaler Frauentag im Frankfurter Römer

Auch in 2015 nahmen die Damen der Frankfurter Frauen-Union die Einladung der Stadt Frankfurt am Main – Frauenreferat an und besuchten zahlreich den Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages im Kaisersaal des Frankfurter Römers.

\\A510s200007\db$\MitarbeiterInnen\Hornung\Neuer Ordner\FF\15.03.06_Fr tag.jpgDie Frauendezernentin Frau Sarah Sorge (Grüne) stellte in Ihrer Rede zum Internationalen Frauentag das neue Schwerpunktthema des Frauenreferates für 2015 vor: „Stoppt Sexismus“, mit dem Ziel, mehr Respekt zu vermitteln. Das Herzstück der Kampagne ist ein Online-Beratungsportal für Mädchen und junge Frauen. Zusammen mit dem Verein für feministische Mädchenarbeit FEM wurde ein mehrsprachiges, barrierefreies Portal entwickelt, um Mädchen und jungen Frauen ein Forum im Umgang mit alltäglichem Sexismus oder auch bei konkreter sexueller Belästigung zu geben. Auf fem-onlineberatung.de gibt es Beratung, Kontakt zu anderen Mädchen und jungen Frauen sowie Informationen. Frau Sorge erläuterte, dass Sexismus die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts sei. Im Alltagsgebrauch werde Sexismus oft mit sexueller Belästigung gleichgesetzt. Sexismus sei jedoch nicht immer offensichtlich oder einfach zu benennen. Oft gäbe es zunächst nur ein diffuses Unbehagen oder ein Gefühl von Ungerechtigkeit. Häufig werden solche Situationen und die damit verbundenen Gefühle als eigene Schuld wahrgenommen. Auch weil andere sie leugnen oder nicht ernst nehmen. Aus diesem Grund habe man sich für die Kampagne „Stoppt Sexismus„ entschieden. Im Laufe des Jahres organisiere das Frauenreferat der Stadt Frankfurt verschiedene Veranstaltungen, fördere Projekte und rege Diskussionen an. Weiterhin würden Materialien und Formate entwickelt, die bei der Aufdeckung und dem Abbau von Sexismus helfe.

Im Anschluss an den offiziellen Teil entspannen sich in gemütlicher Runde anregende Gespräche und die Rede der Frauendezernentin sowie die neue Kampagne wurde diskutiert.


03. März 2015
Großen Kommunalwahlabend „Mehr Frauen in Mandate“

Am 03. März 2015 startete die Frauen-Union Frankfurt mit einem großen Kommunalwahlabend die Initiative „Frauen in Mandate“ im Haus am Dom. Die Gäste erwartete eine interessante Talkrunde rund um das Thema Kommunalwahl und Kommunalpolitik mit erfahrenen Politikerinnen und Politikern wie dem Generalsekretär der CDU Hessen, Manfred Pentz, der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Frauen Union Hessen und Landtagsabgeordneten Bettina Wiesmann, der Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen, Dr. Bernadette Weyland, dem Kreisgeschäftsführer der CDU Frankfurt Michael Stöter und der Ortsbeirätin Dr. Veronica Fabricius sowie der Vorsitzenden der Frankfurter Frauen-Union Sylvia Hornung.

Die Frauen-Union möchte mit ihrem Engagement und Veranstaltungen wie diesem „Großen Kommunalwahlabend“ Frauen zur aktiven Teilnahme an der Politik motivieren, politisches Interesse wecken und Mut machen, sich politisch einzubringen, nicht nur in der FU, sondern auch in der CDU, um dann auch für politische Mandate zu kandidieren.

Dazu engagiert sich die FU zusammen mit der CDU Hessen im Mandatsförderprogramm, das Quereinsteigern das nötige Rüstzeug für die kommunalpolitische Arbeit gibt, sowie im eigens von der FU Hessen aufgelegten Patenschaftsprogramm  „FFF – Frauen fördern Frauen“, um Neueinsteigerinnen jeden Alters den Start in die politische Arbeit zu erleichtern.


28. Februar 2015
Besichtigung des Commerzbank-Hochhauses

Aufgrund der sehr hohen Nachfrage der Besichtigung des Commerzbank-Hochhauses, hat sich die Frankfurter Frauen-Union dazu entschlossen, einen weiteren Besichtigungstermin anzubieten.

Seit der Fertigstellung im Jahr 1997 ist das mit ca. 260 Metern höchste Bürogebäude Europas mitten in der Frankfurter City ein markanter Blickfang und hebt sich wegen seiner herausragenden Architektur von den anderen Hochhäusern ab. Auch auf Grund seiner funktionalen Konzeption genießt das Gebäude bei Fachleuten und in der Bevölkerung große Aufmerksamkeit. Die Damen erlebten bereits in der Lobby des Hochhauses, welche innovativen technischen Lösungen zum Beispiel hinsichtlich der Beleuchtung und Klimatisierung dieses Gebäude zu bieten hat. Die Damen durften einen Einblick in eine Büroetage nehmen und den grandiosen Ausblick über Frankfurt genießen. Sie bestaunten auch die eigens angelegten Gärten im Gebäude, die als immergrüne Oasen zur Erholung in den Arbeitspausen dienen und eine besonders angenehme Atmosphäre schaffen. Für die umweltfreundliche und energiesparende Architektur erhielt die Commerzbank im Jahr 2009 sogar die Auszeichnung "Green Building Frankfurt".

Es war eine spannende und erlebnisreiche Führung, den die Damen der FU sehr genossen.


23. Februar 2015
Politischer Frauen-Stammtisch mit der Bildungsdezernentin Frau Stadträtin Sarah Sorge (Grüne)

Es war ein munterer Abend, den die Frauen Union mit der Frankfurter Schuldezernentin, Sarah Sorge vom Koalitionspartner Bündnis90/Die Grünen, verbrachte. Schließlich vermag wohl jeder über Schule mitzureden, sei es als Eltern, Lehrer oder Großeltern. Zwei Themen waren von Interesse, nämlich die Betreuung der Grundschulkinder und die der Fünft- und Sechstklässler, sowie die Schulentwicklungsplanung.

Frau Sorge stellte fest, dass bereits 55 % eines Jahrgangs an den Grundschulen betreut würden. Das sei schon ein Erfolg; denn jährlich müssten 600 Plätze zusätzlich ausgebaut werden, allein nur um den staus quo zu halten, bedingt durch den großen Zuzug nach Frankfurt. Es gebe drei Profile der Organisation: Die Hausaufgabenbetreuung an drei Nachmittagen bis 14:30 Uhr, die tägliche Betreuung bis 17:00 Uhr und die verpflichtende Ganztagsschule. Die Stadt unterstütze die Projekte mit der ESB-Maßnahme, d.h. der „erweiterten Schulbetreuung“. Dabei werden Mittel bereitgestellt, um die Hereinnahme von Vereinen, Musikschulen und anderen Trägern zu ermöglichen. Schulen sollen sich vor Ort vernetzen. Um das Ganze zum Erfolg führen zu können, müssen der Wille der Schule und die räumliche Situation kompatibel sein. An vielen Grundschulen finden zur Zeit Erweiterungsbauten statt. Horte werden nicht weiter vergrößert, weil die Nachmittagsbetreuung auf die Schulen verlagert werden soll, um eine wissenschaftlichere Ausrichtung zu ermöglichen. Horte werden aber nicht geschlossen. Sie sind auch mit der Betreuung der Vorschulkinder gut ausgelastet.

Wie in jeder guten Koalition beruht das Zusammenwirken auf einem Geben und Nehmen. So erhält die CDU neue Gymnasien, die Grünen Gesamtschulen. Insgesamt gibt es 13 Schulerweiterungen, sechs neue Grundschulen, davon je eine in Bockenheim und am Rebstock, zwei gymnasiale Oberstufen im Gallus und in Preungesheim, drei neue Gesamtschulen je im Süden (Holbein- und Schwanthalerschule), am Riedberg und in Niederrad (Salzmannschule), nach dem Riedberggymnasium wird es ein weiteres Gymnasium in Nied geben. Seit 2006 wurde über eine Milliarde Euro in den Schulbau investiert. Frau Sorge erwartet von den Eltern ein größeres Erziehungsengagement zum Erhalt der Schulen. Auch sie sei überrascht, wieviel Zerstörung auch in neuen Einrichtungen erfolge. Ausdrücklich wies sie auf die Einhaltung der Grundschulgutachten beim Übergang in eine weiterführende Schule durch die Eltern hin.

Es war ein interessanter Abend mit vielen neuen Informationen und offener Aussprache. (Bericht: Monika Intrau)

 

Anmerkungen Frau Monika Intrau:

Ist der neue Schulentwicklungsplan kind- und bedarfsgerecht?

Der neue Schulentwicklungsplan sieht drei neue Gesamtschulen vor, in Sachsenhausen, in Niederrad und am Riedberg, eine gymnasiale Oberstufe in Preungesheim, ein Gymnasium in Nied und 15 neue bzw. erweiterte Grundschulen. Die Kosten werden auf 1,5 Mrd. Euro veranschlagt. Dabei werden die Gesamtschulgründungen in Sachsenhausen und Niederrad zulasten einer Realschule und einer Hauptschule bzw. einer verbundenen Haupt- und Realschule gehen. Damit bahnt sich eine Umstrukturierung des vielfältig gegliederten Frankfurter Schulwesens an: Die Hauptschule verschwindet und die Realschule wird marginalisiert. Beide werden nur noch in Resten in den neuen Gesamtschulen vorhanden sein, weil ihre Bildungsgänge dort zwar angeboten werden, jedoch nicht umfänglich, da die Gesamtschule nur in zwei Fächern auf wiederum nur zwei Leistungsprofilen differenziert.

Angesichts dieser Aussichten stellt sich die Frage, ob das gewünscht ist? Sind die vielen Gesamtschulgründungen auch bedarfsgerecht? Klar ist, dass die Bevölkerungszahl in Frankfurt wächst und das Gymnasium die beliebteste Schule ist. Doch die Ernüchterung bei den Eltern wird dann kommen, wenn das gewünschte Gymnasium ausgelastet ist und das Kind die benachbarte Gesamtschule besuchen soll, weil auch diese den gymnasialen Bildungsgang anbietet. So stellt sich die Frage, ob nicht ein Gymnasium mehr und eine Gesamtschule weniger bedarfsorientierter wären? Warum muss in Sachsenhausen eine erfolgreiche und gut ausgelastete Realschule zu einer Gesamtschule werden? Wäre nicht auch eine verbundene Haupt- und Realschule eine zeitgemäße und wesentlich kostengünstigere Lösung? Bleibt überhaupt noch Geld übrig für Modernisierungen, Reparaturen und Ausstattungen der anderen Schulen übrig? Sind solche Ausgaben überhaupt vorgesehen oder geht es nur noch um die Umgestaltung eines gut funktionierenden Schulwesens in Frankfurt?

Die Frauenunion spricht sich für ein breites schulisches Angebot aus, bei dem Hauptschule, Realschule, Gymnasium genauso ihren Plätz haben wie Gesamtschulen.

Eine Umorientierung vollzieht sich auch im Betreuungswesen. 15 Grundschulen sollen Anbauten für die schulische Nachmittagsbetreuung erhalten, neue Grundschulen werden unmittelbar so ausgestattet, dass sie die Kinder ganztägig behalten. Der Hort läuft als Betreuungseinrichtung aus, d.h. er wird nicht mehr weiterentwickelt und wohl auch nicht mehr bedarfsorientiert ausgestattet. Auch diese Entwicklung muss hinterfragt werden. Was benötigen Kinder - gemeint sind die Sechs- bis Zehnjährigen - am Nachmittag? Ist es eine Fortführung des vormittäglichen Schulunterrichts? Oder sollte es nicht um die Bereitstellung von Werten gehen, wie sie in den Familien gepflegt werden, wie die Kommunikation, das Sprechen in der Familie, das Musizieren, Lesen, Manieren, die für das soziale Fortkommen unverzichtbar sind und für die der Hort durchaus mit seiner Familienähnlichkeit geeignet ist? Eine Verschulung kann eine gegenteilige Wirkung erzielen. Der neue Schulentwicklungsplan sollte euch auf diese gesellschaftliche Entwicklung die tragfähige Antwort geben.


05. Februar 2015
Führung hinter die Kulissen des Städel’schen Kunstinstitutes
Restaurierungswerkstatt des Städel- Museums

Am 05.02.2015 trafen sich zahlreiche interessierte Damen der Frankfurter Frauen-Union, um einen Blick hinter die Kulissen des Städel’schen Kunstinstitutes zu werfen. Ziel war die Besichtigung der Restaurierungswerkstatt des Städel-Museums, einen Bereich, den man nur sehr selten zu Gesicht bekommt.

Die Führung erfolgte durch einen Restaurator des Städel’schen Kunstinstituts, der zunächst über seine Arbeit berichtete. Denn die Jahre lassen die Kunstwerke, über die das Städel wacht, altern. So bleibt ein Gemälde im Laufe der Jahrhunderte natürlich nicht in seinem frischen und unverbrauchten Urzustand erhalten. Diverse Einflüsse hinterlassen Spuren, die die Ästhetik oder auch die Unversehrtheit des Werkes beeinträchtigen können. Hier kommen die Restauratoren des Museums zu Einsatz. Sie verhelfen den jahrhundertealten Kunstschätzen zu neuer Frische und – im besten Fall – zu Unsterblichkeit. Die Damen erfuhren, welche Maßnahmen ergriffen werden, um eine nachhaltige Substanzerhaltung durch Konservierung und Restaurierung der Kunstwerke zu erreichen. Denn gerade die Konservierung der Werke zählt zu einer der zentralen Aufgaben des Museums, denn nur so können Bestände aus 700 Jahren überhaupt langfristig ausgestellt werden - keiner darf näher an die Schätze des Museums heran als die Restauratoren.

Nur ein Prozent der Städel Werke ist in den Ausstellungsräumen des Museums zu sehen, der Großteil der Arbeiten lagert für den Besucher im Verborgenen und befindet sich in den gut gesicherten Depots. Das Städel verfügt insgesamt über elf verschiedene Kunstdepots, deren Inhalte nach Entstehungszeit und materieller Beschaffenheit der Werke sortiert sind. Doch viele Werke in den Depots ruhen nicht lange still und friedlich in ihren Kisten oder an ihren Halterungen. Die Sammlung des Städel – und damit auch die Arbeiten in den Depots – ist in ständiger Bewegung. So gab es im Zuge der Städel-Erweiterung allein zwischen 2009 und 2012 rund 10.000 Objektbewegungen.

Die Damen erhielten einen guten Einblick in die Arbeit und Geheimnisse der Restauratoren und einen seltenen Einblick in die Restaurierungswerkstatt des Städel-Museums. Insgesamt war es ein sehr spannender Nachmittag mit vielen neuen Einblicken.


26. Januar 2015
Politischer Frauen-Stammtisch

Die Damen der Frankfurter Frauen-Union trafen sich am 26.01.2015 zu einem politischen Frauenstammtisch im Wirtshaus "Paulaner am Dom" und stießen dort auf das neue Jahr an.

Auch ohne Gast war der Stammtisch gut besucht. Es wurde in kleinen Gruppen in ungezwungener Atmosphäre über die unterschiedlichsten Themen diskutiert. Zum einen wurden Fragen für den nächsten Stammtisch an Sarah Sorge zusammengetragen, zum anderen diskutierten die Damen intensiv über Salafismus und Islamisierung.

Neben aktuell politischen Themen wurde das Thema Stammtischlokalität angesprochen. Da es bei einigen Stammtischen im Paulaner am Dom etwas laut war, dass nicht alle die Referenten verstehen konnten. Mangels geeigneter Alternativen beschließen die Damen, sich auch weiterhin in der Frankfurter Innenstadt zu treffen.

 


24. Januar 2015
Neujahrsempfang der Frankfurter Frauen Union 2015

Der Empfang fand in dem festlich geschmückten Gemeindesaal der St. Bartholomäuskirche statt. Frau Metzner hatte zusammen mit Frau Plahusch keine Mühe gescheut, einem an sich nüchternen Raum doch eine ansprechende Atmosphäre einzuhauchen. Viele waren gekommen, wenn auch das Wetter nicht gerade einladend war.

Her Brummermann von der Dom-Römer-GmbH entführte uns mit einer Powerpointshow in das zukünftige Leben der Frankfurter Altstadt. Schon vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war das Viertel ziemlich heruntergekommen. Es gab keine durchgängige Wasserversorgung, der Müll lag auf den Straßen, die Häuser waren schon recht ramponiert. 1944 wurde die Altstadt zerstört. 1972 baute die Stadt auf dieses Areal das technische Rathaus, einen massiven Betonklotz. Doch dann begann sich der Bürgerwille zu formieren gegen die Betonkultur und zurück zu den über Jahrhunderte prägenden Bauten. Pläne entstanden, wie der Wiederaufbau der Alten Oper, der Ostzeile und auch schon ab 1980 der der Altstadt. Frankfurt sollte wieder sein altes Gesicht bekommen – zumindest in Teilen. Als Letztes aller Projekte steht nun die Rekonstruktion der Altstadt an, durch die einst Könige und Kaiser zu ihrer Wahl schritten.

Das asbestbelastete technische Rathaus musste ohnehin abgerissen werden. Damit war der Platz für die Altstadt geschaffen. 2005 wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgeschrieben, ein Jahr später die Planungswerkstatt Dom-Römer ins Leben gerufen. Nach vielen Diskussionen steht nunmehr fest, dass es 15 originalgetreue Rekonstruktionen geben wird und 20 zeitgenössische Neubauten. Für diese insgesamt 35 Häuser steht eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes zur Verfügung. In diesen Häusern entstehen 60 Wohnungen jeweils in den Obergeschossen und 20 Gewerbeflächen in den Untergeschossen. Eine Tiefgarage mit 600 Stellplätzen sorgt für ausreichend Parkplätze. Der Originalkrönungsweg wird wieder entstehen. Für die 35 kleinen Häuser sind 20 Architekten verantwortlich. Damit ist eine Individualität der einzelnen Bauten garantiert. Die meisten Häuser haben sogar einen Keller. Baubeginn war im Frühjahr 2014, die Fertigstellung ist für das Jahr 2017 geplant. Das Projektvolumen beträgt 170 Millionen Euro, davon sind 70 Millionen für den Erlös der verkauften Wohnungen abzuziehen. 400 Aktenordner umfasst das Projekt. Die 15 Rekonstruktionen spiegeln die verschiedenen Epochen wider, von der Gotik bis zur Gründerzeit. Eigentlich waren diese Häuser Fachwerkhäuser, aber im vorvorletzten Jahrhundert verputzte man sie aus Gründen des Brandschutzes. Deshalb weiß man nicht, wie die Häuser vor der Verputzung ausgesehen haben. Auch die neuen Häuser werden verputzt sein. Alle Häuser hatten Eigennamen, wie das „rote Haus“, „die Goldene Waage“, die öffentliches Gebäude bleibt und vom historischen Museum mitbenutzt werden wird. Die Nutzung besteht zum überwiegenden Teil aus Wohnen, Gewerbe, Vermietung und musealer Nutzung. Gaststätten sollen nicht an Ketten vergeben werden. Die Eigentumswohnungen sind bereits verkauft. Den Kaufverträgen liegt der Hinweis bei, dass auf Grund der Nutzung und Lage keine sich daraus ergebenden Klagen eingereicht werden können, z.B. gegen einen bestimmten Lärmpegel. Das nicht direkt zum Ensemble gehörende Stadthaus steht bereits. Es ist für Veranstaltungen gedacht, bietet Schutz für den archäologischen Garten, der öffentlicher Bereich bleiben soll. Es wird vom Hauptamt betrieben.

Die Veranstaltung war interessant. Dennoch blieb genug Zeit zum Reden und Kreppelessen. (Bericht: Monika Intrau)


15. Januar 2015
Führung durch das Funkhaus des Hessischen Rundfunks mit Teilnahme an der „Hessenschau live“

Aufgrund der sehr zahlreichen Anmeldungen zu der Besichtigung des Funkhauses des Hessischen Rundfunks Ende 2014 hat sich die Frankfurter Frauen-Union entschieden, eine weitere Veranstaltung anzubieten. Auch diese war schnell ausgebucht.

Am 15. Januar 2015 trafen sich zahlreiche Damen und einige Herren vor dem Haupteingang des hr im Stadtteil Dornbusch, wurden dort durch eine Führerin freundlich empfangen, durch das Gebäude geleitet und in die Geheimnisse des Hauses eingeweiht. Während des rund 100 minütigen Rundgangs durch das Gelände der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt gab es gigantische und eindruckvolle Einblicke in die Arbeit einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Die Damen erfuhren nicht nur die Geschichte des Hauses und die Aufgaben der verschiedenen Ressorts, sondern hatten auch die Möglichkeit, das Funkhaus mit den Redaktionsräumen für Hörfunk zu besichtigen und zu sehen, wie die Moderatoren live agieren und selbständig nach den Redebeiträgen die Musik hoch fahren, die zuvor die Musikredaktion zusammen gestellt hat.

Ein Highlight des Rundgangs war die Besichtigung des Sendebereichs von HR 1. Die Damen der FU waren live dabei, wie das Programm von HR 1 moderiert wurde und erlebten auch eine Liveaufschaltung in das Programm. Eine verschiedentlich einsetzbare Apparatur mit durch Scheiben abgetrennte Arbeitsräume für an dem Radio beteiligte Fachleute stellt nur eines der sechs Radioprogramme des HR da.

Zum Schluss des Rundgangs ging es in die Sendesäle für Fernsehsendungen. Die Kulissen aller Sendungen, welche beim Hessischen Rundfunk aufgezeichnet werden, konnten in Augenschein genommen werden. Hierbei wurde erklärt, wie Ton, Licht und Kamera in einem komplexen System von Technik für wenige Minuten Fernsehen zum Einsatz kommen. Dagegen wirken die Kulissen im Verhältnis eher klein, oft gibt es sogar keine Kulisse, sondern nur eine sog. Blue-Box, auf der nur virtuell für den Zuschauer die Kulisse dargestellt ist.

Anschließend erlebten die Damen der FU die Hessenschau live mit Holger Weinert und Claudia Schick.


30. November 2014
Adventsfeier mit Kindertheater „Schneewittchen“ gemeinsam mit der CDU Harheim

Die Adventsfeier des Stadtbezirksverbandes CDU Harheim erfreut sich bereits seit Jahren großer Beliebtheit. In diesem Jahr hat sich die Frauen-Union an dieser Veranstaltung beteiligt. Die Anwesenden, darunter zahlreiche Familien, erlebten das Märchen der Gebrüder Grimm „Schneewittchen“ als Mitmachtheater für Kinder und Erwachsene, aufgeführt von Galli-Theater. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des Theaterspielens, bei dem ein erfahrener Schauspieler ein Märchen erzählt und dabei in die verschiedenen Märchencharaktere und Rollen schlüpft. Die Kinder erleben beim Mitspieltheater die große Kunst des Schauspielens hautnah mit. Dabei dürfen sie dem Märchen nicht nur gespannt zuhören, sondern aktiv mitwirken. Sie können ihre Gedanken und Ideen dem Spieler auf der Bühne zurufen, der diese Impulse spontan mit in die Geschichte integriert. Außerdem können die Kinder an vielen Stellen selbst auf der Bühne mitspielen! So entsteht ein interaktives und lebendiges Theaterspiel zwischen dem Erzähler und den Kindern. Ein Erlebnis für Groß und Klein.

Es folgte ein buntes Rahmenprogramm mit Adventsmusik und Kindersingen. Es gab leckeren von den Harheimer Damen selbstgemachten Kuchen und Plätzchen. Höhepunkt des Nachmittags war das Eintreffen des Nikolauses, der von den Kindern sogleich umringt wurde und nur gegen ein Präsent aus seinem Sack wieder gehen gelassen wurde.

Ein rundum gelungener Nachmittag, der allen Anwesenden sehr gut gefallen hat.


24. November 2014
Politischer Frauen-Stammtisch mit Herrn Stadtrat Stefan Majer

Es ging hoch her bei diesem Treffen, was weniger am Dezernenten lag, als an uns; denn jede wollte zu Wort kommen, wollte ihr spezielles Problem vortragen und am liebsten auch gleich geregelt haben. Aber Herr Majer brachte souverän alles auf Linie. War er es vielleicht auch aus seiner Partei, den Grünen, gewöhnt? Am Ende des Abends waren jedenfalls alle zufrieden.

Herr Majer stellte seine Leitidee und sein Konzept vor: Jede mit seinen Kollegen und Kolleginnen getroffene Entscheidung erwächst aus der Grundeinstellung heraus, sich in die Psychologie aller Verkehrsteilnehmer zu versetzen unter dem Leitgedanken höchster Verkehrssicherheit. Er ist stolz behaupten zu können, dass es noch nie so viel Verkehrssicherheit gab. Mobile Polizeiautos schwirren dazu durch die Stadt, um den Verkehr zu analysieren. Große Probleme bereiten die vielen Fahrradfahrer. Heute gibt es dreimal mehr Fahrradfahrer als vor 15 Jahren. Auf den Gehwegen sind sie kaum kontrollierbar. Entsprechend verlangt das Gesetz, dass sie dort nicht fahren dürfen. Es ist ein mühseliger Weg, das durchzusetzen. Aber auch Fußgänger können falschfahrende Radler ansprechen nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Bei vielen Verkehrsteilnehmern – so der Dezernent – fehlt es an der Toleranz. Auch Autofahrer haben Wünsche. Dabei geht es nicht nur ums zügige Fahren, sondern auch um einen kurzen Halt vor einer Bäckerei. Der Dezernent versucht allen Verkehrsteilnehmern ein Stück Freiheit auf der Straße zurückzugeben, indem er weniger regulativ eingreift. So erhalten viele instandgesetzte Straßen keine mittlere Trennlinie mehr und am Fahrbahnrand einen Schutzstreifen, der Fußgänger schützt, Fahrrädern eine sichere Möglichkeit des Fahrens gibt und der u.U. auch für einen kurzen Halt genutzt werden kann. Die freie Fahrbahn aber lässt Autofahrer vorsichtiger fahren, weil sie den Gegenverkehr mit einkalkulieren müssen. Es gibt bisweilen natürlich auch alberne Regelungen. Auf solche wiesen wir natürlich hin. Schwerpunktkontrollen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Natürlich darf auch nicht übersehen werden, dass die Stadt Frankfurt seit 2005 um die Bevölkerungszahl von Fulda gewachsen ist, hinzu kommen noch 350.000 Einpendler. Majer betont, dass sich Frankfurts Verkehrsprobleme nur im Einvernehmen mit dem Umland lösen lassen.

Zurück zu den fast kleinen Problemen: Schlaglöcher!! Dennoch konnte der Dezernent verkünden, dass der Instandhaltungsrückstand um fünf Millionen Euro abgebaut wurde. Bei acht bis neun Radrouten wurden Lücken geschlossen. Unechte Einbahnstraßen und Gehwegnasen fanden manch belustigende Erörterung. Erstere soll Schleichwegen entgegenwirken, aber Anliegern – vor allem in Gartensiedlungen – die Möglichkeit bieten, in beiden Richtungen fahren zu können. Das geschieht dadurch, dass die Einfahrt in diese Straße verboten ist. Nur, wer dort seinen Garten hat, kann hin- und herfahren. Gehwegnasen verlängern den Fußweg an Kreuzungen. Dadurch wird die Kreuzung übersichtlicher. Mit Farben und eben kleineren Veränderungen kann man verkehrsberuhigend wirken. Carsharing wird gefördert. Dabei teilen sich mehrere Personen ein Auto. Damit gibt es schon mehr Platz auf der Straße.

Am Hauptbahnhof soll endlich der Busbahnhof kommen, nachdem der dafür benötigte Platz durch Ankauf eines Grundstücks erworben werden konnte.
Mittelinseln an Bushaltestellen zwingen zum Anhalten der Autofahrer. Leider umfahren derart Uneinsichtige sogar links die gesamte Insel. Hier muss nachgebessert werden.
Ein Messeleitsystem ist in Arbeit, das Messeteilnehmer an die richtige Stelle führt. Dadurch wird verhindert, dass die Verkehrsteilnehmer nicht durch Wohngebiete fahren.

Der Abend war informativ und anregend. Zum Schluss waren wir alle wieder friedlich. Aber wem stehen nicht schon einmal die Haare zu Berge, wenn es um den Straßenverkehr geht? Wir waren übrigens eine richtig große Gruppe. (Bericht: Monika Intrau)


17. November 2014
Führung durch das Funkhaus des Hessischen Rundfunks mit Teilnahme an der „Hessenschau live“

Am 17. November 2014 war es soweit. Wir trafen uns in der Eingangshalle des hr und wurden von einer sehr kompetenten Studentin durch das Haus geführt und mit allem Wissenswertem gefüttert. Sie machte das so interessant und kurzweilig, dass wir in großer Begeisterung nach zwei Stunden Abschied nahmen. Zunächst ging es um die Geschichte des Gebäudes und die Aufgabenverteilung der einzelnen Ressorts auf die Häuser an der Bertramswiese und die Zuarbeit aus den anderen Landesteilen. Der hr hat seit 1951 seinen Hauptsitz in Frankfurt, in der Bertramstraße 8. Das „Funkhaus am Dornbusch“ beherbergt einen Großteil der Redaktionsräume für Hörfunk und Fernsehen. Mit modernster Technik sichert das 1996 in Betrieb genommene Hörfunkgebäude den Anschluss an das digitale Zeitalter und bietet Platz für Redaktionen und Technik seiner sechs Hörfunkwellen. Die meisten Hörfunk- und Fernsehstudios befinden sich hier in Frankfurt.

Der hinter dem Haupteingang liegende historische Rundbau war ursprünglich als Plenarsaal des Bundestages gedacht und ist insofern eng mit der Gründungsgeschichte der Bundesrepublik verbunden. Die „Goldhalle“ im denkmalgeschützten Rundbau bietet Platz für Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen. Zum hr-Gebäude gehört auch die historische Gutsanlage Bertramshof, die 1993 renoviert und umgebaut wurde.

Der hr beschäftigt 2.500 Mitarbeiter, davon 1.900 in Frankfurt. Sprechtrainer sorgen für eine gute Aussprache. 40% beträgt der Frauenanteil. Frauen sind insbesondere in den Redaktionen tätig und in der Verwaltung. Die Arbeitszeit beträgt bei einer 38,5 Stundenwoche mitunter 9-10 Stunden täglich in den Redaktionen. Die meisten Redakteure sind als Journalisten freiberuflich tätig. Die Hessenschau, Hallo Hessen und MEX-das Marktmagazin werden aus einem Großstudio gesendet, wobei in drei Ecken jeweils die Grundausstattungen für die drei Formate aufgebaut sind. Aus dem Maintower werden das Wetter und die Servicesendungen gesendet. Im ehemaligen AFN-Gebäude hat sich die Werbung einquartiert. In einem Gebäude hat die ARD (Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands) ihren Sitz. Die Tagesschau kommt zwar aus Hamburg, aber die Sendesignale werden von Hamburg nach Frankfurt gegeben, wo sie ins Kabelnetz eingegeben werden. Der hr verfügt über eine eigene Autowerkstatt wegen der komplizierten Sonderausstattungen ihrer Wagen. Um auch einmal die finanzielle Seite zu beleuchten: Der hr verfügt über einen Etat von 371 Mio. Euro. Der hr unterhält auch Werkstätten für die Requisite. Hier wird noch alles selbst gebaut – im Unterschied zu anderen Sendern. Eine Kamera kostet z.B. 250.000 €. Der hr unterhält zwei Orchester, die hr-Bigband und das Radio-Sinfonieorchester, 6 Radiowellen und ein Fernsehprogramm. Es wird nach dem Motto produziert: Hessen für Hessen. Dr hr ist der Heimatsender. Die Sendungen sollen sowohl hessisches Großstadtleben als auch die ländliche Idylle widerspiegeln. Große Veranstaltungen, aus denen der hr gar nicht wegzudenken ist, sind der Hessentag, das dolle Dorf und die Verleihung des Onkel Otto. Kernkompetenzen des hr sind Informationen, Kultur und Bildung sowie Unterhaltung. Es werden sechs Spielfilme im Jahr hergestellt.

Im Hörfunk sind Veränderungen am deutlichsten spürbar: Im Studio von hr1 erlebten wir das Selbstfahrerstudio: Der Moderator macht alles allein. Nach einem Sendefahrplan fährt er die Musik hoch oder redet in den dafür vorgesehenen Moderationsfenstern. Die Musikredaktion stellt die entsprechende Musik zusammen.

In der Hessenschau mit Holger Weinert und Claudia Schick erlebten wir ein völlig untaufgeregtes Team, die sich schon mal zwischen ihren Redeeinsätzen kabbelten. Wir saßen in der vierten Ecke des Großstudios. Frau Isser, die Kreisvorsitzende der FU Offenbach und Mitglied des Rundfunkrates gab uns im Anschluss noch Informationen zur Arbeit des Rundfunkrates. Hauptaufgabe des Gremiums ist die Wahl des Intendanten. Der Rundfunkrat hat 30 Mitglieder aus den verschiedensten gesellschaftlichen und politischen Organisationen. Er berät die Haushaltspläne, in Ausschüssen werden fachspezifische Fragen erörtert.

Alle Damen waren hoch zufrieden mit dem heute Erlebten. (Bericht: Monika Intrau)


13.11.2014
Veranstaltungsreihe Pflege II

Am 13. November 2014 setzte die CDU Eschersheim und CDU Dornbusch zusammen mit der Frauen-Union und der Senioren-Union die Veranstaltungsreihe "Pflege" mit einer dritten Veranstaltung fort. Referent war diesmal Herr Reinhold Reichert, der Leiter der Abteilung Gesetzliche Betreuung des Bürgerinstitutes Frankfurt e..V.. Er informierte die Anwesenden über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten bei plötzlicher schwerer Erkrankung, Unfall, dauerhafter Krankheit oder altersbedingten Einschränkungen.

Mittlerweile setzt sich auch in der Öffentlichkeit immer mehr die Vorstellung durch, dass es wichtig ist, nicht nur für den Todesfall, sondern auch für den Fall einer vorübergehenden oder dauerhaften Erkrankung Vorsorge zu treffen. Vor allem, wenn mit einer solchen Erkrankung die Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen verloren geht, muss klar sein, wer dann vertretungsberechtigt ist. Nach dem deutschen Recht gibt es kein automatisches Vertretungsrecht von erwachsenen Familienangehörigen untereinander. Im Notfall muss das Betreuungsgericht eingeschaltet werden, das dann einen sog. Gesetzlichen Betreuer bestellt. Dem geht ein gerichtliches Verfahren voraus, das von vielen Betroffenen als tiefer Einschnitt in die Privatsphäre empfunden wird. Dieser Weg muss aber nicht gegangen werden, wenn zu gesunden Zeiten eine sog. Vorsorgevollmacht abgefasst wird. Jeder kann darin bestimmen, wer ihn bei altersbedingten Einschränkungen vertreten soll. Im Zusammenhang mit einer solchen Vorsorgevollmacht sollten auch die Fragen der medizinischen Behandlung im Rahmen einer Patientenverfügung geregelt werden.

Wer trotzdem das Gericht eingeschaltet haben möchte, kann in einer Betreuungsverfügung personelle und inhaltliche Wünsche (z.B. Verbleib in der Wohnung, Heimunterbringung) festlegen und dies auch beim zuständigen Gericht hinterlegen. Damit es im Ernstfall keine Probleme gibt, müssen bei allen Vorsorgeverfügungen die juristischen und sozialen Komponenten beachtet werden. Beim Abfassen einer Betreuungsverfügung, einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht sollte deshalb dringend fachkundige Beratung erfolgen.

Die Anwesenden wurden umfänglich in die Thematik und mögliche Hürden eingewiesen und konnten eigene Fragen einbringen.


08. November 2014
Seminar "Gewalt - Sehen - Helfen!"

Am 08. November 2014 lud die Frankfurter Frauen-Union in Kooperation mit dem Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main das Seminar "Gewalt - Sehen - Helfen!" an. Die Teilnehmer erfuhren in dem vierstündigen Seminar, wie man Gewaltsituationen im öffentlichen Raum frühzeitig wahrnimmt, Konflikt-Dynamiken versteht, Ideen zur Deeskalation entwickelt, und gewaltfrei hilft, ohne sich selbst und andere zu gefährden.

 Die Mitarbeiter des Präventionsrates schilderte alltägliche Situationen, die sich gefährlich entwickeln können und wie man in den Fällen am besten hilft, ohne sich selbst zu gefährden. Es wurden Kenntnisse und intensive Eindrücke der Handlungsabläufe zwischen aggressiven Akteuren, Opfern und Helfern vermittelt und in Rollenspielen Verhaltensweisen geübt, die einerseits verhindern sollen, dass Sie selbst in die Postition des Opfers geraten und anderseits als Helfer in der Lage sind, zu intervenieren, ohne sich selbst zu gefährden.

Die Damen erfuhren, dass es wichtig ist, sich Verhaltensweisen und Regeln anzugewöhnen, um in Situationen deutlich, angemessen und selbstbewusst aufzutreten, um Gewaltsituationen frühzeitig zu verhindern. Weiterhin wurden Ideen zur Deeskalation und eigene, zur Persönlichkeit passende Handlungsoptionen entwickelt.


27. Oktober 2014
Politischer Frauen-Stammtisch mit Herrn Stadtrat Markus Frank

Zum politischen Frauen-Stammtisch Ende Oktober 2014 war Herr Stadtrat Markus Frank Gast bei der Frankfurter Frauen-Union. Herr Frank ist Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr und hat damit vielfältige und sehr umfangreiche Aufgabenfelder.

Die anwesenden Damen diskutierten über viele Themen. Im Focus zahlreicher Fragen stand der Sport - sei es nun der Breitensport und Sportplätze für Leichtathletik oder um den Leistungssport und das neue DFB Leistungszentrum auf der Fläche der Galopprennbahn.

Die Damen wünschten Herrn Frank für seine Wiederwahl im November viel Erfolg.

 


25. Oktober 2014
Besichtigung des Commerzbank-Hochhauses

Am 25. Oktober 2014 war es soweit: 20 Teilnehmerinnen der Frankfurter Frauen-Union versammelten sich in der Eingangshalle der Bank und staunten schon einmal über den sich nach oben öffnenden Raum. 259 Meter misst der Turm und ganz oben nistet ein Wanderfalkenpärchen, das dort in luftiger Höhe sommers seine Jungen aufzieht. Bereits in der Eingangshalle erkennt man die architektonische Leitidee: Transparenz und Funktionalität. Lichtdurchflutet päsentiert sich das Atrium und leitet diese Helligkeit durch alle Stockwerke. Die neuen Turmgärten, "grüne Lungen" des Hauses können die Mitarbeiter als Kommunikations- und Pausenbereich nutzen.

Der Grundriss entspricht einem gleichschenkligen Dreieick. Die Etagenflächen mit den drei an den jeweiligen Ecken gelegenen Kernen mit den Versorgungseinrichtungen gruppieren sich um das zentrale Atrium. Jede Etage hat drei Flügel, von denen jeweils zwei als Büroflächen dienen; der dritte gehört zu einem der viergeschossigen Gärten. Das natürliche Licht und die neun Gärten lassen den Turm schlank erscheinen. Außergewöhnlich ist auch die Gründung des Hochhauses: um Setzungen zu vermeiden, steht es auf 111 Stahlbetonpfählen, die bis zu 48,5 m tief in den Frankfurter Boden reichen und 1,8 m und 1,5 m im Durchmesser messen.

Zur Energieeinsparung und natürlichen Belüftung besteht das Gebäude aus einer zweischaligen Fassade. Die äußere Schale enthält Öffnungen, durch die Frischluft in den Fassadenzwischenraum strömt. Die Fenster der Innenseite lassen sich öffnen, so dass eine natürliche Frischluftzufuhr bis in den 50. Stock gewährleistet ist. Die Turmgärten schrauben sich spiralförmig nach oben und sind nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet. Jeder Himmelsrichtung liegt ein botanisches Thema zugrunde. Durch eine "intelligente" Gebäudetechnik werden die Versorgungsprozesse wie Lüftung, Heizung, Kühlung und Beleuchtung gesteuert. Z.B. wird das Tageslicht durch die zu den Fluren hin verglasten Büros auch in die Flure geleitet. Ein besonderes Kühlsystem sorgt für die Raumkühlung, indem kaltes Wasser in Rohren über der Decke geleitet wird, das dann die nach oben steigende warme Luft die Räume kühlt.

Das alles erfuhren die Damen der FU auf einer Führung durch das Gebäude. Das Haus bietet 2.800 Arbeitsplätze und wurde von Mai 1994 bis Mai 1997 errichtet. Einer besonderen Erwähnung bedarf das Vlies von Thomas Emde in der Eingangshalle, der Lobby. Mit einer Größe von 16,80 x 12,35 Metern ist es das größte transportable Bild in der Geschichte der Kunst. Auch die Technik fasziniert: auf einem kompakten Grund aus sich selbst tragender Farbe wurden punktuell hauchdünne Farblagen übereinander geschichtet, so dass ein dreidimensionale Rasterstruktur aus kleinen Farbstalagmiten entstand. Betrachtet man das Bild im Vorbeigehen, so wechselt ein Himmel von der hellen, fast wolkenlosen Ansicht zum dramatisch sich auftürmenden Nachthimmel. Der Vlies setzt sich aus9,5 Millionen solcher Farbstalagmiten zusammen. Jede der Damen beeindruckt von dem Gesehenem und der erklärten Technik und dankten den beiden Organisatorinnen, Frau Metzner und Frau Intrau. (Bericht: Monika Intrau)


29. September 2014
Politischer Frauen-Stammtisch mit Herrn Bürgermeister Olaf Cunitz

Man muss schon viel Kraft und Idealismus mitbringen, um dem Bürgermeisteramt gerecht zu werden und gleichzeitig noch sieben Ämtern mit 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorzustehen und sie inhaltlich zu führen. Doch Herrn Cunitz zeichnet eine ruhige Hand aus und die Gabe des Zuhörenkönnens. Natürlich sind die Amtsleiterinnen und Amtsleiter der einzelnen Ämter gute Zuarbeiter, auf die er sich verlassen kann. Was aber den Oberbürgermeister antrieb, eine solche Vielfalt an Aufgabengebieten an seinen Vertreter zu delegieren, ist nicht nachvollziehbar. Dabei hätten einige Ämter wegen ihrer inhaltlichen Nähe auch anderen Dezernaten zugewiesen werden können, wie die Aufzählung zeigt: Im einzelnen sind dies das Planungs- und das Stadtvermessungsamt, die Bauaufsicht, das Amt für Wohnungswesen, das Hochbauamt, das Denkmal- und das Liegenschaftsamt. Bei den OB-Terminen delegiert er schon mal, und für ihn nimmt der Stadtkämmerer qua Amt Termine wahr. Weitere Aufgaben ergeben sich aus den städtischen Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist, wie zum Beispiel die Dom-Römer-AG, die ABG-Holding und weitere sechs Gesellschaften, in denen er Aufsichtsratsvorsitzender ist mit „persönlicher Haftung“. Aber mit einer guten Organisation lassen sich die vielfältigen Aufgaben bewältigen.

Zur Steuerung der Ämter gibt es wöchentliche Koordinationssitzungen. Die politische Steuerung geschieht in Abstimmung mit der CDU, dem Koalitionspartner. Im Vordergrund stehen nicht einzelne technische Details, sondern die Lösung von Problemen. Eine solche Problemlösung stand an über den Fortbestand der Rennbahn und damit des Rennsports in Frankfurt. Angesichts der Tatsache, dass nur an sechs Tagen im Jahr Rennen stattfinden und die finanzielle Lage im hiesigen Rennsport auch sehr angespannt ist, fiel die Entscheidung zugunsten des DFB aus, der dort ein Kompetenz- und Verwaltungszentrum bauen will. Eine weitere lang diskutierte Entscheidung betraf den Bau einer großen Sporthalle am Kaiserlei mit einer großen Zuschauerkapazität, die auch Rock- und Popkonzerten zur Verfügung stehen kann, denn die Commerzbankarena ist oben offen und durch den Fußball für andere Nutzung eingeschränkt.

Auch die Flüchtlingsproblematik wurde angeschnitten. Herr Cunitz mit seinen Grünen strebt eine Unterbringung in kleinen Kontingenten an. Er möchte eine frühzeitige Arbeitszulassung, um das Selbstwertgefühl zu stärken. Themen waren auch noch die Ausstattung der Schulen mit Computern – hier konnte ein wegwesender Vorschlag unterbreitet werden, ebenso die Hauptwache und die Konstablerwache, die nicht umgebaut werden, bzw. lediglich der Rückbau der Straße zwischen Zeil und Hauptwache, der Goetheplatz soll durch Blumen und Sitzbänke verschönert werden, sowie die Errichtung von öffentlichen Toiletten in der Stadt, besonders aber am Main. Zu guter Letzt wurde es noch etwas philosophisch in Bezug auf die Bevölkerungsbewegung, dem Drang, in die großen Städte zu ziehen, weil dort die Arbeitsplätze und die Kultureinrichtungen sind. Die Freizügigkeit des Wohnens ist zu erhalten, auch wenn Geringverdiener Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche haben. Der soziale Wohnungsbau soll hier unterstützend wirken. Herr Cunitz hält jedenfalls nichts davon, den Wirtschaftsstandort Frankfurt absichtsvoll zu schwächen, wie es eine Oppositionspartei fordert, um den Zuzug so zu verringern. Es war ein kurzweiliger Abend, durch den Frau Metzner gekonnt führte. (Bericht: Monika Intrau)


28. September 2014
Unterstützung des Charity-Laufs „Race for the Cure 2014“

Auch in 2014 hat die Frankfurter Frauen-Union traditionsgemäß wieder am Charity-Lauf "Race for the Cure - Lauf gegen Brustkrebs" teilgenommen. Dabei handelt es sich nicht um einn Volkslauf wie jeder andere. Der „Komen Race for the Cure“ ist eine emotionale Veranstaltung - denn es geht um den Kampf gegen Brustkrebs. Hunderte Frauen laufen in rosafarbenen Shirts, denn diese Frauen sind Survivor / Überlebende. - sie haben den Brustkrebs besiegt und machen mit diesem Lauf anderen Frauen Hoffnung. Ein unbeschreibliches Gefühl, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und mit der Teilnahme das Thema Brustkrebs stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

In diesem Jahr waren fast 6.900 Läuferinnen und Läufer in Frankfurt beim 15. Lauf dabei, alle zusammen setzen ein Zeichen der Hoffnung. Der Verein Komen will mit diesem Lauf auf die Krankheit Brustkrebs aufmerksam machen, denn jedes Jahr werden 72.000 Frauen mit der Diagnose konfrontiert. Der Erlös des Laufs wird zur Erforschung und Prävention von Brustkrebs verwendet.

Zum ersten Mal gibt es auch einen Wheeler-Lauf: für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Hier laufen Menschen mit Gehilfen und mit Kinderwagen, Menschen mit Dackeln mit rosafarbenen Halstüchern und Frauen mit pinkfarbenen Perücken. Ums Gewinnen geht es bei dem Rennen nicht. An diesem Tag gelten als Gewinnerinnen nur die Menschen in Pink: die Survivor.


27. September 2014
Landesdelegiertentag mit Neuwahl des FU-Landesvorstandes in Gießen-Wieseck

Auf dem diesjährigen Landesdelegiertentag der hessischen Frauen-Union in Gießen-Wieseck am 27.09.2014, wurde die bisherige Landesvorsitzende, Petra Müller-Klepper (Landtagsabgeordnete) mit einem überwältigenden Stimmergebnis wiedergewählt.

Für die Frauen-Union Frankfurt traten Bettina Wiesmann MdL sowie Sara Steinhardt als Kandidatinnen an. Die Delegierten wählten Bettina Wiesmann als stellvertretende Landesvorsitzende und Sara Steinhardt als Beisitzerin in den Landesvorstand mit einem ausgezeichneten Stimmergebnis. Beide Frauen spielen auch künftig eine wichtige Rolle im Landesvorstand und vertreten die Interessen der Frankfurter Frauen-Union.

Die Frauen Union sieht in der Regierungskoalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen, die erfolgreiche Arbeit leiste, eine gute Grundlage, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Hessen voran zu bringen. Die FU-Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper erläuterte in ihrer Rede, dass Schwarz-Grün die Chance bietet, einen frauenpolitischen Akzent zu setzen und der pragmatischen Frauenpolitik einen Schub zu verleihen. "Es gilt, die Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben abzubauen, die Anerkennung der Sorgearbeit zu verbessern und die Bekämpfung der häuslichen Gewalt zu verstärken."

Mehr Frauen in der Mitgliedschaft, Ämtern und Mandaten ist nach den Worten des CDU-Landesvorsitzenden und Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier nicht nur das Ziel der FU Hessen, sondern der gesamten Partei. „Die Union muss weiblicher werden. Dies ist unsere gemeinsame Aufgabe.“ Solange keine Gleichstellung erreicht sei, seien Hilfsinstrumente wie das Quorum unerlässlich, gab Petra Müller-Klepper zu bedenken. CDU-Generalsekretär Manfred Pentz kündigte an, dass ein Schwerpunkt auf die Gewinnung von neuen weiblichen Mitgliedern und Kandidatinnen für die Kommunalwahl 2016 gelegt werde.

Die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann unterstrich, dass "Frauenförderung immer noch nötig und wichtig ist. Wir müssen die Chancen nutzen, bei zunehmendem Fachkräftemangel die qualifizierte Beteiligung von Frauen in allen Bereichen voranzubringen."


23. September 2014
Eine Reise ins fernöstliche Vietnam mit Sara Steinhardt

Unser Mitglied in der Frauen-Union, Sara Steinhardt, unterrichtete knapp drei Monate an der Deutsch-Vietnamesischen Universität Deutsch. In dieser Zeit ist sie im Rahmen ihrer Möglichkeit gereist und hat Land und Leute kennengelernt. Ihre Eindrücke hat sie in einer fabelhaften Dia-Show uns vermittelt. Zunächst aber: "Wie kommt man an diese Uni und wie verständigt man sich? Die Universität wird von Deutschland finanziell und personell unterstützt, insbesondere Hessen engagiert sich sehr. Immer mehr reisen für Monate oder auch ein Jahr Dozenten und Professoren nach dort. Sara nahm eine Assistentenstelle für den knapp dreimonatigen Zeitraum an und reiste privat nach dort, erhielt ein kleines vietnamesisches Salär und wohnte bei einer vietnamesischen Familie. Die deutsche Sprache wird über das Englische vermittelt, Voraussetzung für die Aufnahme von Studenten sind Kenntnisse der englischen Sprache. Die Stellen für Dozenten oder Assistenten schreiben die beteiligten deutschen Universitäten im Internet aus. Die Universität liegt etwa 40 km weit von Saigon entfernt, ein universitätseigener Bus verbindet die Stadt mit der Universität.

Vietnam im Südosten Asiens gelegen ist ein sozialistisch regiertes Land. Der Vietnamkrieg ist vielen von uns noch in Erinnerung. Damals in den 60er Jahren kämpfte Nordvietnam gegen den von den USA unterstützten Süden mit Saigon als Hauptstadt. Nach dem Rückzug der Amerikaner gelang dem Norden der Sieg über den Süden. Seit 1976 ist Vietnam wieder vereinigt mit Hanoi als Hauptstadt. Aus Saigon wurde Ho-Chi-Minh-Stadt. Leitspruch des Landes ist Unabhängigkeit, Freiheit und Glück. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in den Städten und im Mekongdelta. Privateigentum gibt es nicht. Keine Häuser und enge Gassen prägen das Stadtbild. Auf manche Häuser werden noch kleine Wellblechhütten aufgesetzt, in denen auch gewohnt wird. Hauptverkehrsmittel ist der Motorroller. Ganze Familien nehmen auf einem solchen Roller Platz. Zwei Millionen Roller sind angemeldet, aber fünf Millionen dürften es sein. Sara führte uns auch in die vietnamesische Küche ein, die sich vielfach in Garküchen am Straßenrand vollzieht, ohne anrüchig zu sein. Hauptnahrungsmittel sind Reis und Gemüse, getrockneter Fisch und  Gewürze. Gemüse, Fisch und Fleisch werden in Brühe gegart, die dann aber nicht mit verzehrt wird. Es wird mit Stäbchen gegessen. Traditionell sitzt man auf dem Boden zum Essen. Sehenswert sind die vielen Bauten aus der französischen Kolonialzeit, ebenso die verbotene Stadt Hue, eine alte Kaiserstadt. Neben sechs Millionen Katholiken ist der Buddhismus die Hauptreligion, allerdings gehören viele auch gar keiner Religion an, wie in kommunistischen Ländern üblich. Seit 1991 gibt es diplomatische Beziehungen mit Deutschland. Das Wirtschaftswachstum liegt bei sechs bis acht Prozent.

Dieser Vortrag war visuell ein Genuss. Wir lebten 1 1/2 Stunden im alten und neuen Vietnam. Sara sei Dank. (Bericht: Monika Intrau)


06. August 2014
Veranstaltung mit dem Staatssekretär Karl-Josef Laumann zum Thema Pflegereform

Frauen- und Senioren-Union, sowie CDU und die CDU-Stadtteilverbände Dornbusch und Eschersheim hatten zu einer Veranstaltung "Neue Wege in der Pflege - eine Veranstaltung mit Staatssekretär Karl-Josef Laumann" am 06.08.2014 geladen. Viele waren erschienen, der Saal im Caritasverband war bis auf den letzten Platz besetzt. Die anschließenden Diskussionen offenbarte reges Interesse, insbesondere mit zahlreich vcertretenen Leiterinnen und Leitern von Altenpflegeheimen, also mit Leuten vom Fach.

In seinem Vortrag zollte Staatssekretär Laumann der vor Jahrzehnte gegründeten Pflegeversicherung Leb, als sie sowohl den Pflegebedürftigen als auch den Pflegenden Hilfe brachte durch finanzielle Unterstützung. Inzwischen reichen die vorgesehenen Mittel nicht mehr aus, weil die Zahl der Bedürftigen stetig steigt und die Intensität der Pflege zunimmt. Der Pflegebetrag soll nun um 20 % erhöht werden. Diese hohe Zahl sei ohne "Murren" von der Bevölkerung und auch von den Arbeitgebern angenommen worden, was eine "tiefe Stimmung für die Pflege in der Bevölkerung zeige"; denn immerhin - so Laumann - gehe es um sechs Milliarden Euro. Diese stattliche Summe solle nun keineswegs in der Bürokratie landen, sondern bei den der Pflege bedürftigen Menschen und Pflegekräften. Um alle zu erreichen, müsse der Bedürftigkeitsbegriff neu definiert werden. Dazu gehöre auch die Aufnahme des Kriteriums der "eingeschränkte Alterskompetenz". Demenzielle Erkrankungen sollen ebenfalls "besser wegkommen". Die Zahl der Pflegestufen wird von drei auf fünf erhöht. Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege sollen eine größere Flexibilität erfahren. Für die Tagespflege im häuslichen Rahmen ist das volle Budget anzusetzen. Insbesondere die Tagespflege ist stark unterfinanziert - nur für drei Prozent der Bevölkerung sind Tagespflegeplätze vorhanden, obwohl viele von Familien und Pflegediensten versorgt werden. Ihnen muss mehr geholfen werden.

Die sich jährlich erhöhende Zahl der Pflegebedürftigen - man rechnet mit zwei bis drei Prozent jährlich - bedingt natürlich auch eine Steigerung der Zahl der Pflegekräfte und dies unter erschwerten Umständen; denn die Zahl der Schulabgänger geht um 20 bis 30 Prozent zurück. Laumann schlägt angesichts dieser schwierigen Umstände vor, dass die unfreiwillige Teilzeitarbeit beendet werden müsse, ein neuer Personalschlüssel mehr Personal in die Heime bring und die Ausbildung generalistisch angelegt werden müsse, das heißt, es wird für alle Sparten der Pflege gleichermaßen ausgebildet, ob für das Krankenhaus oder die Altenpflege. Das Ergreifen des Pflegeberufs müsse auch für Realschüler möglich sein.

Ein anderes die pflegeeinschränkendes Problem ist die hohe Bürokratie und dabei vor allem der Dokumentationseifer in den Einrichtungen. Bis Ende August soll ein Handbuch über die Pflegedokumentation erscheinen. Die Dokumentation hat aus Gesprächen heraus zu erfolgen, damit die Pflege selbst wieder ins Zentrum des Dienstes rückt. In der Diskussion wurde immer wieder hervorgehoben, dass die Träger vielseitige Dokumentationen verlangten, dem sich die Pflegekräfte nicht entziehen könnten. Laumann forderte von den Trägern eine tarifliche Bezahlung der Pflegekräfte und von den Krankenkassen eine ausreichende Budgetierung für Ärzte in Heimen.

In der anschließenden Diskussion wurde auch auf die besondere Situation in Frankfurt eingegangen. Es wurde beklagt, dass das Umland Pflegebedürftige abwerbe. Man werbe mit günstigeren Preisen, die auf Grund billigeren Baulandes auch möglich seien. Viele Heime in Frankfurt seien zur Zeit nicht voll ausgelastet. Für eine entsprechende Infrastruktur habe aber auch die Kommune zu sorgen - so Laumann. (Bericht: Monika Intrau)


28. Juli 2014
Politischer Frauen-Stammtisch mit Herrn Stadtverordneten Dr. Christoph Schmitt

Der letzte Stammtisch am 28. Juli 2014 führte uns in die Welt der Zahlen. Der Stadtverordnete, Herr Dr. Christoph Schmitt, Jurist, Rechtsanwalt für Bankrecht, Vater zweier Kinder, in seinen politischen Funktionen Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, sowie Mitglied im Ausschuss für Recht, Sicherheit und Verwaltung, erläuterte den Werdegang des städtischen Haushaltes unter der engagierten Leitung des Stammtischs von Frau Hannelore Metzner.

 Die Parlamente geben sich Fachausschüsse, um die Parlamentsarbeit vorzubereiten. Alle Ausschüsse tagen öffentlich. Allein nur der Haupt- und Finanzausschuss ist seitens der hessischen Gemeindeordnung vorgeschrieben. Er kann die Voten anderer Ausschüsse tilgen. Alle Fraktionen der im Stadtparlament vertretenen Parteien sind entsprechend ihrer Größe im Haupt- und Finanzausschuss vertreten, insbesondere mit ihren Vorsitzenden. Das zeigt schon die Bedeutung des Ausschusses an. Der Vorsitzende arbeitet überparteilich. Er leitet die Sitzungen, die in der Regel monatlich stattfinden. Der von der Kämmerei vorgelegte Finanzentwurf wird beraten und nach möglichen Änderungen oder Ergänzungen beschlossen. Aktuelle Vorlagen sind der Schulaktionsplan, der über einen Nachtragshaushalt finanziert werden wird, die Stadtbeleuchtung, nämlich der Austausch der Gaslaternen in LED-Leuchten, die S-Bahnen ins Europaviertel und zum Bahnhof.

Der erste Haushaltsentwurf listet die vermeintlichen Einnahmen und die festen Ausgaben auf. Dann erfolgt die Aufnahme variabler Themen, wie z.B. der Bau einer neuen Schule. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Wünsche der einzelnen Parteien die Finanzlage überschreiten. Die Einnahmen der Stadt Frankfurt betragen drei Milliarden Euro, die Wünsche umfassen aber 3,3 Mrd. Euro. Die Gewerbesteuer ist mit über 30% die höchste Einnahmequelle. Jede Abwanderung von Firmen schlägt also negativ zu Buche. Die Schulden belaufen sich zur Zeit auf 1,4 Mrd. Euro, das Defizit auf bisher 53 Mio. Euro in diesem Jahr. Der Haushalt muss vom Innenminister genehmigt werden. Andernfalls werden Auflagen erteilt mit der Maßgabe, die Steuern zu erhöhen. Das Defizit muss also geschlossen werden. Dabei fällt der Blick immer leicht auf Ressorts, die freiwillig sind, wie das Kulturreferat. Dort kann im Zweifel am ehesten gespart werden, was wir alle bei der zunächst ins Auge gefassten Streichung des Romantikmuseums bemerkten. Bei der hohen Zahl der Zuzüge stellt sich auch die Frage des Wohnungsbaus und der Erschließung neuer Flächen.

Die Diskussion war engagiert. Am liebsten hätte jede noch etwas aus ihrem Stadtteil untergebracht. Doch die Einsicht ins Sparen überwog. (Bericht: Monika Intrau)


05. Juli 2014
Führung durch das Oberräder Heimatmuseum

Am 05. Juli 2014 trafen sich Frauen der Frankfurter Frauen-Union, um sich von den Stadtteilhistorikern Bernd Heid und Günter Jung durch das Oberräder Heimatmuseum führen zu lassen. Dieses Museum ist neben der Gerbermühle und dem Grüne-Soße-Denkmal eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Oberrad.

Die Damen erlebten ein charmantes und lebendig gestaltetes Heimatmuseum mit einer einmaligen und umfangreichen Sammlung historischer Gerätschaften, Utensilien und Werkzeugen. Aber auch andere geschichtsträchtige Relikte wie Fotos, Urkunden, Festschriften, Karten etc. sind dort zu bewundern. Die Stadtteilhistoriker erzählten viel Interessantes zu dem „Gärtnerdorf Oberrad“, seiner Geschichte und der Entstehung des Museums, aber auch zum Ackerbau in einer modernen Großstadt. Beide Herren sind Mitbegründer des Heimatmuseums und haben bereits zwei Bücher über die Historie des Stadtteils veröffentlicht.

Anschließend spazierten die Damen zur bekannten Gärtnerei Schecker und erhielten dort eine Führung durch den Eigentümer. Kaffee und Kuchen sorgten für einen netten Ausklang des Nachmittags.

 


30. Juni 2014
Politischer Frauen-Stammtisch mit Herrn Stadtrat Jan Schneider

Jan Schneider ist seit dem 1. November 2013 Frankfurts Dezernent für Reformprojekte. In der Fachsprache ist er zuständig für die Umsetzung zentraler Reformprojekte zur mittel- und langfristigen Optimierung des Dienstleistungsangebots sowie einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Verwaltungs- bzw. Arbeitsabläufen in der Stadtverwaltung. Sein Dezernat ist eine Neuschöpfung und auch den neuen Ansprüchen unserer Zeit gewidmet. Dazu gehören u.a. die IT-Branche, der Fuhrpark und die Kindertagesstätten. Seine vielseitigen Aufgabengebiete lassen erkennen, dass er kein Amt im Hintergrund hat wie alle anderen Dezernenten. Um zum Erfolg zu kommen, muss er mit jenen Ämtern und ihren Dezernenten und Amtsleitern zusammen arbeiten. Um zu überzeugen, ist Kreativität gefragt.

Die Schaffung von 10.000 neuen Betreuungsplätzen hat die Stadt bisher eine Milliarde Euro gekostet. Mit jeder zuziehenden Familie steigt der Versorgungsbedarf. Hier setzt Jan Schneider an. Warum müssen alle Kindertagesstätten architektonische Unikate sein, fragte er sich? Kann man nicht auf der Grundlage eines Entwurfs gleich mehrere Tagesstätten bauen? Damit könnte man 10% des finanziellen Volumens einsparen. Das leuchtete auch den Kollegen der beteiligten Fachämter, des Hochbauamtes und des Schulamtes, ein, und so wird es geschehen. Auch die recht teuere Passivhausbauweise wird beim Bau von Kindertagesstätten nicht fortgeführt, weil Kinder viel raus- und reinlaufen und eine solche Bauweise damit kontraproduktiv ist. Auch das spart nicht unerhebliche Mittel.

Seit Mitte der neunziger Jahre haben die Ämter ihre IT-Anlagen aufgebaut mit viel Geld und wechselhaftem Erfolg. Doch für eine moderne Großstadt sind die vielen "selbstgestrickten" Anlagen weder rentabel noch technisch vertretbar. Die Stadt braucht eine zentrale Datenverarbeitung. Der Weg zur Zentralisierung ist nicht einfach, muss doch das notwendige Personal in der Zentrale zusammengefasst werden. Dazu gehört auch die Umstellung auf eine neue Telefonanlage, die Computer gesteuert ist (Voice over IT). Für diese Umstellung sind im Haushalt Mittel eingestellt.

Auch der Fuhrpark leidet unter der Dezentralisierung. Bisweilen ist es schon schwierig, die Zahl der städtischen Wagen zu erfassen. Ziel ist, einen Fuhrpark zu schaffen und den Ämtern für den Bedarfsfall Wagen zur Verfügung zu stellen.

Eine andere Kostensenkung bezieht sich auf eine vorausschauende Planung. Danach sollten neu errichtete städtische Gebäude, wie Schulen und Kindertagesstätten "begleitet" werden, d.h. zukünftige Reparaturarbeiten, wie z.B. ein neues Dach nach 25 Jahren, sollte in die Finanzplanung jenes Jahres gleich eingeplant werden. Man weiß dann, wieviel Geld in eben jenem Jahr nur noch zur Verfügung steht.

Es war ein intensives, gutes und überzeugendes Gespräch mit einem jungen, dynamischen Stadtrat voller Ideen. (Bericht: Monika Intrau)


24. Juni 2014
Veranstaltungsreihe Pflege I

Am 24.06.2014 trafen sich interessierte Damen und Herren zu einer sehr interessanten Informationsveranstaltung "Pflege" im Haus Dornbusch. Florian Gläser, der als Zivildienstleistender zur Pflege kam und damals nie geglaubt hätte in diesem Bereich zu bleiben ist heute 52 Jahre, Pflegedienstleiter und hat einen sehr reichen Erfahrungsschatz. Er kam zusammen mit Silvia Jökel, der Inhaberin von zwei Pflegediensten und Beisitzerin im Vorstand der Frankfurter Frauen Union.

Die Anwesenden erfuhren, dass das soziale Netzwerk, Nachbarn, Freunde, Familie und das Sozialrathaus besonders wichtig sind. Denn all dieses kann ein Pflegedienst nicht ersetzen. Möchte man im Alter zu Hause bleiben, ist es ganz, ganz wichtig, dass immer genügend getrunken wird. Dies hilft bei Wundheilung, versorgt Haut, Hirn und Kreislauf und verringert die Demenz. Pro Kilogramm Körpergewicht werden 30 ml pro Tag an Flüssigkeit benötigt. In der Wohnung sollten sämtliche Gefahrenstellen beseitigt werden. Alte Augen benötigen hellere Räume. Stolperfallen sollen entfernt werden.

Frau Jökel berichtete, dass Inkontinenz nicht bedeute, ein Pflegefall zu sein. Auch ein Unfall z.B. Oberschenkelhalsbruch bedeutet nicht auf Dauer pflegebedürftig zu sein. Sollte nach einem Krankenhausaufenthalt doch dauerhaft Pflege benötigt werden, ist das Krankenhaus verpflichtet, alles vorzubereiten. Der Sozialdienst im Krankenhaus informiert nach Expertenstandard und Entlassungsmanagement und sollte gefragt werden. Dort kann auch der Antrag auf Pflege gestellt werden. Ab der Beantragung gilt die Pflegestufe I. Im Anschluss kommt der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) in die Wohnung und legt die Pflegestufe endgültig fest. Betreuende Verwandte oder Freunde sollten ins amtliche Betreuungsregister eingetragen werden, um zu verhindern, dass ein amtlicher Betreuer bestellt wird und dass die Pflegestufe runter gesetzt wird. Nach 6 Monaten Betreuung besteht Anspruch auf Kurzzeitpflege, falls der Betreuer ausfällt. Eine Patientenvollmacht hilft nicht immer. Eine Patientenverfügung ist jedoch empfehlenswert, denn dort wird definiert was der zu Pflegende wünscht und was nicht. Wichtig ist eine Generalvollmacht, die jedoch alle 1-2 Jahre neu unterschrieben werden muss. Es gibt juristische Vorlagen und es ist gut, wenn diese beglaubigt wird.

Zu den Aufgaben der Krankenkasse gehören Medikamente, Verbände, Pflegedienst zum Anlegen eines Verbandes, Operationen, direkte Behandlung einer Krankheit, die Gesundheit zu erhalten und wiederherstellen. Diese Leistungen sind nicht antragspflichtig.
Bei den Pflegekassen müssen die Leistungen beantragt werden. Es gibt die Pflegestufen I bis IV für geistige, seelische oder körperliche Gebrechen mit einer Dauer von über 6 Monaten.

Auch ohne Angehörige kann man in Frankfurt als Pflegebedürftiger klar kommen. Keiner muss auf Pflege verzichten. Hilfe zur Pflege kann man vom Sozialamt erhalten.

Pflegeleistungsergänzung gibt Hilfe bei eingeschränkter Alltagskompetenz, auch psychisch-soziale Betreuung. Hierfür kann es 100 € pro Monat zusätzlich geben. Der erhöhte Betrag liegt bei 200 € und bedarf einer extra Beantragung.Zuschüsse werden zur Verbesserung des Wohnumfeldes gezahlt, z.B. Umbau Wanne in Dusche, Rampe für Türschwelle. Jährlich kann eine Umbaumaßnahme auf Basis von zwei Kostenvoranschlägen beantragt werden.

Beim ambulanten Pflegedienst wird nur die geleistete Arbeit bezahlt. Der zu Pflegende bestimmt, was getan wird und was es wann zu essen gibt. Es kommt nicht immer dieselbe Person. Ein Pflegeplan wird erstellt, dort wird notiert wie der zu Pflegende gewaschen werden möchte, etc.. Ein Hausnotruf am Handgelenk ist sehr wichtig.

Im Pflegeheim ist man nicht allein, jedoch ist das Elend der Mitbewohner oft groß. Die Sicherheit ist vermeintlich. Der Personenkontakt der Pfleger beträgt 24 Minuten pro Tag. Die Wohnung muss aufgegeben werden, es wird bestimmt, was es zu essen gibt, wann aufgestanden wird und wann man zu Bett geht. 1 Person hat Nachtwache und ist für 120 Personen zuständig. Entscheidet man sich für ein Pflegeheim, sollte man verschiedene Fragen beachten: Wie riecht es im Eingang? Gibt es Einzelzimmer? Welche Möbel und persönliche Gegenstände kann man mitbringen? Wie ist die Freizeitbetreuung? Was passiert bei Demenz? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung?

Wohngemeinschaft dagegen sind betreutes Wohnen mit Hausnotruf,. Sie sind alten- und behindertengerecht und haben oft Ghettocharakter - die einst gewohnte Umgebung wird in der Regel aufgegeben.

Die Vortragenden, Frau Jökel und Herr Gläser beraten gegen Gebühr, z.B. auch bei der Vorbereitung auf den MDK. (Bericht: Monika Intrau)


26. Mai 2014
Politischer Frauen-Stammtisch

Im Mai trafen sich die Damen der Frankfurter Frauen-Union zum politischen Frauenstammtisch im Wirtshaus "Paulaner am Dom" und sprachen über die Europawahl des vergangenen Tages. Bei dem Urnengang hatte die CDU kräftige Verluste (- 5,8 %) erlitten, war aber mit 30,6 Prozent knapp stärkste Partei geblieben. In vielen Ländern, insbesondere Frankreich gewannen die Rechtspopulisten weitere Stimmen.

Hessen wird im neuen Europaparlament weiter mit sechs Abgeordneten vertreten sein. Für die CDU werden erneut Thomas Mann und Michael Gahler nach Brüssel gehen.

Auch kommunalpolitische Themen aus den verschiedenen Stadtteilen wurden angesprochen.


28. April 2014
Politischer Frauen-Stammtisch mit Herrn Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth

Der Stammtisch am 28. April 2014 stand ganz im Zeichen des Besuchs des Kulturdezernenten. Zur Finanzierung der Frankfurter Kulturszene stehen dem Dezernenten etwa neun Prozent des Haushalts an Mitteln zur Verfügung. Davon sind die städtischen Bühnen, die Museen, die privaten Theater und weitere Anbieter, sowie die Errichtung von Bauten wie den Erweiterungsbau zum historischen Museum zu finanzieren, aber auch der Zoo und die Bürgerhäuser und nicht zu vergessen die Literatur- und Musikszene. Die Einnahmen sind gering; die umliegenden Kreise beteiligen sich finanziell an den Ausgaben über den Kulturfond, ebenso das Land Hessen. Das sind jedoch zur Zeit gerade einmal sechs Millionen Euro. Allein 62 Mio. Euro fließen in Oper und Schauspiel, 33 Mio. Euro in die städtischen Museen. Bei der Oper sind allein 119 Musiker und 93 Sänger  und Sängerinnen zu bezahlen. Inzwischen genießt die Oper hohes Ansehen, doch Qualität hat auch ihren Preis. Es steht - so Prof. Dr. Semmelroth - das Bemühen für die Bevölkerung diese kulturelle Infrastruktur zu erhalten. Das gilt auch für Kinder, für die viel angeboten wird, weil sie schon in jungen Jahren Zugang zur Kultur finden sollen, und dabei ist an alle gesellschaftlichen Schichten gedacht. 40 % der Besucher der städtischen Bühnen kommen aus der Region, 84 Museen und das Museumsufer rechnen sich. Für die private Kulturszene stehen Fördergelder unterstützend zur Verfügung, die zwischen 10.000 Euro und 400.000 Euro pro Theater liegen. Insgesamt sind es 5,5 Mio. Euro für die privaten Theater. Sie sprechen ein eher jugendliches Publikum an. In einer regen Diskussion ging es um eine Bühne für den Theatermacher Quast. Es wird im Kantatesaal bleiben; denn die Planungen für den Paradieshof werden nicht realisiert. Alt Sachsenhausen wäre damit aufgewertet worden. Aber auch der Sinn des Stadthauses wurde hinterfragt. Seine Verwaltung wird vom Hauptamt organisiert. Die Frauen-Union sieht sich dort auch als hoffentlich kostenlosen Kunden.

Prof. Dr. Semmelroth sieht seine Aufgabe nicht nur in der Finanzierung der kulturellen Angebote, sondern in ihrer Qualifizierung als freiwilliger Leistung der Stadt. Allein 84 Museen und ein einzigartiges Museumsufer tragen dem Rechnung. Nirgendwo liegen Museen so dicht, quasi wie Perlen an einer Kette und präsentieren sich in so hoher Qualität. (Bericht: Monika Intrau)


22. April 2014
Europa-Wahlkampf am Zentralen Infostand

Die Damen der Frankfurter Frauen-Union engagierten sich höchst motiviert im Wahlkampf zur Europawahl im Mai 2014. Mit dabei war Verena David, die ebenfalls für das Europaparlament auf dem fünften Platz der Europaliste der hessischen CDU kandidiert.

Beim zentralen Informationsstand der CDU an der Frankfurter Hauptwache diskutierten die Damen mit Bürgerinnen und Bürgern über die Errungenschaften Europas und die Bedeutung der CDU im Europäischen Parlament. Immer wieder betonten die Damen, dass die europäische Einigung Deutschland langfristig Frieden und Wohlstand gesichert hat und der Euro trotz der Finanzkrise eine stabile Währung geblieben ist. Mit unseren Vertretern im Europaparlament verhindern wir bürgerfeindliche Entscheidungen und Überregulierungen oder Ansinnen, wie z.B. die Abschaffung des deutschen Meisterbriefes, der ein hohes Qualitätsmerkmal ist. Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 ist es wichtig, dass mit einer hohen Wahlbeteiligung die Präsenz der deutschen Abgeordneten im Europaparlament gestärkt wird, um größeren Einfluss auf die Entscheidungen in Brüssel und Straßburg nehmen zu können. Gerade für die Stadt Frankfurt als wichtigem Logistikstandort und internationalem Finanzplatz ist die Europawahl bedeutend.

In den zahlreichen unermüdlich geführten Gesprächen wurde stets deutlich, dass bei dem Wählerverhalten weniger europapolitische Themen eine Rolle spielten.


01. April 2014
Aktuelles aus der EU: Gespräch mit dem Europaabgeordneten Thomas Mann und der Frankfurter EU-Kandidatin Verena David über den Beitritt Kroatiens, Jugendbeschäftigungspolitik, Qualifzierung und Arbeitsschutz

In Kooperation mit der Jugen-Union und den Stadtbezirksverbänden Rödelheim/Hausen/Industriehof, Dornbusch, Nordweststadt/Niederursel und der Kroatisch Europäischen Kulturgesellschaft e.V. hat die Frankfurter Frauen-Union am 01.04.2016 zu einer Veranstaltung mit dem Europaabgeordneten und Spitzenkandidatin der CDU Hessen zur Europawahl Thomas Mann sowie der Frankfurter Kandidatin zur Europawahl, Verena David geladen. Thema war u.a. der Beitritt Kroatiens in die EU am 01.07.2013 und das damit verbundene Potential für Europa, aber auch die noch zu bewältigenden Aufgaben für das Land und die neue Rolle des Landes in der EU. Aber auch die Jugendbeschäftigungspolitik sowie Qualifizierung und Arbeitsschutz wurden diskutiert. Gerade der in Deutschland übliche und geschätzte Meisterbrief im Handwerk spielt im globalen System Europas eine herausragende Rolle und muss erhalten bleiben. Bürokratische Überregulierungen oder Ansinnen wie die Abschaffung des deutschen Meisterbriefes, der ein hohes Qualitätsmerkmal ist, gilt es zu verhindern.

Mit dem Europaabgeordneten Thomas Mann hatten wir einen sehr kompetenten Ansprechpartner, da er zugleich stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten in der EU ist. In seiner Ansprache betonte er, die europäische Einigung habe Deutschland langfristig Frieden und Wohlstand gesichert und der Euro sei trotz der Finanzkrise eine stabile Währung geblieben. Er warnte daher energisch vor einem Erstarken der Europaskeptiker. Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 ist es wichtig, dass mit einer hohen Wahlbeteiligung die Präsenz der deutschen Abgeordneten im Europaparlament gestärkt wird, um größeren Einfluss auf die Entscheidungen in Brüssel und Straßburg nehmen zu können.

Die Frankfurter Europakandidatin Verena David erläuterte die Bedeutung der Europawahl gerade für die Stadt Frankfurt, die als wichtiger Logistikstandort und internationaler Finanzplatz besonders von der europäischen Einigung und der gemeinsamen Währung profitiere.

Die Anwesenden diskutierten über die angesprochenen Themen und hatten die Gelegenheit, sich mit ihren Fragen an Thomas Mann und Verena David zu wenden und ihnen eigene Anregungen mit auf den Weg zu geben. Wir sind sicher, dass Thomas Mann und Verena David die geeigneten Kandidaten sind, um Frankfurt und Hessen in Europa zu vertreten und sich für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.


31. März 2014
Politischer Frauen-Stammtisch

Am 31.05.2014 trafen sich erneut die Damen der Frankfurter Frauen-Union, um beim politischen Frauenstammtisch über alle wichtigen und aktuellen Themen rund um Politik, Frankfurt und die Region zu sprechen. Der Stammtisch war etwas spärlich besucht, was vermutlich daran lag, dass zu diesem Termin kein Referent geladen war.

 

 

 


21. März 2014
Neuer Vorstand der Frankfurter Frauen-Union gewählt

Am 21.03.2014 bestätigten die Mitglieder der Frankfurter Frauen-Union die bisherige Vorsitzende Sylvia Hornung mit einem überzeugenden Ergebnis an der Spitze. Sylvia Hornung führt die Frankfurter Frauen-Union seit sechs Jahren erfolgreich an. Auch ihre Stellvertreterinnen, Verena David, Hannelore Metzner und Inge Cromm waren mit großer Mehrheit gewählt worden. Ferner gehören dem neuen Vorstand an: Debora Rieser (Schriftführerin), Ankin Akyuez, Charlotte Baecker, Anke Bernecke-Kaus, Gabriele Cappel, Marie José de los Rios, Angelika Heß, Monika Intrau, Silvia Jökel, Irene Kerbel, Sybill Cornelia Meister, Heike Verena Paulun, Ursula Plahusch, Vanessa Stannik und Sara Steinhardt. Mit knapp 1.000 Mitgliedern ist die Frankfurter Frauen-Union die stärkste Vereinigung der Frankfurter CDU.

Für die folgenden Jahre haben sich die Frauen viel vorgenommen: von der Familien- und Sozialpolitik ebenso wie der Wirtschaftspolitik, der Umweltpolitik bis hin zur Europa- und Außenpolitik, wobei die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit immer ein zentrales Element sein wird. Insbesondere das Thema „Frauen gestalten Kommune“ soll in vielfältiger Weise vorangetrieben werden. Denn gerade auf kommunaler Ebene ist das politische Engagement von Frauen besonders wichtig, denn hier werden Entscheidungen getroffen, die in erster Linie den Alltag von Frauen und Familien betreffen.