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05.05.2018

70 kann so schön sein!

HEI_7923_AM_und_AWMAnlässlich des 70-jährigen Jubiläums hat die Bundes-Frauen-Union zu einer großen Feier nach Frankfurt am Main eingeladen. Denn hier wurde am 01.05.1948 im Hotel „Monopol“ die „Frauenarbeitsgemeinschaft der CDU/CSU Deutschlands“ (jetzt Frauen-Union) gegründet.

440 engagierten Frauen feierten am Gründungsort Frankfurt am Main das Jubiläum. Stolz blickten die-Frauen zurück auf 70 Jahre Politik von und für Frauen. Die Vorsitzende der Frauen Union Annette Widmann-Mauz würdigte den Einsatz ihrer Vorgängerinnen im Amt für ihr Engagement. Weder die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung, das Verbot von Frauenlohngruppen, die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe, den Rechtsanspruch auf Kita- und Krippenplatz, die Mütterrente, die Frauenquote in Führungspositionen oder „Nein heißt Nein“ im Sexualstrafrecht, hätte es ohne den gemeinsamen Einsatz der Frauen in der Union gegeben.

Dennoch bleibt viel zu tun. Annette Widmann-Mauz kritisiert deutlich den Rückgang des Frauenanteils im Bundestag, auch in der CDU/CSU-Fraktion. Bei der anstehenden Wahlrechtsreform dürfe nicht nur über die künftige Anzahl von Sitzen geredet werden, es müsse auch über die paritätische Teilhabe von Frauen gesprochen werden. Festrednerin Angela Merkel sprach die Defizite offen an. Das Quorum reiche heute nicht mehr aus. Darüber müsse beim Grundsatzprogrammprozess gesprochen werden, wies die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin den Weg.

Beim anschließenden Meinungsaustausch mit den Ehrenvorsitzenden Rita Süssmuth und Maria Böhmer, der Vorsitzenden der Frauen Union der CSU Angelika Niebler, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen und der Generalsekretärin der FDP Nicola Beer waren sich die Spitzenfrauen einig: Frauen kommen nur voran, wenn sie auch parteiübergreifend Bündnisse bilden. Das war schon 1948 so bei der Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz und hat sich zuletzt wieder bewährt bei der Reform des Sexualstrafrechts. So wurden Erfahrungen ausgetauscht und Strategien verabredet.

 „70 Jahre unterwegs und weiter voran für Frauen“ – unter diesem Motto beriet die Versammlung eine Resolution des Bundesvorstands zur politischen Teilhabe von Frauen. Zum Abschluss eines gelungenen Tages rief die FU-Vorsitzende Annette Widmann-Mauz den Teilnehmerinnen zu: „Engagiert Euch weiter, gewinnt Frauen, es uns gleich zu tun und beeinflusst so im besten Sinne das Schicksal Deutschlands, Europas und der Welt.“

 


30.04.2018

Frauen Union auf der Baustelle der neuen Altstadt

Zusammen mit dem Geschäftsführer der Dom-Römer-Projektgesellschaft, Michael Guntersdorf, ging es am Montag, 30.04.2018, zur Besichtigung der Neuen Historischen Altstadt. 20 interessierte CDU-Frauen ließen sich Historie und Planung des Wiederaufbaus sowie die Auswahl der originalgetreuen wiedererstandenen Häuser erklären.

\\A510s200007\db$\MitarbeiterInnen\Hornung\jüd Gemeinde\J_Gem\FFF\18.04.30_Altstadtführung\6.JPGDie Altstadt entstand über Jahrhunderte. Sie war das Spiegelbild verschiedener Baustile und finanzieller Möglichkeiten der Stadt. In Frankfurt wechselten reiche und arme Zeiten. Kriege, Hunger und Krankheiten ließen die Stadt verarmen und an den Bankrott gelangen. Immer wieder \\A510s200007\db$\MitarbeiterInnen\Hornung\jüd Gemeinde\J_Gem\FFF\18.04.30_Altstadtführung\8.JPGmusste sie sich frei kaufen. Das gelang hauptsächlich über eingewanderte Flüchtlinge aus anderen Ländern, meistens Religionsflüchtlinge, die der Stadt wieder auf die Beine verhalfen, Geld mitbrachten, sich eine neue Heimat errichteten und Gewerbe mitbrachten. So entstand zu Füßen des Doms eine von Fachwerk reich verzierte Altstadt mit vielen Handwerksbetrieben. Die Brandbomben des zweiten Weltkriegs ließen nicht viel von ihr übrig. Der Rest, was an Steinen und Spoilern übrig geblieben war, wurde in anderen Häusern der armen Nachkriegszeit verbaut. 70 Jahre später begeisterte sich die Frankfurter Bevölkerung an dem Gedanken des Wiederaufbaus. Mit Petra Roth hatte sie eine glühende Befürworterin. Alles, was an alten Steinen noch zu finden war, wurde eingesammelt aus ganz Europa, Jahrhunderte alte Hölzer gekauft, ein Plan erstellt und die Vielfalt der Baustile wieder in den originalgetreu erstellten Häusern errichtet.

So wandern wir heute wieder über das aus karolingischer Zeit stammende Straßennetz, dereinst noch mit römischen Steinen befestigt; denn hier befanden sich ursprünglich kleine Landgüter aus der Römerzeit. 80 Spoiler konnten wieder aufgetrieben werden und fanden ihren Platz an den Ecken der alten neuen Häuser. Die wiedererstellte östliche Altstadt war etwas Besseres, weil hier die betuchteren Handwerker residierten. Die Häuser entstanden im jeweiligen Stil der Erbauer Zeit, also im Barockstil, in der Renaissance und auch im Jugendstil. Diese Vielfalt gibt der Altstadt ihr pittoreskes Aussehen. In der eigentlichen Altstadt waren die sanitären Verhältnisse allerdings keineswegs \\A510s200007\db$\MitarbeiterInnen\Hornung\jüd Gemeinde\J_Gem\FFF\18.04.30_Altstadtführung\10.JPGbesonders. Das hat sich natürlich jetzt gründlich geändert. Nahezu alle Häuser wurden in der Passivbauweise erstellt und sind damit gegen Geräusche bestens isoliert und haben einen sehr geringen Energieverbrauch. Auch die neuen, den alten nachempfundenen Häuser sind dem alten Baustil wunderbar angepasst. Die vom Krieg übrig gebliebenen Häuser, wie das Steinerne Haus wurden in die neue Altstadt sehr gut \\A510s200007\db$\MitarbeiterInnen\Hornung\jüd Gemeinde\J_Gem\FFF\18.04.30_Altstadtführung\7.JPGintegriert. 30 Architekten wirkten am Bau der neuen Altstadt mit. Die ältesten im Original nachgebauten Häuser stammen aus dem 13. Jahrhundert, das älteste genau aus dem Jahr 1292, das sogenannte blaue Haus. Auch der archäologische Garten konnte wunderbar in das Areal eingebunden werden. Hier sollen von Zeit zu Zeit Theaterspiele stattfinden. Er grenzt unmittelbar an das Stadthaus.

Wir durchstreiften Plätze, wie den Stoltzeplatz, den Hühnermarkt, den Platz hinter dem Rebstock und hinter dem Lämmchen. Hinter dem Goldenem Lamm erstreckten sich die Messe Häuser: der Hanauer Hof, der Nürnberger Hof, der Glauburger Hof. Jedes Haus hat seine Geschichte, und Herr Guntersdorf kennt sie. Damals wie heute wieder kamen die Steine vom Main: die Mainsandsteine in ihrem rötlichen Farbton. Das sogenannte weiße Haus an der Ecke von Dom- und Braubachstraße allerdings wurde von den Römern so erbaut. Nach den Römern bezog Karl der Große hier Lager in einer für die Könige erbauten Pfalz. Er soll sich hier sehr wohlgefühlt haben.

Die anwesenden Damen bestaunten die interessanten Gebäude, lauschten den Geschichten von Herrn Guntersdorf und entdeckten immer wieder spannende Verzierungen an den Fassaden. Frau Hornung dankte für die sehr interessante Führung. (Bericht: Monika Intrau)

 


27.04.2018

Sylvia Hornung als Vorsitzende der Frauen-Union im Amt bestätigt

Einstimmig wählten die Mitglieder der Frankfurter Frauenunion Sylvia Hornung für weitere zwei Jahre zu ihrer Vorsitzenden. Als Stellvertreterinnen wurden Verena David, Inge Cromm und Sara Steinhardt gewählt. Schriftführerin ist künftig Ann-Kristin Müller, Mitgliederbeauftragte Debora Rieser. Der Beirat setzt sich zusammen aus: Ankin Akyüz, Charlotte Baecker, Gabriele Cappel, Marie José de los Rios, Carolin Friedrich, Katharina Herzog, Monika Intrau, Leonie Laehn, Sybill Cornelia Meister, Hannelore Metzner, Ursula Plahusch, Marita Schäfer und Viktorija Stojak.

Sylvia Hornung, dankte für das breite Vertrauen und kündigte weiteres Engagement für die Sache der Frauen an. Schwerpunkte ihrer Arbeit würden auch in Zukunft familienpolitische Themen sein, die berufstätige Frau und die damit verbundene Betreuungsqualität für die Kinder sowie ausreichende Betreuungskapazitäten. Gleichfalls an oberster Stelle stehe der Aufstieg von Frauen in Führungspositionen. Noch immer seien die Leitungsebenen in den Firmen männerdominiert. Zu den unverzichtbaren Rahmenbedingungen gehöre aber auch die Gleichberechtigung, so Hornung. "Gleiche Aufstiegschancen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Männer und Frauen", fügte Hornung an. Dieses Thema sei nicht neu, müsse aber immer wieder artikuliert werden nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Hornung sprach sich darüber hinaus für mehr Frauen in Parteiämtern und für mehr politische Mandatsträgerinnen aus. Es sei in der letzten Zeit gelungen, mehr Frauen als je zuvor in den Kreisvorstand der CDU zu bringen, was den erfolgreichen Kampf der Frauen-Union für ihre Ziele belege. Hornung äußerte sich auch erfreut, dass es mit Bettina Wiesmann gelungen sei, das frei gewordene Bundestagsmandat wieder mit einer Frankfurterin zu besetzen, was belege, dass sich ein engagierter Kampf auch lohne. Dass aber die Landtagsmandate alle an Männer gingen, sei für die Frauen-Union zwar enttäuschend, zugleich aber Motivation, den Kampf um mehr Frauen auch in politischen Ämtern nicht aufzugeben.

In ihrem Tätigkeitsbericht wies Sylvia Hornung auf die vielen Veranstaltungen hin, die in der vergangenen Wahlperiode von der Frauen-Union veranstaltet stattgefunden hätten, u.a. Gespräche mit der Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt, mit zahlreichen Abgeordneten des Landtags, Dezernentinnen und Dezernenten der Stadt, Stadtverordneten und vielen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Mit diesen Gesprächen und zahlreichen Veranstaltungen habe die Frauen-Union auch Einfluss auf deren Arbeit genommen. Das betreffe auch die Zusammenkünfte mit Frauenverbänden anderer Kreise, der Landes- und Bundesebene.

Ziel der Frauen-Union sei die persönliche Förderung von Frauen und ihre Qualifizierung für Ämter in der Partei, in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Frauen-Union verstehe sich aber auch als Dienstleister für soziales Engagement, unabhängig politischer Zugehörigkeit. Das habe sie mit vielen Veranstaltungen in der letzten Wahlperiode eindrucksvoll bewiesen. Hornung dankte allen Vorstandsmitgliedern für ihre Unterstützung. Nur im gemeinsamen Wirken sei man erfolgreich. Im Kampf um die Ziele dürfe man nicht nachlassen, ergänzte Hornung. Insofern hoffe sie auf eine erfolgreiche Wahlperiode 2018-2020.

 


24.04.2018

Politischer Frauenstammtisch

Als Gast für unseren politischen Frauenstammtisch am 24.04.2018 war die Stadtverordnete, Frau Dr. Nina Teufel, geladen. Sie ist Vorsitzende des Kultur- und Freizeitausschusses der Stadtverordnetenversammlung sowie Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Frauen. Leider hatte sie ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt und auf einen neuen Termin verschoben.

Die anwesenden Damen bedauerten dies, hatten aber so die Möglichkeit, über sämtliche Themen ins Gespräch zu kommen und über die aktuelle Politik und die diesbezügliche Berichterstattung zu diskutieren. Für die nächsten Stammtische ist geplant, mit den „neuen“ Landtagsabgeordneten der Frankfurter Wahlkreise ins Gespräch zu kommen.

 


11.04.2018

Frauen-Union informiert sich über die Arbeit des Frauenhauses „Die Kanne

Am 11.04.2018 trafen sich interessierte Damen der Frankfurter Frauen-Union mit der Leiterin des Frauenhauses „Die Kanne“, Frau Ilka Purkert, um sich über die Arbeit des Frauenhauses sowie die täglichen Herausforderungen zu informieren.

Das Frauenhaus existiert seit 40 Jahren und ist ein Angebot des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten e.V.. Die Notunterkunft ist für Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Im Frauenhaus bekommen die Frauen (und ihre Kinder) Schutz und Unterstützung, bis Sie sich in Ihrer neuen Lebenssituation stabilisiert haben. „Die Kanne“ nimmt Frauen aus Frankfurt und dem Bundesland Hessen auf. Jederzeit – auch nachts und am Wochenende. Sollte es keinen freien Platz geben, unterstützen die Mitarbeiterinnen die Frauen bei der Suche nach einer Unterkunft in einem anderen Frauenhaus oder in einer anderen Notunterkunft.

Das Frauenhaus „die Kanne“ ist eine anonyme Schutzunterkunft mit Regeln mit 68 Plätze. Es wird betreut von vier Vollzeit-Sozialarbeiterinnen und war im Jahr 2017 voll belegt. Auch die 12 Übergangs-Appartements für Frauen und Kinder waren voll belegt. Insgesamt erreicht das Frauenhaus jährlich rund 1.000 Anfragen nach einer Aufnahme in das Haus, wobei 40% von betroffenen Frauen sind und 60% von Dritten wie Verwandten und Freunden. Meist geht es um eine akute Notlage in Verbindung mit häuslicher Gewalt. Aufgenommen werden nur Frauen, die von sich nach einer Aufnahme ins Frauenhaus fragen.
Im Frauenhaus muss jede Frau sich und ihr Kind selbst versorgen. Dies dient dazu, sie auf das Leben nach dem Frauenhaus zu stärken. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 6 Monate. 75 % der im Frauenhaus lebenden Frauen sind aus Frankfurt und 25% aus Hessen. Im Jahr 2017 waren rund 73 % der Frauen Migrantinnen, davon viele
aus afrikanischen Staaten. Sie werden motiviert, Sprachkurse zu besuchen, um das Leben in diesem Land auch nach dem Frauenhaus ohne Unterstützung bewältigen zu können.

Gemäß einer Statistik ist jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von Gewalt betroffen. Bei häuslicher Gewalt regelt das Gewaltschutzgesetz den Verbleib in der Wohnung gemäß dem Motto „Wer schlägt, der geht“, andere kommen bei Verwandten und Freunden unter. Ein geringer Teil wendet sich an das Frauenhaus.
Im Jahr 2017 sind 16% der vom Frauenhaus betreuten Frauen in ihre ursprüngliche häusliche Situation zurückgekehrt – in den 80er-Jahren waren dies noch 47%.

Die Leiterin des Frauenhauses erläuterte, dass es einen hohen Bedarf an Übergangsplätzen gibt. Die 12 Appartements, davon 8 für Geflüchtete reichen für die Nachfrage nicht aus. Ziel des Vereins ist die Vermittlung in eigene Wohnungen, doch auch dies ist in einer Großstadt Frankfurt schwierig, wo viele auf der Suche nach bezahlbaren Wohnungen sind.

Für die anwesenden Damen war es ein sehr informativer Abend. Die Zeit reichte kaum, um die vielen Fragen zu beantworten.

 


27.03.2018

Politischer Frauenstammtisch

Auch im März trafen sich wieder interessierte Damen beim politischen Frauenstammtisch in der Weinstube am Frankfurter Römer, um in gemütlicher Runde über die große und kleine Politik, allgemeine Themen und das Leben in und um Frankfurt ins Gespräch zu kommen. Auch Neuigkeiten aus dem Stadtgeschehen und den Stadtteilen wurden eifrig ausgetauscht.

 

 

 

 

 


09.03.2018

Frauen-Union erneut auf dem städtischen Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages vertreten

Auch im Jahr 2018 nahmen erneut zahlreiche Damen der Frankfurter Frauen-Union die Einladung der Stadt Frankfurt zum städtischen Empfang anlässlich des Internationalen Frauentages an und erlebten einen interessanten Abend.

Aber zunächst trafen sich die Damen der Frankfurter Frauen-Union mit unserer Oberbürgermeister-Kandidatin Dr. Bernadette Weyland, um auf dem Römerberg Rosen anlässlich des Internationalen Frauentages zu verteilen. Trotz des widrigen Wetters schafften es die Damen innerhalb einer Stunde, sämtliche Rosen an vorbeikommende Frauen zu verteilen und auf die bevorstehende Oberbürgermeisterinnen-Wahl hinzuweisen.

Dann ging es ins Trockene und die FU-Damen trafen sich mit Vertreterinnen anderer Frauenvereinigungen und -verbänden im Frankfurter Kaisersaal.

Das Jahr 2018 hat das Frauenreferat der Stadt Frankfurt a.M. unter das Motto „Frauen.Macht.Politik“ gesetzt und anlässlich des Frauentages sowie des Jubiläums 100 Jahre Frauenwahlrecht die 48 lebensgroßen Porträts der Kaiser und Könige im Kaisersaal für den gesamten März durch Porträts von Protagonistinnen der ersten Frauenbewegung verhüllen lassen, die sich unermüdlich für die Rechte von Frauen eingesetzt haben. Sie sollen zeigen, dass Frauen Geschichte geschrieben haben – Frauen, die sich besonders für Demokratie und Gleichberechtigung eingesetzt haben und damit Frankfurt und Deutschland prägten. Diese erste „Frauengalerie“ im Kaisersaal ist ein historisch bedeutsamer Moment, so die Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Viele Errungenschaften von damals prägen noch immer unsere Gegenwart und viele der Themen haben nicht an Aktualität verloren (Gender Pay Gap, Quoten, §§ 218, 219 a, #MeToo, etc.). Gleichberechtigung ist noch lange nicht erreicht. Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen müssen sich ändern, hin zu einer wirklichen Chancengleichheit.

Die neue Kampagne des Frauenreferates „Frauen.Macht.Politik.“ rückt die Stärkung von Frauenrechten und die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt. Sie ist als Aufforderung zu verstehen, selbst aktiv zu werden. Zugleich thematisiert sie Bereiche, in denen Frauen immer noch nicht gleichberechtigt arbeiten.

Im Anschluss an die Reden der Frauendezernentin sowie der Leiterin des Frauenreferates der Stadt Frankfurt gab es zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen Frauen aus anderen Frauenorganisationen ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

 


27.02.2018

Politischer Frauen-Stammtisch mit der Stadtverordneten Verena David

Verena David, stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union und langjährige Stadtverordnete, brachte zum Stammtisch am 27. Februar vom Bundesparteitag der Union in Berlin viele gute Nachrichten mit. Aber unser Hauptanliegen an diesem Tag war die OB-Wahl am 11.03.2018, die uns intensiv beschäftigte. So wurde beraten, was zu tun sei und wie man unsere Kandidatin nachhaltig unterstützen könne.

*Verena David hatte dafür in Berlin eine Reihe an Video-Statements aufgenommen von namhaften Politikerinnen und Politikern, wie dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der neuen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Günther, der neuen Bildungsministerin, dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschek und fünf weiteren Spitzenpolitikern, die die Wahl von Bernadette Weyland sehr unterstützen und erklärten, wie wichtig es sei, dass Frankfurt von einer engagierten Oberbürgermeisterin regiert wird.

Dass es einer fleißigen und sich kümmernden Stadtchefin bedarf, war allen völlig klar. Allein schon das Desaster in der Schulpolitik. Gibt es doch kaum eine Schule in einem ordentlichen Gebäude. Container prägen das Bild der Frankfurter Schulen, fehlende Fachräume, schlechte Ausstattung, unhygienische Toilettenanlagen, weil das für die Sanierung bereitgestellte Geld nicht ausreichte. Betreuungsangebote für Kinder sind gleichsam eine Fehlanzeige, genauso fehlende Turnhallen und Sportplätze. Mit anderen Worten im Schulwesen passt kein Stein mehr auf den anderen. Weyland, Mutter von vier Kindern, wäre hier die richtige Rathauschefin, die Ordnung, Sanierung und eine Weiterentwicklung im Schulbereich schaffen würde. Deshalb wählen wir, die Frauen der CDU-Frauen Union, am 11.3. Weyland.

Auch für alte Menschen setzt sich Weytand hilfreich ein: durch aufsuchende Hilfen, Bereitstellung von verschiedenen Wohnformen, wie Mehrgenerationshäuser, Seniorenanlagen für Wohnen mit Betreuungsangeboten, Nachbarschaftsaktivitäten. Über manche alte Frau und manchen alten Mann ist die Zeit einfach hinweggegangen. Sie haben sich zurückgezogen, haben den Anschluss an die Gesellschaft verpasst und leben einsam und abgehängt in unzulänglicher Situation und finden den Weg zur Hilfe nicht. Über die Nachbarn, die erkennen, dass die Nachbarin oder der Nachbar nicht mehr ausreichend für sich sorgen kann, den Hausarzt oder den örtlichen Sozialbezirksvorsteher müssen Hilfen eingeleitet werden. Weylands Devise: „ Raus aus der Einsamkeit! Raus aus der Isolation!" Weyland will auch hier Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten schaffen und will hier unterstützend eingreifen. Deshalb wählen wir, die CDU-Frauen, am 11.3. Weyland.

Ganz klar würde die Wohnraumpolitik unter einer OB Weyland Chefsache. Dabei gehe es nicht gleich um die Ausweisung riesiger Baugebiete. Für Weyland seien erst einmal innerstädtische Baugebiete zu bebauen, weil man damit schneller zu dem benötigten Wohnraum komme und man danach auch besser abschätzen könne, wie viele Wohnungen überhaupt noch gebraucht würden; denn Vernetzung verlagere auch Arbeitsplätze. Keiner könne heute abschätzen, wie viele Menschen in ein paar Jahren ihren Firmenarbeitsplatz zu Hause hätten. Eine nachhaltige Planung findet die Zustimmung aller in der Gesellschaft. Wir CDU-Frauen wählen deshalb am 11.3. Weyland.

Auch Sauberkeit und Sicherheit würden unter einer OB Weyland wieder ihren gemäßen Standort finden. Die Zeil müsse wieder ein sicherer Ort für das Einkaufen in erholsamer Atmosphäre sein. Frauen müssen sich auch abends wieder sicher in der Stadt fühlen können. Das ist die Kernaussage für ein sicheres Leben in der Stadt. Dafür wählen wir Weyland, eine OB mit Herz für Jung und Alt! (Bericht: Monika Intrau)

 


03.02.2018

Neujahrs-Empfang der CDU-Frauen Union

Im sehr schön dekorierten Raum der Aidshilfe, die diesen uns freundlicherweise zur Verfügung stellte, fand unser Neujahrsempfang statt - eigentlich wie jedes Jahr. Es war für alles gesorgt: Kreppel, Kuchen, Salzgebäck, Tee, Kaffee und natürlich auch Sekt. Es waren viele gekommen. Frau Hornung, Vorsitzende der Frauen-Union, begrüßte alle sehr herzlich, insbesondere die Neumitglieder und die Mandatsträgerinnen, wie Frau Wiesmann als Mitglied des Bundestages, Frau David, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Römerfraktion und stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union, Frau Meister, ebenfalls Mitglied der CDU-Stadtverordnetenversammlung und dort im Frauen- und Wirtschaftsausschuss, Frau Stadtverordnete Burkert, Frau Baecker, Mitglied im Ortsbeirat 5 und in der Jungen Union, Frau Steinhardt, Mitglied im Ortsbeirat 1 und Vorsitzende im CDU-Ausschuss Bildung, Frau Friedrich, Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 12, Frau Fabricius und Frau Grzimek, beide im Ortsbeirat 3.

Frau Hornung dankte allen für ihr Engagement und vielen für ihre Bereitschaft für politische Funktionen in Stadt und Land zu kandidieren. Noch immer ist die Mehrheit aller Mandatsträger der CDU männlich, das müsse sich ändern. Besonders zu unterstützen sei der OB-Wahlkampf von Dr. Bernadette Weyland. Jede Stimme werde jetzt gebraucht. Sie zeigte sich enttäuscht, dass im Kreisvorstand die CDU Kandidatinnen nicht die notwendige Unterstützung erhielten. Dennoch sind viele in den bisweilen ungleichen Kampf gezogen. Leider tritt die CDU nun mit sechs Landtagskandidaten zur Wahl im Herbst an. Selbst der einzige mögliche Wahlkreis, aus dem Frau Wiesmann kam, geht an einen Mann. Von den sechs Frankfurter Wahlkreisen wurden in drei davon Frauen als Stellvertreterinnen gewählt, nämlich Frau Grzimek, Frau Rieser und Frau Schäfer.

Frau MdB Bettina Wiesmann berichtete aus ihren ersten 100 Tagen im Bundestag. Sie habe das Büro von Frau Steinbach übernommen, das günstig zum Plenarsaal liege, sie sei nun eine der 709 Abgeordneten. Auch wenn die Regierung noch nicht stehe, so seien Parlamentsausschüsse bereits gebildet. Bettina Wiesmann wünschte sich den Familienausschuss und hatte Glück, in ihn zu kommen, ferner ist sie Mitglied im Verteidigungsausschuss und Stellvertreterin im Finanzausschuss. Parlamentserfahrung bringt sie aus Hessen mit. Der Ton sei im Bundestag ruhiger als in Hessen. Es werde auch mehr hinterfragt. Es falle aber auf, so Wiesmann, dass die Mitglieder der AfD Unruhe in den Bundestag brächten durch das verbale Attackieren von Personen.

Bernadette Weyland hatte uns auch die Ehre ihres Besuchs gegeben. Nach anfänglichen Unsicherheiten sei sie jetzt so richtig angekommen, jeder kenne sie. Man merke, die Stimmung schlägt um. Wir, die Frauen-Union, sei ihre zuverlässige Basis. Sie nimmt zu ihren Plänen Stellung, dem Bildungsplan mit ausreichend Schulen aller Schularten, besserer Ausstattung, dem neu ausgerufenen Baugebiet, das sie in dieser Größe als überzogen betrachtet, weil seine Erstellung viel zu lange dauere, mit den Nachbargemeinden schlecht abgesprochen worden sei und mit einer störenden Autobahn mitten durch. Wir hätten 80% privaten Wohnungsbau, ohne steuerliche Anreize würde dieser zurückgehen. Also spricht sie sich dafür aus. Sie kam sehr sympathisch, geradezu gelöst herüber. Viele Veranstaltungen liegen noch vor ihr. Die Frauen-Union versprach ihr alle Unterstützung.

Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frauen Union in der CDU, sprach verschiedene Themenkreise an, die die Bürger und Bürgerinnen der Stadt zur Zeit sehr bewegen. Solche sind Kultur und Schulen, Wohnen und Mieten, Migration und Integration, Sicherheit und Sauberkeit. Zur Diskussion steht die Sanierung der Oper oder Abriss und Neubau am möglicherweise neuen Standort. Frau Weyland sprach sich dabei für eine breite Bürgerbeteiligung aus; denn die Bühne sei eine zentrale Frage für die Bürger. Sie denkt dabei an eine Expertenentscheidung, eventuell auch an einen Bürgerentscheid. Auf alle Fälle müsse die Oper als tragende Säule der Gesellschaft eine würdige Behandlung durch die Stadt erfahren.

Als Mutter von vier Kindern liegt ihr natürlich das Schulwesen sehr am Herzen. Eine Milliarde Euro will sie in die Sanierung und in den Neubau von Schulen investieren. Dafür hat sie einen Masterplan entwickelt, der nicht nur die Digitalisierung umfasst, sondern auch die „katastrophalen Zustände der Schul-WCs" beheben soll, Schulsozialarbeit solle gefördert werden, ein Schulbussystem eingerichtet werden, das Kinder einfacher und sicherer zur Schule bringe, ausreichend Kita- und Hortplätze seien wichtig und sollten entsprechend bereitgestellt werden. Sie wolle sich beim Land Hessen für eine 105%ige Lehrerabdeckung starkmachen, um Unterrichtsausfall so gering wie möglich zu halten. Die Lehrerinnen unter uns waren damit sehr zufrieden,

Eingehend befasste sie sich mit der Problematik des Wohnens. Der Zuzug nach  Frankfurt sei ungebremst, dem müsse die Stadt Rechnung tragen. Ob es nun gerade das Riesenbaugebiet im Frankfurter Norden sein müsse, sei überdenkenswert; denn der Wohnraum werde jetzt benötigt. Je größer aber ein Baugebiet geplant sei, um so länger dauere seine Realisierung, zumal der Plan weit in das Umland hinein geplant sei. Frau Weyland sprach sich für ein kleineres Gebiet aus, das in den Grenzen der Stadt liege, denn dies sei schneller umzusetzen, es stünden in kürzerer Zeit Wohnungen zur Verfügung. Eine Ausweitung sei im Bedarfsfall später immer noch möglich. Das müsse aber mit den Nachbarorten besser kommuniziert werden. Aber auch innerhalb der Stadt gäbe es noch Möglichkeiten, den Wohnungsbedarf zu fördern, z.B. durch Verdichtung. Grundsätzlich müsse bedacht werden, dass durch die Digitalisierung Arbeitsplätze auch zu Hause entstehen, was auf den Bedarf in der Stadt reduzierend wirken könne. Natürlich müssen auch Wohnungen finanzierbar bleiben, 80% aller Wohnungen würden von Privat errichtet. Je mehr Wohnungen zur Verfügung stehen, desto mehr gaben die Mieten nach. Die Bundesregierung habe dazu in ihren Koalitionsverhandlungen Lösungen beschlossen. Sie seien schnell umzusetzen. Dafür wolle sie sich einsetzen.

Im Mittelpunkt der Integrationsarbeit stehe das Erlernen der deutschen Sprache. Für junge Familien und Bürgern mit kleinen und mittleren Einkommen müsse bezahlbarer Wohnraum ermöglicht werden. Damit würde auch die Integration gefördert.

In Bezug auf Sauberkeit und Sicherheit wolle sie als Oberbürgermeisterin das Bahnhofsviertel, Alt Sachsenhausen, die Zeil und die Grünanlagen wieder sicher machen durch mehr Polizeipräsenz, eine ständige Sicherheitskonferenz, mehr Videokameras an Brennpunkten, gegen Bettlerbanden und Trickdiebe vorgehen, Drogendealer konsequenter bestrafen, der Vermüllung unserer Stadt ein Ende bereiten. (Bericht: Monika Intrau)

 


30.01.2018

CDU-Frauenstammtisch mit neuen Mitgliedern und einer Kampfansage für mehr Frauen in politische Ämter

An unserem ersten Stammtisch im Neuen Jahr konnten wir zwei neue Mitglieder begrüßen, jung und dynamisch. Sie brachten sich mit vielen Ideen in unsere Gruppe gut ein. Auch eine weitere positive Mitteilung erfreute uns, nämlich unser Mitglied aus dem Stadtteil Bockenheim, Debora Rieser, wurde als Ersatzkandidatin für den Landtag von den Delegierten dieses Wahlkreises gewählt. Beide, der Direktkandidat und sie waren von dem seitherigen Mitglied im Landtag nicht vorgeschlagen worden, der aus beruflichen Gründen nach vielen Jahren im Landtag und sehr guter Arbeit nicht mehr kandidierte. Beide, der Direktkandidat und Frau Rieser, überzeugten und gewannen. Mit Frau Rieser, unsere Freundin Debora, kam eine Frau zum Zug. Das war nicht so ganz leicht, aber hat alle riesig gefreut.

Bei der diesjährigen Landtagswahl treten fünf Kandidaten und die jeweiligen Ersatzkandidaten an. Zwei Wahlkreise sind vakant geworden, nämlich jener in Bockenheim, wo der bisherige Landtagsabgeordnete, Herr Caspar, wie erwähnt, nicht wieder antrat und der Wahlkreis 38, in dem Frau Wiesmann das Bundestagsmandat gewann. Man kann sich vorstellen, dass schon im Vorfeld manche Ränke ihren Anfang nahmen. Solches konnte natürlich auch unserem Kreisvorsitzenden, Herrn Jan Schneider, nicht verborgen bleiben, auch nicht, dass es in der Frauen Union rumorte, weil - wie es schien - nur Männer zum Zuge kommen sollten. So traf man sich, und wir hatten nach dem Gespräch den Eindruck, auf Unterstützung für die Sache der Frauen hoffen zu können.

Nun sind die Wahlen in einigen Wahlbezirken gelaufen, leider nicht ganz wie erhofft, obgleich die Frauen-Union für fast alle Wahlbezirke Frauen zumindest als Ersatzkandidaten aufgestellt hatte. Umso mehr freuten wir uns über den Erfolg von Frau Rieser. Am kommenden Dienstag stehen die Wahlen in drei weiteren Wahlkreisen an - auch im Wahlkreis 38, wo von Seiten der Frauen-Union Frau Dr. Veronica Fabricius ins Rennen geht. Sie soll für die in den Bundestag gewechselte Bettina Wiesmann die Nachfolge antreten. Auch sie hat Gegenkandidaten. Die Frauen-Union sieht in ihr eine sehr geeignete Kandidatin, weil sie hochengagiert und motiviert in dem Wahlkreis gearbeitet hat und mehrere Themenfelder abdeckt. So ist sie versiert in Fragen der Bildungspolitik und der Wirtschaft. Die Frauen-Union ist überzeugt, dass sich Frau Dr. Fabricius durch gute Leistungen für die Aufgaben im Landtag hervorragend qualifiziert ist.

Die anwesenden Damen gaben der Frauen-Union Rückendeckung für ihr Eintreten für mehr Frauen in politischen Ämtern. Auch wenn nicht alles auf Anhieb klappt, wird das Eintreten für dieses Ziel fortan die Arbeit der Frauen-Union bestimmen. Frau Rieser gab den Rat, man muss etwas im Stadtteil bewirken, damit man politisch Zustimmung bekommt. Dem stimmten die Damen des Stammtischs einhellig zu.

Das Zutun zur Landtagswahl war das bestimmende Thema unseres Stammtischs. Aber es gab natürlich auch Anderes, Persönliches und Kommunalpolitisches. Besonders begeistert waren wir von der Aktion „Älter werden in Frankfurt“. Alle waren des Lobes voll über die hervorragende Arbeit unserer Sozialdezernentin, Frau Prof. Dr. Birkenfeld. Es sei eine „tolle Einrichtung", wie es eine von uns formulierte, mit einer sehr guten Organisation der vielfältigen und breitgefächerten Angebote. (Bericht: Monika Intrau)

 


23.01.2018

CDU-Frauen beim Franziskustreff des Liebfrauenklosters - den Armen und Obdachlosen ein Frühstück

Mit Beginn des neuen Jahres hatten wir - die Mitglieder der Frauen Union - wieder unsere Thementreffen aufgenommen. Das erste fand noch im Januar in der Liebfrauenkirche statt, wo der Franziskanerorden Armen und Obdachlosen ein Frühstück serviert. Vor 25 Jahren ins Leben gerufen ist der Treff inzwischen zur festen Institution geworden: Ein sauberer Raum, freundliche Mitarbeiter, eine fachliche Beratung und ein gediegener Service kennzeichnen das Angebot.


Frau Hornung, Vorsitzende der Frauen Union Frankfurt, begrüßte Bruder Paulus und uns, die wir mit über 20 Teilnehmerinnen recht zahlreich gekommen waren. Bruder Paulus legte auch sofort los: Liebe und Würde ist das Credo ihres einmaligen Angebots an die Menschen ohne Wohnung und ohne eigenes Auskommen. Das Erste was sie lernen ist, sich wieder an Regeln zu gewöhnen, als Voraussetzung für einen Einstieg in ein selbstbestimmtes Leben: Liebe braucht Ordnung - so Bruder Paulus. Das heißt, man erscheint zum Franziskustreff gewaschen und sauber gekleidet, was über eine nahe gelegene Straßenambulanz auch möglich ist, wo es Waschgelegenheit und saubere Kleidung für Wohnungslose gibt. Inzwischen nehmen etwa 180 Menschen teil, zahlen für jedes Frühstück 50 Cent und erhalten dafür in angenehmer Umgebung eine komfortable kleine Mahlzeit. Sie werden bedient und auch beraten von Ehrenamtlichen und von einer Sozialarbeiterin der Caritas. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder, der seine Situation ändern möchte, erhält auf Wunsch die Beratung. Er muss aber den ersten Schritt machen, den Wunsch äußern und Fragen stellen. Die Antworten weisen ihm dann den Weg. Bruder Paulus weiß von vielen zu berichten, die den Weg zurück in die Gesellschaft fanden. Das motiviert natürlich beide Seiten. „Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, jeder hat Würde und jeder verdient es, dass man sich um ihn kümmert."

Eine Stunde lauschten wir dem Vortrag, stellten Fragen, dankten und verließen nachdenklich das Kloster, in dem sieben Brüder leben. Eine von uns fasste es so zusammen: „Schade, dass es den Treff gibt. Es wäre besser, wir bräuchten ihn nicht."

Bruder Paulus trat nach dem Abitur dem Orden bei. Der Franziskustreff finanziert sich ausschließlich aus Spendenmitteln. Davon wird alles Notwendige bezahlt, Anschaffungen, Personalkosten und die Hilfen für die Gäste.

Frau Hornung würdigte die Arbeit der Stiftung, die beispiellos sei und die dank ihres großen Engagements Männern und Frauen zu Arbeitsangeboten verholfen habe. (Bericht: Monika Intrau)